Holzpalisaden
Holzpalisaden.

Palisaden leiten sich von den Pfahlzäunen des Altertums ab und fanden als Gestaltungselement Einzug in die moderne Gartengestaltung. Mit Palisaden lassen sich Hänge und Absätze befestigen, oder man schafft mit Zaunpalisaden (Brettpalisaden) verschiedenster Ausführung Zäune und mauerartige Einfriedungen.

Die Gartengestaltung mit Palisaden ist ein weites Feld, und man sollte nicht unüberlegt Palisaden im Landschaftsbau verwenden. Bei diesen Bauelementen verhält es sich wie bei der Gestaltung mit Beton- entweder wird das Ergebnis sehenswert und eine Besonderheit, oder es entstehen mehr oder weniger Scheußlichkeiten. Ein Zwischending gibt es nicht. Dies soll dich jedoch nicht davon abhalten, mit Palisaden zu gestalten. Aber du solltest um einige gestalterische Regeln wissen.

Holzpalisaden SichtschutzHauptsächlich ist es so, dass in der Landschaft und in der Gartengestaltung gleichermaßen waagerechte Linie und Strukturen zurückhaltend wirken. Senkrechte Strukturen sind dagegen auffälliger und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Demzufolge sind Palisaden immer auffällig und treten optisch hervor.Man kann also mit Palisaden nicht unauffällig gestalten. Bei einer simplen Böschungsbefestigung oder einem mit Palisaden gestützten Terrassenabsatz wird man immer wieder mit den Augen auf diese Pfahlbauten gelenkt. Man schaut eher auf die Holzpfähle oder die grauen Betonelemente als auf die Blumen und Zierpflanzen.

Stellt man jedoch dem Senkrechten bewusst eine waagerechte Struktur entgegen, steigern sich diese beiden Grundformen in einer Kontrastwirkung. Das Senkrechte wirkt also harmonischer und wird optisch zurückgenommen. Deshalb lockert eine Vorpflanzung mit horizontal betonten Gewächsen (z.B.Tamariskenwacholder, Etagenhartriegel, Fächerahorn, Flügelspindelstrauch) die Gestaltung mit Palisaden erheblich auf.

Übrigens macht dieser Effekt auch die besondere Schönheit des Bambus' aus, bei dem die senkechten Stangen einen Kostrast mit den waagerecht abstehenden Blättern bilden.