Hühnergehege
Am besten ein dicht vergittertes Gehege als Auslauf bauen.

Am Sonntagmorgen sein Frühstücksei direkt aus dem Garten holen. Frischer geht's natürlich nicht. Eine schöne Vorstellung und mit Sicherheit auch ein wunderbares Geschmackserlebnis. Die eigene Hühnerhaltung kann so gestaltet werden, dass es den Hühnern nicht nur "saugut" geht und es diesen an nichts fehlt, sondern selbst die Fütterung und mit ihr auch die Zusammensetzung des gesunden Futters kann man selbst in die Hand nehmen.

Alles Bio und überaus gesund? Kein Thema, man muss sich nur genügend über Haltung der Tiere, ihrer Fütterung und über den Aufbau eines tiergerechten Stalles schlau machen. Das Ernten des ersten Eies wird dann garantiert gebührend gefeiert und genossen. Wer einen Garten hat, kann ganz einfach selbst zum Hühnerbauer von glücklichen Hennen werden.

Henne mit Kücken

Mit dem richtigen Stall fängt alles an

Steht der Entschluss zur Hühnerhaltung fest, so sollte man sich genaustens über die unterschiedlichen Größen und Beschaffenheiten von Hühnerställen informieren. Schöne und vor allem tierfreundlich gestaltete Hühnerställe kaufen kann man auch gut über das Internet. Eine große Auswahl in allen Größen und Formen steht zur Verfügung. Hier kann man sich dann ganz in Ruhe für den perfekten und passenden Stall entscheiden. 

Hühner brauchen Platz. Sie wollen scharren, laufen und sich hinlegen können. Grundsätzlich steht ein wichtiger Punkt im Vordergrund: Der Stall sollte so beschaffen sein, dass er den Hühnern ein tiergerechtes Dasein ermöglicht. Nicht jede Hühnerrasse braucht gleich viel Platz und nicht jedes Huhn legt in gleicher Weise häufig Eier. Wichtig ist – das Huhn muss sich wohl fühlen, denn bekanntlich schmecken nur die Eier von glücklichen Hühnern besonders gut. Gleiches gilt, wenn wir Tiere als Brathähnchen auffüttern mögen.

Hier die wichtigsten Punkte für eine artgerechte und gesunde Hühnerhaltung:

Die unterschiedlichen Hühnerrassen, und davon gibt es reichlich, genauestens studieren. Am besten bei einem erfahrenen Hühnerhalter- oder Bauern erkundigen. Jede Rasse hat einen unterschiedlichen Platzbedarf. Im Zweifelsfalle wähle man ein mittelgroße Rasse.

Wie viele Tiere sollen es denn sein? Auch hier ist es ratsam, einen Experten zu fragen. Denn ein Hahn braucht schon eine gewisse Damen-Truppe, um die er sich kümmern kann. Zu viele Damen könnten dann schon wieder gefährlich werden. Auch, ob man lieber einen Hahn oder gleich zwei anschaffen sollte, muss überlegt werden. Bei manchen Rassen, wie dem Cochin ist es sogar empfehlenswert, nicht mehr als drei Hühner pro Quadratmeter im Stall zu haben. Der Anfänger begeht aber keinen Fehler, wenn er am Anfang vier Junghennen kauft und die, wie oben schon erwähnt von einer mittelgroßen Rasse. Einen Hahn braucht es zunächst nicht.

Je mehr Raum und Platz ein Huhn hat, desto besser. Diese Regel erklärt sich von selbst. Das bezieht sich nicht nur auf den Innenraum, der Stelle, in der die köstlichen Eier "produziert" werden. Ganz besonders das Außengehege sollte so großzügig wie möglich angelegt werden.

Der Standort des Hühnerhauses ist wichtig: Ob man nun selbst Hammer und Nägel in die Hand nimmt, oder ein fertiges Hühnerhaus kauft. Das Haus sollte in einem umzäunten Raum stehen, dann haben die Hühner genügend Auslauf. Die Umzäunung sollte absolut gesichert sein, damit kein Huhn abhanden kommt, oder der Fuchs ein zu leichtes Spiel hat. Wer den Platz hat, kann dem Federvieh natürlich auch einen unbegrenzten Auslauf bieten. Bei dieser extensiven Wirtschaft ist aber mit 20 Prozent Tierverlusten übers Jahr zu rechnen. Das ist kein Problem, wenn jedes Jahr viele Junghennen nachgezogen oder nachgekauft werden. Der Vorteil von unbegrenzten Ausläufen sind die niedrigeren Futterkosten, da sich die Tiere ihr Futter selber suchen. Optimal ist die Kombination von einem geschützten Gehege und einem unbegrenzten Auslauf.

Ausreichend Licht ist ebenfalls sehr wichtig: Hühner, die sie viel im Stall aufhalten und wenig Tageslicht und Sonne abbekommen, werden öfters krank. Am besten plant man beim Bau des Stalles oder beim Aufstellen des fertigen Hühnerstalles ganz genau, wo das Haus stehen soll, wie viel Licht die Hühner bekommen und ob sie vor Wind, Regen, Schnee und Sturm geschützt sind. Denn auch Feuchtigkeit und Kälte machen den Hühner zu schaffen und sie werden krank. Andererseits brauchen unsere Schützlinge im Sommer schattige, kühle Plätze, denn Hitze macht ihnen oft mehr zu schaffen, als Kälte. Noch einmal zusammengefasst: Viel Licht im Stall, der frei von Zugluft ist und sich im Sommer nicht zu sehr aufheizt, ist gut. Nasse Kälte und Zugluft, volle Sonne den ganzen Tag im Sommer und ein stickiger Stall sind schlecht.

Im Haus selbst, sollten die Möglichkeiten zur Eiablage bestens sein. Mit etwas Stroh oder Heu bedeckte Liegeflächen sollten quasi zum Eier legen ermutigen. Bei fertigen Hühnerställen ist es oftmals so, dass man die Eier von der Rückseite aus direkt entnehmen kann.

Gefahren durch natürliche Erzfeinde

Das Huhn steht bei Hühnerhabicht und Fuchs ganz oben auf der Speisekarte. Die Hühner sollten am Abend auf jeden Fall im Stall sein. Der Stall selbst muss so gesichert sein, dass der Fuchs nicht durch Tunnel Buddeln von unten an die Hühner heran kommt.

Besonders der Fuchs ist bekannt für seine Schläue und wird alles daran setzen an seine Delikatessen heranzukommen. Der Hühnerhabicht jagt im Strurzflug. Er sitzt tagsüber beobachtend im Baum und wartet auf seine Gelegenheit. Selbst wenn sich die Hühner unter Tannen verstecken, stürzt er sich in einer atemberaubenden Geschwindigkeit unter die Tanne und versucht sich das Huhn zu holen. Durch seine geringe Flügelspannweite ist es dem Raubvogel möglich, an fast allen Orten und Gegebenheiten zu landen. Netze über's Hühnergehege zu spannen hat schon des Öfteren geholfen.

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