Rasen im Vorgarten
Minimalistisch gestalteter Vorgarten

Eine zurückhaltende Rasenfläche im Vorgarten betont die klaren Linien der Architektur. Die gepflegte grüne Flächen kann in dem Fall als gestalterisches Mittel eingesetzt werden. Doch ich neige zu der Empfehlung, Rasen nur dort einzusetzen, wo die Nutzung der jeweiligen Gartenräume dies funktional begründet.

Zweck

Zierrasen mit RundlampeEs wird zwar oft von Zierrasen gesprochen, doch in den meisten Fällen ist es mehr eine Nutz- und weniger eine Zierfläche. Nur wenn sich eine Grasfläche vor Rosen- und Blumenrabatten befindet, hat sie lediglich zierenden Charakter. Zugleich erfüllt sie den Zweck, einen frischgrünen Kontrast zu den Blüten zu bilden.

Ansonsten wird Rasen auf Flächen angelegt, die begangen oder für Sport und Spiel genutzt werden: Fußballrasen, Golfplatz, Liegewiese oder der Mehrzweckrasen im Familiengarten. In Parks oder großen Gärten kann er auch als grüne Wege genutzt werden.

Für Flächen, die nicht betreten werden, schlage ich vor, eher eine Art Blumenwiese anzulegen.

Große, zusammenhängende Flächen anlegen

RasenwegeAus gestalterischer und auch aus praktischer Sicht ist es sinnvoll, die Flächen im Hausgarten zusammenhängend anzulegen. Dies ist dem Auge angenehmer. Aber auch für die Pflegearbeiten mit dem Mäher ist es einfacher zu handhaben, ganz besonders wenn ein Aufsitzmäher zum Einsatz kommt.
Dabei können durchaus einige Bereiche mehr als Rasenweg angelegt werden.

Wenn genügend Platz vorhanden ist, dann darf man auf größeren Flächen durchaus auch einmal von dem absolut ebenen Niveau abgehen. Dafür sollte man aber keine flachen Hügel aufschütten, sondern eher einen bestimmten Bereich minimal absenken (Senkgarten). Das ist nicht nur optisch wirkungsvoller, sondern hat auch den Vorteil, dass im Gegensatz zum Rasenhügel die Senke nicht so schnell austrocknet. Bleibt eine Grasfläche längere Zeit trocken, dann breitet sich dort schnell Klee aus.

Rasen anlegen

Pflasterschnur zwischen Rasen und WegAuf die gärtnerischen Arbeiten gehe ich an anderer Stelle ein. Hier will ich darauf hinweisen, dass Steinkanten, die die Grasfläche einfassen sollen, so zum Einsatz kommen müssen, dass sie später nicht zum Problem für den Rasenmäher werden.

Man entscheide sich also für flache Außenkanten, wie etwa für eine "Pflasterschnur", das ist eine auf Flächenniveau verlegte Pflastersteinreihe (Natur- oder Betonstein). Diese Steine werden in ein flaches Fundament aus magerem Beton (15 cm Landschaftsbau-Beton) verlegt. Das ist besonders wichtig. Werden Platten und Steine nur in die Erde verlegt, sieht das nur anfangs schön aus. Mit der Zeit verändert sich der Untergrund an manchen Stellen etwas, und die Steine und Platten sinken ab oder kippen nach einer Seite. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern behindert unter Umständen auch das Rasenmähen, bzw. beschädigt die Mähblätter.

Aus gestalterischen Gründen sollte man diese flachen Mähkanten im Garten einheitlich gestalten.