Unkrautfreier Rasen
Vollkommen unkrautfrei :-)
Vollkommen unkrautfrei :-)

Nur mit Mähen ist die Rasenpflege nicht getan, wenn Du eine wirklich ordentliche, unkrautfreie Grünfläche haben willst. Man muss zwar nicht zu pingelig sein, wenn mal ein paar Gänseblümchen wachsen, aber Klee ist manchmal nervig: Wer Kleinkinder im Garten spielen lässt, der sollte achtsam sein. Klee zieht Bienen und Wespen an, und wer auf Insektenstiche allergisch reagiert, der sollte dieses Unkraut bekämpfen. Das hat dann auch nichts mit Spießigkeit zu tun. Jeder Gartenbereich soll ja einen bestimmten Zweck erfüllen und wird dieser, durch welchen Bewuchs auch immer, eingeschränkt, muss man eben etwas tun. Mitunter ist das gar nicht viel:

Klee im Rasen. Was tun?

Trifolium repens, der Weißklee ist der größte Schrecken für den Freund des grünen Rasens. Zuerst bildet diese Pflanze nur kleine Flecken, die sich jedoch rasch ausbreiten. Seltsamerweise ist dann der Klee schön grün und das Gras gelb und kümmerlich. Wenn viel Klee im Gras wächst, dann ist nach meiner Erfahrung die Grasfläche einfach nur zu trocken. Gräser benötigen viel Wasser und Pflege und ein homogener und gesunder, grüner Zierrasen ist nicht billig. Du musst den Rasen also bei Trockenheit beregnen! Ebenso wichtig wie das Gießen ist auch die richtige Düngung. Nach Anleitung dosierter Dünger wird am besten im April, Juni und Mitte Oktober ausgebracht. Verwende dazu geeigneten Rasendünger. Es geht aber auch mit einem preiswerteren Stickstoffdünger oder Blaukorn, wenn Du diesen Universaldünger gerade vorrätig hast.

Du kannst natürlich auch zu chemischen Unkrautvernichtern greifen, doch das sollte immer das letzte Mittel der Wahl sein. Um Kräuter aus dem Zierrasen zu bekommen, finden selektive Herbizide, die nur auf zweikeimblättrigen Kräuter wirken, Anwendung. Gräser sind einkeimblättrig und werden verschont.

Moos entfernen

Mich stört Moos nicht so sehr, aber mancher Hausbesitzer mag es gar nicht. Eine Theorie über die Moosentstehung ist folgende: Moos wächst bei Temperaturen knapp über dem Gefrierepunkt besonders gut z.B. in milden Wintern. So wird es dann den Gräsern gegenüber zur Konkurrenz, die dann besonders im Herbst/Winter und Vorfrühling verdrängt werden. Wird nun das Gras im Herbst auch noch besonders kurz geschnitten, so hat das Moos durch zusätzlich viel Licht noch günstigere Wachstumsbedingungen.

Besser wäre es also, im Herbst das Gras nicht so kurz zu mähen. Das kann problematisch werden, wenn der Rasen regelmäßig betreten werden muss: Bei mir daheim ist der Rasenplatz auch der Wäscheplatz. Da ist es dann nicht so angenehm, wenn man im Herbst im stets feuchten Gras nasse Füße bekommt. Also schneide ich den Rasen auf dem Wäscheplatz kurz und gebe damit dem Moos bessere Wachstumsbedingungen. Und die nutzt es natürlich. Das störte mich zu Anfang nicht so sehr, doch nahm es inzwischen so überhand, dass meine Frau ihm nun den Kampf angesagt hat, denn sie befürchtet, bald gar kein Gras mehr auf dem Rasen zu finden. Da die Moosflächen schon recht groß geworden waren, sind wir ihnen mit dem Vertikutierer zu Leibe gerückt.

Trockenheit fördert das Wachst...
Hier hat das Moos schon Oberha...
Vertikutieren: Mit den speziel...

Aber wie bei Klee und anderen Unkräutern ist auch hier zu sagen: Geht es dem Gras gut, dann geht es dem Unkraut schlecht. Also: Düngen, im Sommer etwas wässern und, wenn der Boden zu sauer ist, hin und wieder kalken. Das geht mit Düngekalk (der ist billig, doch mit den Tüten machst Du Dir schnell das Auto dreckig, also was zum Unterlegen mitnehmen). Dieser Kalk wird im Winter ausgebracht. Es gibt auch krümeligen Kalkdünger, der ist etwas angenehmer zu handhaben und kann das ganze Jahr über zur Anwendung kommen.

Im Handel erhält man auch speziellen eisenhaltigen Rasendünger. Der bringt bei Beachtung der Anleitung guten Erfolg. Ein wichtiger Tipp von Anwendern ist der, nicht mit diesem eisenhaltigen Dünger an den Schuhen die Terrasse zu betreten. Das kann zu hässlichen Rostflecken auf den Terrassenplatten führen.

Übrigens: Ich habe begonnen, meinen vermoosten Rasen speziell mit Rasendünger zu düngen (der ja verspricht, speziell gegen Moos zu wirken) - quasi als Test. Es hat sich gezeigt, dass dieser Dünger wirklich besser das Moos verdrängt als etwa einfacher Blaukorn-Dünger, der für den Gemüsegarten verwendet wird.

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Gänseblümchen wachsen am besten in kurz geschnittenen Flächen. Möchte man gerne die kleinen weißen Blümchen auf der Wiese haben, so sollte man mit dem Rasenmäher ohne Fangkorb öfter mal die Blüten abmähen. Aus den heruntergemähten Blüten reifen dann noch die Samen aus, und die Gänseblümchen vermehren sich recht schnell. Wer aber etwas gegen diese kleinen weißen Tupfen im Rasen hat, der mache es umgekehrt: nicht zu flach und seltener mähen. Auch mähe man nicht das feuchte Gras, denn diese Blümchen haben außerdem die merkwürdige Eigenschaft, dass sie bei Feuchtigkeit ihre Samenkörnchen verschleudern. Also erst den Schnitt machen und dann gießen bzw. die Fläche nach Regen erst gut abtrocknen lassen!

Rollrasen unkrautfrei halten

Neu angelegter Rollrasen sieht immer erst einmal gut aus, da solche Fertigvarianten logischerweise vorher optimale Pflege genießen konnten. Von Haus aus sind in diesen grünen Rollen keine Unkräuter enthalten. Doch später ist es nur zu natürlich, dass sich auch hier durch Samenanflug Kräuter ansiedeln. Der Produzent ist daran also nicht schuld. Bei neu verlegtem Fertigrasen ist das oberste Gebot, die Fläche nie austrocknen zu lassen. In den ersten drei Wochen muss immer gut gegossen werden. Aber auch im kommenden Jahr ist das Grün nicht so robust, wie eingesäte Grasflächen! Die Pflege solch einer Fläche wird also noch längere Zeit aufwändiger sein.

Gemulchter Rasen im zeitigen F...
Rollrasen ist immer erst einma...
Rasenpflege ist kinderleicht ;...