Wurmfarn
Einfache, aber wirkungsvolle Bepflanzung.

Der "Heimische Wurmfarn" Dryopteris filix-mas, (Gemeiner Wurmfarn, Männerfarn) ist in den Wäldern und Gärten das am häufigsten anzutreffende Farnkraut.  Als Zierpflanze verwendet hat es sowohl Vor- als auch Nachteile.

Um gleich auf den Nachteil zu kommen: Der Wurmfarn kann zuweilen stark wuchern. Schnell fasst er zum Beispiel in Buchsbaumhecken Fuß, und wenn man ihn dort nicht frühzeitig beseitigt, dann macht es schon etwas Mühe, ihn dort wieder herauszubekommen.

Gemeiner Wurmfarn, Dryopteris filix-masWas oben beschrieben als Nachteil erscheint, dass kann natürlich auch ein Vorteil sein. Oft hat man Gartenplätze, wo kaum etwas wächst. Besonders trockene Stücken, die im Wurzelbereich große Bäume liegen, kannst du noch mit dem Wurmfarn begrünen und interessant gestalten. Mit dem Wurmfarn können in Parkanlagen weite Flächen begrünt werden, die zudem das Laub hoher Bäume schlucken. Das verrottete Laub unterdrückt aufkeimende Unkräuter und wird im Verbund mit dem Farn zu absolut pflegeleichten Flächen.

Weiterhin wächst der Farn auch auf steinigen Böden, die kaum über eine Humusschicht verfügen; Trockenmauern im Schatten können mit dem Farn begrünt werden und man wird kaum eine bessere Pflanzenart für diese Zwecke finden. Zwar verträgt der heimische Farn viel Trockenheit, doch auch feuchte Böden machen im nichts aus. Das Kraut ist auch eine ideale Uferpflanze. Wer naturnahe oder waldartige Gärten liebt, der hat mit Dryopteris filix-mas gutes Pflanzenmaterial.

Wer mit Farnen den Garten gestalten will, der wird oft mit dieser einfachen aber sehr robusten Pflanze mehr Glück haben, als mit einem exotischen Farn, der jahrelang dahinkümmert und trotz Pflege nicht wachsen will.

Wurmfarn kann man in jeder Staudengärtnerei kaufen. Aber kam kann ihn auch selber vermehren, was durch Teilung recht einfach möglich ist. In alten Gärten oder auf Friedhöfen säen sie sich (durch Sporen) oft selber aus.