Eiche an der Straße bei RosenowBewahre das Gedenken an Theodor Körner!
Bewahre das Gedenken an Theodor Körner!

Ein wunderschönes Gedicht von dem deutschen Freiheitskämpfer Theodor Körner, welches später von Karl Follen vertont wurde und so zum Gut deutscher Volkslieder wurde. Ich weiß nicht, ob wir heute noch den Wert der Körner-Gedichte in ihrer Tiefe begreifen – 200 Jahre nach seinem Tode und in einem politischen Konstrukt lebend, das weit entfernt von Carl Theodor Körners Visionen steht, für die er mit seinem Leben einstand.

"Körners Bedeutung liegt einmal in dem lauteren, echten Adel seiner Gesinnung, in der feurigen, hinreißenden Glut seines Patriotismus und in der mannhaften Tat, mit welcher er zum freiwilligen Opfertode für die höchsten Güter seines Volkes einstand. Andere Tausende folgten mit gleicher Begeisterung dem Rufe zu den Fahnen, aber nur Wenige haben so viel geopfert und verlassen wie von Theodoer Körner geopfert und verlassen wurde. Das ist seine Bedeutung als deutscher Mann, als deutscher Patriot." Thaddäus Lau, 1862

Abend wird's, des Tages Stimmen schweigen,
Röter strahlt der Sonne letztes Glühn;
Und hier sitz ich unter euren Zweigen,
Und das Herz ist mir so voll, so kühn!
Alter Zeiten alle treue Zeugen,
Schmückt euch doch des Lebens frisches Grün,
Und der Vorwelt kräftige Gestalten
Sind uns noch in treuer Pracht erhalten.

Viel des Edlen hat die Zeit zertrümmert,
Viel des Schönen starb den frühen Tod;
Durch die reichen Blätterkränze schimmert
Seinen Abschied dort das Abendrot.
Doch, um das Verhängnis unbekümmert,
Hat vergebens euch die Zeit bedroht,
Und es ruft mir aus der Zweige Wehen:
Alles Große muß im Tod bestehen.

Und ihr habt bestanden! Unter allen
Grünt ihr frisch und kühn mit starkem Mut.
Wohl kein Pilger wird vorüberwallen,
Der in eurem Schatten nicht geruht.
Und wenn herbstlich eure Blätter fallen,
Tot auch sind sie euch ein köstlich Gut;
Denn verwesend werden eure Kinder
Eurer nächsten Frühlingspracht Begründer.

Schönes Bild von alter deutscher Treue,
Wie sie bessre Zeiten angeschaut,
Wo in freudig kühner Todesweihe
Bürger ihre Staaten festgebaut.
Ach, wie hilft's, daß ich den Schmerz erneue?
Sind doch alle diesem Schmerz vertraut!
Deutsches Volk, du herrlichstes von allen,
Deine Eichen stehn, du bist gefallen.


Carl Theodor Körner, geboren am 23. September 1791 in Dresden; gestorben nach schwerer Verwundung am 26. August 1813 im Forst Rosenow.

Der Georgplatz in Dresden, derehemalige Dohnaischer Platz mit dem Körnerdenkmal.
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Carl Theodor Körner, geb. 23. September 1791 in Dresden; gest. 26. August 1813 im Forst Rosenow.
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Theodor Körner bei einem Gefecht mit Württembergischen Truppen im Forst von Rosenow bei Gadebusch.
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