Matteuccia struthiopteris Straußenfarn
Trichterfarn mit trichterförmigen Habitus.

Der Straußenfarn (Straußfarn), Matteuccia struthiopteris ist ein wüchsiger, sehr gesund wirkender Farn, der in größeren Gärten und Parkanlagen wirkungsvoll verwendet werden kann. In der Natur ist es eine schützenswerte Art. Deshalb sollte er viel gepflanzt werden (vom Gärtner gekauft), wenn es gestalterisch ins Bild passt.

Der Farn wird auf einem geeigneten Standort bis zu 1,2 Meter hoch und ist die ideale Unterpflanzung für Bäume in Parkanlagen oder parkartige Gärten. Was auf kleinen Flächen mit sogenannten Bodendeckern bewerkstelligt werden kann, das schafft man auf großen Flächen mit diesem Farnkraut. Man schafft grüne, pflegeleichte, Laub schluckende Flächenbegrünungen.

Optimaler Standort

FarnschluchtMatteuccia struthiopteris wünscht leicht feuchte Böden im Halbschatten oder Schatten. Optimal ist es, wenn man ihn auf einen Boden pflanzt, der leicht sauer ist. Normale Gartenböden werden in der Regel gut vertragen. Matteuccia struthiopteris breitet sich durch unterirdische Ausläufer aus.

Verwendung

Aus der Nähe betrachtet hat man zwar interessante Blättertrichter vor sich, doch eigentlich wirkt eine Bepflanzung aus Straußenfarn mehr aus der Ferne. Diese Wirkung betrifft vor allem das gesunde Grün im Sommer, das in schattigen Gartenecken oft fehlt. Das Farnkraut hat eine besonders schöne Wirkung, wenn es am Hang steht. Weil man diese Voraussetzung aber im Garten eher selten findet, und es auch nicht ratsam ist, Hänge und Hügel nachzugestalten, rate ich dazu, abgesenkte Bereiche zu schaffen.

Eine "Farnschlucht" anlegen - Hohlweg

Ein schönes Gestaltungsmotiv, bei dem auch Farne zum Einsatz kommen können, sind Hohlwege, wie auf diesem romantischen Foto zu sehen ist. Das Bild der "Farnschlucht", in der viele Straußenfarne gepflanzt wurden, entstand in einem botanischen Garten.

Essbarer Gemüsefarn

Die noch zusammengerollten Triebspitzen des Straußenfarn (Straußfarn), Matteuccia struthiopteris, welche im Frühjahr sprießen, sind in Kanada (Fiddlehead Ferns) und Japan eine Delikatesse. Allerdings dürfen die Spitzen, ähnlich wie Bohnen, nicht roh gegessen werden. Man erntet maximal die Hälfte gerollter Farnspitzen pro Pflanze meist 3 Stück. Man kann die Spitzen für den späteren Gebrauch einfrosten. Dafür wird das Farngemüse 2 Minuten lang blanchiert und in eisgekühltem Wasser abgeschreckt.