Kompost
Durch Bakterien, Pilze und Strahlenpilze (Bakterien-Art) entsteht Komposterde.

Unter effektive Mikroorganismen, kann man sich zunächst kleinste Lebewesen vorstellen, welche als Helfer für Mensch und Umwelt fungieren. Nach 20-jähriger Forschung, konnte der japanische Professor "Teruo Higa" Mitte 1980 eine Mischung aus Mikroorganismen entwickeln, welche einen günstigen Einfluss auf die Kompostierung haben. Die Mikroorganismen unterbinden so etwa die Entstehung von Faulgasen und Schimmelpilzen.

Agrochemie - die chemische Landwirtschaft

In den 1970er Jahren, war es Stand der Technik, Schädlinge in der Landwirtschaft mit chemischen Mitteln zu bekämpfen.
Um den Boden trotzdem fruchtbar zu halten wurde ebenfalls massiv auf Kunstdünger zurück gegriffen. Doch schnell wurde klar, dass diese Chemikalien auch einen negativen Effekt auf die Pflanzen und vor allem auf die Gesundheit der Menschen hatte. Hautausschläge und Allergien waren die Folge. Professor Higa litt damals selbst an diesen Folgen. Seine Lebenserwartung wurde von Ärzten nur noch auf zirka 50 Jahre geschätzt. Dies veranlasste ihn, nach Alternativen zu suchen.
Diese war bereits sehr dringend notwendig, da die agrochemische Industrie immer mehr verurteilt wurde, da diese für eine Überdüngung, Bodenerosion und toxische Stoffe in Nahrungsmitteln verantwortlich war.

gesundes Gemüse

Mikroorganismen - die ökologische Alternative

Der japanische Professor begann in den Räumen der "University of the Ryukyus" mit seiner Forschung und damit mit der Suche nach geeigneten Mikroorganismen.
Die Forschung verlief lange Zeit erfolglos, da es üblich war mit nur einer Substanz, also einem Stamm von Mikroorganismen, zu arbeiten. Doch schließlich bemerkte er, dass der gewünschte Erfolg nur durch Kombination verschiedenster Stämme erreicht werden konnte. Die Suche gestaltete sich als sehr schwierig, da sich die meisten Mikroorganismen neutral verhalten. Diese passen sich also an ihre Umgebung an und können so in einem Fall gesundheitsfördernd wirken, in einer anderen Umgebung aber zerstörerisch auftreten. Nun bestand nur noch die Schwierigkeit, eine Mischung zu erstellen, welche stabil war und sich nur positiv auf den angewendeten Bereich auswirkte

Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen

Effektive Mikroorganismen finden nicht nur in der Landwirtschaft, sonder auch in der Abfall- und Wasserbehandlung, Tierhaltung und sogar im Haushalt Anwendung.

In der Landwirtschaft werden Mikroorganismen in die Äcker eingearbeitet um einen gesünderen Boden zu erzeugen. Hierdurch wird die Erde mit wichtigen Mineralien und Vitaminen angereichert und trägt zu einem besseren Wachstum bei. In folge dessen, fördert es den Ernteertrag und schützt die Pflanzen gleichzeitig vor Schädlingsbefall.

Abfälle, welche zu Kompost verarbeitet werden sollen, werden ebenfalls mit Mikroorganismen versetzt. Dies ermöglicht einen schnelleren Zerfall, vermindert die Geruchsbelästigung und erzeugt so einen hochqualitativen Kompost in kurzer Zeit. Das Ergebnis wird "Bokashi" genannt (japanisch für fermentierter Kompost).

Unersätzlich sind Mikroorganismen für unsere Kläranlagen, da sie die Fähigkeit besitzen, synthetische Chemikalien zu binden. Dadurch werden unangenehme Gerüche beseitigt und das Wasser gereinigt und aufbereitet. Aber nicht nur zu Reinigung können effektive Mikroorganismen verwendet werden. Auch zum Erhalt von bestehenden Gewässern und deren Ökosystemen können diese beitragen.

Um ein gesundes Umfeld für Tiere erzeugen zu können, werden effektive Mikroorganismen auch in der Tierhaltung verwendet. Zusätzlich sorgen diese für einen angenehmeren Geruch. Krankheiten wird hierdurch vorgebeugt und auf Antibiotika kann fast zur Gänze verzichtet werden.

Als Haushaltsmittel, ob zum Reinigen oder zur Pilz-Beseitigung können effektive Mikroorganismen eingesetzt werden. Aber auch im Garten oder am Balkon finden diese Anwendung. Sie beeinflussen das Wachstum von Blumen, Bäumen und Gemüse positiv.

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