Hakonechloa macra 'Aureola' Japanisches Berggras
Hakonechloa macra 'Aureola'

Der Beschreibung dieses Grases (seltener auch Japan-Zwergschilf genannt) habe ich besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet, da es vor allem in gestalterischer Hinsicht ein besonderes Ziergras ist. Was die Standortbedingungen betrifft, so sind diese schnell genannt: Das Japanische Waldgras mag keinen Kalkboden. Ansonsten wächst es fast ohne Pflege in Sonne, Halbschatten und Schatten.

Die panaschierten Sorten nimmt man nicht in voller Sonne, da dort die Färbung fade wird. Überhaupt wirken die hellgrünen und zweifarbigen Sorten sehr freundlich. So sollten sie am besten an überschatteten Gartenplätzen gepflanzt werden.

Hangbepflanzung mit dem japanischem BerggrasHakonechloa macra wird etwa 40 bis 60 cm hoch. Doch was die Höhe betrifft, so ist das so eine Sache, denn das Gras neigt dazu, stark überzuhängen. Dadurch kommt das Gewächs, was seinen Habitus betrifft, auf ebenen Flächen gar nicht besonders gut zur Geltung. Besser wirkt es an Böschungen und an allen geneigten hügelartigen Standorten.

Nur als einzelnes Exemplar in einer Staudenpflanzung mag es nicht so richtig wirken. Besser ist es, wenn das Waldgras in Mengen als Leitpflanzung (sog. Strukturpflanze) in einer Anlage genommen wird. Oder man bepflanzt damit bodendeckend ganze Flächen, Böschungen oder Hügel. Damit bekommt man dann sogar diese, von den Japanern geliebte, ruhige und melancholische Wirkung in die Gartengestaltung.

Überhaupt haben ja die Japaner einen Hang zur Melancholie in ihrer Gartenkunst, Malerei und heutzutage besonders auch in der Filmkunst. Ein schöner Film, der diese besagten Berggraswiesen thematisiert ist "Naokos Lächeln", Regisseurs Trần Anh Hùng (2010) nach dem gleichnamigen Roman von Haruki Murakami. – Aber das nur am Rande.

Auf jeden Fall haben wir mit dem besagtem Waldgras ein Mittel für diese Art der Gartengestaltung, die allerdings neben diesen schwermütigen Gestaltungsmomenten auch das Heitere kennt und sie gern explizit dem Vorgenannten als Kontrast entgegensetzt. Im fernen Osten nennt man diesen Gestaltungskontrast "das Heitere und das Bedrohliche". Beziehungsweise haben die Pflanzen selber beide Seiten dieses Melancholischen und Heiteren in sich, ähnlich den Trauerbirken. Das Gras besitzt die überhängende Trauerform, doch von der Färbung her wirkt es aufhellend und freundlich.

Farbliche Wirkung der Sorten

Hakonechloa macra 'Albostriata'Natürlich bringen vor allem die gelbblättrigen Sorten farbliche Kontraste in den Garten.

  • Hakonechloa macra – die einfache, grünblättrige Form
  • Hakonechloa macra 'Aureola’ – wohl die am meisten verwendete Sorte; gelb-grün panaschiert
  • 'Albo Striata' (Albostriata) – grün und gelbweiß panaschiert; aber mehr grün; im Sommer blühend
  • 'All Gold' – nicht zweifarbig; aber sehr schöne, gelbgrüne Blätter
  • 'Beni Kazi' – grün, mit karminroten Blättern durchsetzt
  • 'Nicholas' – fast kupferrote Blätter