Heilpflanze Erdbeere
Erdbeere

Erdbeere, Fragaria vesca: Im alten Volksglauben standen Erdbeeren immer in enger Beziehung zur Fruchtbarkeitsgöttin Freya und waren fester Bestandteil in Liebesmahlen. Die getrockneten Blätter dienten als Glücksbringer besonders für schwangere Frauen. Die mehrjährige Pflanze wächst als Rosettenstaude und bildet lange Ausläufer, aus denen neue Pflänzchen wachsen.

Sie trägt dreizählige, gezähnte Blätter, weiße Blüten mit fünf Kronblättern und süße rote Scheinfrüchte, die eigentlichen Früchte sind die kleinen Nüsschen (die charakteristischen Punkte auf der Erdbeere). Die Erdbeere blüht im Mai und Juni, in dieser Zeit werden die Blätter gesammelt. Die süßen Beeren leuchten uns oft im Sommer aus den Wiesen von Laub- und Mischwäldern entgegen. Doch auch in lichten Nadelforsten, auf Kahlschlägen und Waldwegen sind sie zu finden.

Volksnamen: Ardbeere, Besingkraut, Erbel, Ihrbeer, Knickbeere, Rotbeer, Waldbeere

Heilwirkung

Die Scheinfrüchte zeichnen sich durch ihren hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus. Die in den Blättern enthaltenen Gerbstoffe wirken harntreibend und adstringierend. Sie werden bei Magen-Darm-Erkrankungen (vor allem Durchfall) und Entzündungen im Mund angewandt. Die frischen Früchte können aufgrund ihrer kühlenden und harntreibenden Eigenschaften Diäten bei Gicht, Tuberkulose und Arthritis unterstützen.

Für einen Tee überbrühe man einen Teelöffel getrockneter Blätter oder 1,5 g der Wurzeln mit 150 ml Wasser und seihe das ganze nach 5 – 10 Minuten ab. Für ein Gurgelmittel erhitze man 5 g Wurzeln in einem Liter Wasser, lasse es eine halbe Stunde kochen und seihe es dann ab.

Achtung: Manche Menschen reagieren allergisch auf die Früchte. Auch Verdauungsschwache und Zuckerkranke sollten sie meiden. Menschen mit der Blutgruppe 0 sollen laut einer Quelle nichts von dem Tee trinken.

Die Erdbeere wächst in Wäldern, auf Hügeln und blüht im Mai, Juni. Sie reift im Juni bis Juli.

Anwendung: gegen Unterleibsstockungen, Gicht, Blasen- und Nierenleiden, Gelbsucht, Halsgeschwüre und Steinkrankheiten angewendet. 5 Gramm auf ½ Liter kochendes Wasser gebraucht.


Literatur & Quellen: Bild und Zitat nach historischer Buchvorlage: Brunnfels, O. / Pfeffermann / Gleitsmann, E.: Das Buch der Kräuter, Verlag Urbania-Gesellschaft, Dresden, um 1920