Weisstanne
Weißtanne.

Koniferen (Coniferen, Coniferae, Coniferales, Coniferopsida, Zapfenträger) bilden umgangssprachlich eine Sammelbezeichnung für alle nacktsamigen Bäume und Sträucher. Genau genommen reihen sich die Koniferen eben nur zusammen mit z.B. Ephedra, Ginkgo, und Taxales in die Nacktsamer ein: Abteilung Spermatophyta (Samenpflanzen) → Unterabteilung Gymnospermae (Nacktsamer) → Reihe der Coniferen (Koniferen) → z.B. Familie Cupressaceae → z.B. Gattung Thuja → z.B. Art Thuja orientalis (Morgenländischer Lebensbaum → Sorte Thuja orientalis 'Smaragd'.

All diese Gehölze sind, wie bereits gesagt, Nacktsamer, also Pflanzen, deren Samen frei liegen und nicht, wie bei den Bedecktsamern (Angiospermen), von einem Fruchtknoten umschlossene Samen haben. Gymnospermen (Nacktsamer) ist der wissenschaftliche Oberbegriff. Die Gymnospermen teilen sich in

  1. Erste Reihe: Cyadeen
  2. Zweite Reihe: Koniferen und
  3. Dritte Reihe: Ephedraceae (Meerträubelgewächse, Ephedra, Gnetaceen).

Daneben gibt es noch die Ginkoaceen - vertreten durch Ginkgo biloba. Sie nehmen eine Stellung zwischen den Koniferen und Cyaden ein und stehen botanisch neben den Gymnospermen.

Die Koniferen gliedern sich nun wieder in die Ordnungen der a) Pinoideen (Kiefernartige, Pinoideae, Pinales) und b) Taxales (Eibengewächse, Taxoideen, Taxoideae):

Die a) Pinoideen teilen sich in die Familien der

  • Cupressaceae, Zypressengewächse: Blätter und Zapfenschuppen gegenständig. Hierein gehören die Gattungen Juniperus, Cupressus, Thuja, Tetraclinis, Biota, Fitzroya und Chamecyparis.
  • Araucariaceae, Araukariengewächse: Blätter spiralig, Fruchtblätter einfach, mit je einer Samenanlage.
  • Pinaceae, Kieferngewächse (auch Abietaceae, Tannengewächse): Blätter spiralig, Fruchtschuppe mit je zwei Samenanlagen. Hierein gehören viele der heimischen Gattungen, wie Abises, Pinus, Larix, Picea, Tsuga, Pseudotsuga und Cedrus.
  • Taxodiaceae, Sumpfzypressengewächse: Blätter spiralig, 2-8 achselständige oder auf der Fläche der Fruchtblätter stehende Samenanlagen, mit den Gattungen Cunninghamia, Sequoia und Sequoiadendron.
  • Podocarpaceae, Stieleibengewächse.

Die b) Taxioiden teilen sich in die Familien der

  • Podocarpaceae
  • Taxales, Eibengewächse (Taxoideen, Taxoideae, Taxaceae): Diese wurden auch schon zu den Pinoideen gezählt, gehören jedoch nach neuesten Erkenntnissen zur kleinen Gruppe der Cephalotaxaceae.
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Bildquellen:

  • Dr. K. Giesenhagen: Lehrbuch der Botanik, Stuttgart 1910.