Geranium cantabrigiense 'Harz' Bodendeckerstorchschnabel
Geranium cantabrigiense 'Harz'

Geranien sind überwiegend als Balkonpflanzen bekannt. Die dafür gezüchteten Formen haben ihren Ursprung in Westeuropa und sind nicht winterhart. Was weniger bekannt ist: es gibt aber auch winterharte Gartenformen. Das sind Stauden, die am geeigneten Standort immer wieder gedeien und sich selbständig ausbreiten. Diese Bodendecker-Geranien eignen sich sowohl zur Bepflanzung von Flächen und Böschungen, zur Einfassung von Blumenbeeten, als Begleitpflanzung von Rosen als auch zur Unterpflanzung von Rosenstämmchen.

Bodenansprüche und Pflege

Von den Staudengeranien gibt es viele, verschiedene Arten. Sie unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Ansprüchen an Pflege, Licht- und Standortbeschaffenheit. Da in dieser Beziehung die meisten Fehler gemacht werden, ist das häufig auch der Grund, wenn sie kümmerlich wachsen oder gar eingehen. Deshalb ist eine genaue Information über die speziellen Standortansprüche sehr wichtig. Was alle diese Bodendecker gemeinsam haben, ist ihr Wunsch nach tiefgründigem Boden.

Als Bodendecker geeignete Arten, Schatten

Geranium macrorrhizum Balkan-StorchschnabelGeranium macrorrhizum, Balkan-Storchschnabel: Dies ist einem heimische Staude, die von den Alpen bis in den Balkan zu finden ist. Diese Art wächst im Schatten und Halbschatten und verträgt sogar den Wurzeldruck großer Bäume!

  • Höhe bis 40 cm
  • treibt Ausläufer
  • längsrundliche Blätter, 6 bis 10 cm breit
  • kann auch halbschattig und schattig stehen

Geranium wallichianum, Himalaja-Storchschnabel: Mit violettroten bis blauen, "nach oben blickenden" Blüten, die im Sommer blühen. Sorten, wie Geranium wallichianum 'Rozanne' sind oft regelrechte Dauerblüher.

  • um die 20 cm hoch
  • breitet sich stark aus
  • nierenförmige, 3 – 5teilige Blätter

Geranium x oxonianum 'Phoebe Noble'Geranium x cantabrigiense, Bodendecker-Storchschnabel: Diese sehr robuste und gesunde Form ist ein Kreuzung aus G. macrorrhizum X G. dalmaticum. Im Verleich zu anderen Staudenpelargonien bleibt sie relativ niedrig. Es gibt viele Sorten, die sehr reich blühen und im Winter weitgehend grün bleiben.

  • Höhe bis 20 cm
  • ausläuferbildend, gut bodendeckend
  • für Sonne und Halbschatten

Heute gibt es viele neue Hybridsorten zum Beispiel Geranium Hybride 'Sue Crug' oder 'Phoebe Noble' mit sehr schönen Blütenzeichnungen (G. x oxonianum). Diese werden manchmal bis zu 50 cm hoch und gedeihen in Sonne und Schatten.

Nur für sonnige Plätze

Geranium endressii, Pyrenäen-Storchschnabel: Eine Teppichpflanze mit hellem Grün und langgestielten Blättern. Die besonders schönen Blüten, die man sich ruhig einmal aus der Nähe betrachten kann, erscheinen im Mai und Juni. Danach sollte man die wiesenartige Pflanzenfläche zurückschneiden, in dessen Folge sich die Bodendecke sehr gut regeneriert und nochmals blüht.

  • Höhe 30 cm
  • treibt Ausläufer, selbstaussamend
  • etwa 10 cm breite, fünfteilige Blätter

Geranium sanguineum 'Max Frei'Geranium sanguineum, Blut-Storchschnabel: Das ist eine heimische, trockenheitsverträgliche Art. Es gibt von ihr viele Abarten und Sorten. 'Nanum' ist beispielsweise fast kriechend. Ebenso fast kriechend ist G. sanguineum var. prostratum mit rosa Blüten und dunkel Adern darin.

  • je nach Sorte 10 – 30 cm hoch
  • breitet sich aus
  • 5teilige, fingerförmige Blätter