Selbstversorgergarten 100 QuadratmeterDiese Anbaufläche besitzt etwa 100 Quadratmeter.
Diese Anbaufläche besitzt etwa 100 Quadratmeter.

Die Angaben zur optimale Größe unseres Obst- und Gemüsegartens basieren auf klaren Kennzahlen. Egal wie groß unser Grundstück ist, eine Fläche von 300 bis 400 Quadratmetern sollte für den Obst- und Gemüseanbau vorgesehen werden. Davon benötigen wir 100 (10 x 10 m²) bis 200 Quadratmeter für Gemüseland. Dieses sollte frei liegen sich und nicht im Wurzel- und Schattenbereich von Obstbäumen und -büschen befinden. Die Fläche für das Gemüse sollte den besten Boden bekommen. Viele Selbstversorger meinen, eine weitaus größere Fläche zu benötigen, weil dieses Denken auf Überlieferungen zurückgeht, die Gartengrößen von vor über hundert Jahren für eine autarke Lebensweise für unabdingbar halten. Doch Anbauflächen von 500 oder 1000 Quadratmetern, abgesehen von Streuobstwiesen, gehen auf meist etwas verklärte Zeiten zurück und sind meiner Meinung nach auf die heutige Zeit nicht übertragbar.

Rückblick ins 19. Jahrhundert

Dafür gehen wir zunächst 150 Jahre in die Vergangenheit. Das ist übrigens auch genau die Zeit unserer kollektiven Erinnerung, die in Bezug auf die Selbstversorgung etwas idealisiert wahrgenommen wird. Ein ganz wichtiger Unterschied von heute zu damals ist aber beispielsweise der, dass früher mehr an Arbeitskraft für den Hausgarten zur Verfügung stand. Ein zweiter Aspekt ist der, dass es damals üblich war, einen Großteil der Nahrungsmittel, die täglich benötigt wurden, selbst zu produzieren – zumindest im ländlichen und kleinstädtischen Raum.

Dafür brauchte es aber eine ausreichend große Anbaufläche und die nötigen Arbeitskräfte. Um eine mittelständische Familie zu versorgen, war nicht selten ein 1000 oder gar 2000 Quadratmeter großer Nutzgarten vonnöten. In diesem Zusammenhang ist aber zu beachten, dass die Familienzusammensetzung häufig noch eine andere war als heute. Eltern und nicht selten auch Großeltern wohnten mit auf dem Grundstück oder in der Nähe. Bei Arbeitsspitzen half man sich gegenseitig aus und zog Hausangestellte [1] oder Lohnkräfte mit heran.

Doch die Verhältnisse haben sich grundlegend geändert. Die meisten von denen, die sich heutzutage mit dem Gedanken tragen oder schon begonnen haben, einen Gemüsegarten zu bewirtschaften, sind allein oder zu zweit, idealerweise im Verbund einer Gemeinschaft. In der Familie müssen in der Regel beide Partner arbeiten gehen, meist mit hundert Prozent Anstellung und zeitraubenden Arbeitswegen.

So reduzieren sich Zeit und Kraft für den Garten auf ein sehr geringes Maß, und deshalb können wir alte Konzepte der Selbstversorgung nicht so einfach übernehmen. Der oben erwähnte Gemüsegarten war schon ein kleiner Bauernacker (10 Ar), und zusätzlich gab es oft noch eine Obstbaumwiese und die obligatorische Kleintierhaltung.

Wenn wir bedenken, dass die Erzeugnisse des Gartens klassisch nur durch Handarbeit geschöpft werden konnten (im Gegensatz zum Landbau), dann ist ein Hausgarten früherer Größe mehr als eine hundertprozentige Arbeitsstelle und beschäftigt eine Person in Spitzenzeiten mehr als acht Stunden pro Tag. Aus praktischen und politischen Gründen ging der Mann einer bezahlten Arbeit nach, und die Frau verwaltete bzw. bearbeitete Haus und Garten, mit Unterstützung der besagten Hausangestellten, und war damit "Gärtnerin und Chefin im Eigenbetrieb".

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Die frühere staatliche Förderung der Selbstversorgung

Des Weiteren ist erwähnenswert, dass es Zeiten gab, wo die Selbstversorgung der Bürger staatlich gefördert wurde. Auch hierin mag unsere idealisierte Idee vom eigenen Heim, Hof und Garten ihren Ursprung haben.

Ende des 19. Jahrhunderts protegierte nämlich der preußische Staat, um die Versorgung seiner Bürger im Alter zu verbessern, sogenannte Siedlergrundstücke. Der "Siedler" konnte günstig, und von öffentlicher Hand gefördert, ein optimal dimensioniertes Wohneigentum mit gutem Gartenland erwerben. Ausgangspunkt dafür waren die Preußischen Rentengesetze von 1890/1891 [2], mit denen man den Gedanken verfolgte, dass Heim und Garten zusammen mit einer Altersrente bis ins hohe Alter einen ausreichenden Lebensstandard gewährleisten sollten. In die gleiche Richtung wies ursprünglich auch das Konzept der europäischen Gartenstadtbewegung. Dort ging es in erster Linie nicht um das Wohnen in grüner Umgebung, sondern um die mögliche Eigenversorgung. Die Idee, die menschliche Daseinsvorsorge frei von spekulativen Geschäftsmodellen zu organisieren und die Bürger weitgehend autark zu stellen, ist damals wie heute der Grundgedanke der Selbstversorgung. Viele denken diesbezüglich aber eher an selbst produziertes Biogemüse, einen Permakulturgarten, an Klimaschutz oder ähnliche Dinge. Ich hingegen sehe Haus und Garten immer noch im Sinne der Siedlerbewegung als einen geeigneten Lebensraum des Menschen, der die tägliche Sorge um Einkommen und späteres Auskommen stark relativiert. Ein Mensch, der verinnerlicht hat, dass er sich selber recht gut ernähren und versorgen kann, sieht das heute übliche und laute Weltgetöse eher gelassen.

Doch zurück zu den oben erwähnten Siedlergrundstücken. Nicht ohne Grund erwähnte ich deren optimale Dimension bezogen auf das Haus und natürlich gleichsam auch auf die Größe des Grundstückes sowie auf Wohn- und Wirtschaftsgarten. Hier muss Ausgewogenheit herrschen, und das ist ein Hauptpunkt, der bei unserem Selbstversorgungskonzept allererste Beachtung finden muss. Unausgewogenheit kann so manches, schwungvoll angegangene Konzept kippen, und es war wohl auch ein Grund dafür, dass sich manche dieser alten Ideen nie so richtig durchgesetzt haben. Ich rate deshalb zu dem alten preußischen Grundsatz:

Plane und gestalte deinen Selbstversorgungshaushalt so, dass du ihn noch im Alter leicht bewirtschaften kannst.

Die optimale Größe eines heutigen Nutz- und Kleingartens

Konnte man früher die Größe des Hausgartens einfach damit berechnen, was man das Jahr über an Obst, Gemüse und Kräutern brauchte, so beschränkt heutzutage unsere zur Verfügung stehende Zeit und Arbeitskraft die Größe des Nutzgartens. Bei dieser Thematik rate ich, auf die Experten zu hören, die sich bereits seit den 1950er Jahren damit erschöpfend befasst haben. Den folgenden Ausführungen, die Horst Koehler [3] in dieser Zeit publizierte, ist deshalb nichts Weiteres hinzuzufügen (Text leicht verändert): "Wir sollten anfangs 100 bis 200 Quadratmeter [4] Gemüseland bebauen, und es wird sich zeigen, dass uns diese Fläche voll und ganz in Anspruch nehmen wird. Es werden für Anbau und Pflege täglich mehrere Stunden gebraucht, um sie im Verlauf einiger Jahre in den Zustand zu bringen, der es uns nun erlaubt, sie auszudehnen." Koehler führt nun weiter aus, dass die Gesamtfläche des Nutzgartens samt Gartenhaus und Kompostplatz mit 300 bis 400 Quadratmetern die brauchbarste Größe darstellt. Und auch aus eigener Erfahrung rate ich jedem Hobby-Selbstversorger, diese Zahlen für feststehend anzusehen. Des Weiteren ist die rechteckige Form die geeignetste, idealerweise in den Abmessungen von 16 mal 25 Metern (ergibt 400 m²). Das ist das anzustrebende Optimum. Teile den Nutzgarten möglichst in zwei klar getrennte Bereiche – einen Obst- und einen Intensiv-Gemüsegarten, denn die Überschattung der Anbaufläche durch Bäume und Sträucher beeinträchtigt das Anbauland für Gemüse signifikant.

Beim Obst gründlich aufräumen!

Äpfel und andere alte, vorhandene Obstgehölze sind eine guter Grundstock, aber nur wenn sie gute Sorten tragen. Mit der Neupflanzung von besseren Obstbäumen und -sträuchern sollte man nicht zu lange warten, da sie erst nach zwei bis drei Jahren ordentlich tragen. Bei vorhandenen Obstgehölzen musst du prüfen, ob es (z.B. bei Äpfeln oder Birnen) sich um Sommer-, Herbst- oder Wintersorten oder – wie bei Beerenobst – um frühe oder späte Sorten handelt. Überlege, ob es effektiv ist, diese Sorten so zu belassen. Es bringt zum Beispiel nichts, wenn du keinen Platz zur Winterobstlagerung hast und Unmengen von Winteräpfeln erntest oder wenn dein Beerenobst gerade zur Urlaubszeit reif wird, wenn du nicht zu Hause bist. Und es gilt immer der Grundsatz: besser wenige und effektive Obstarten und -sorten als viele wertlose Nutzgehölze! Was unnütz ist, das wird gerodet.

Hühnerhaltung einplanen?!

Von der früher sehr rentablen Kleintierhaltung (Hühner, Enten, Ziegen, Schweine) aus Urgroßmutters Zeiten ist eigentlich nur die Geflügelhaltung übrig geblieben, mal abgesehen von hobbymäßiger Kleintierzucht. Doch die Hühnerhaltung ist auch heute noch äußerst lohnend [5].

Wenn es möglich ist, sollten wir vor allem Hühner in unser Konzept integrieren. Deren Freiraum muss dann dem obigen Flächenmaß zugeschlagen werden. Fehlt der Platz dazu, würde ich sogar ein Stück von der Gemüseanbaufläche abgeben. Oft ist das aber gar nicht nötig, denn das Besondere an den Hühnerhaltung ist, dass wir für den Gartenbau ungeeignetes Land (z.B. schattige oder karge Bereiche, Hänge, Splitterflächen) mit diesen emsig futtersuchenden Tieren bewirtschaften können. Oder wir nutzen den Teil des Gartens, der mit Obstgehölzen bestanden ist, um dem Federvieh Auslauf zu gewähren. Im Gegenzug düngen sie die Bäume und Sträucher moderat und stetig. Auch kann man die Geflügelhaltung mit dem Anbau von wertvollem Kaminholz verbinden. In meinem Garten habe ich eine ungenutzte Hangfläche mit Weiden, Eschen und Robinien bepflanzt, um in absehbarer Zeit Feuerholz zu gewinnen. In diesem kleinen Stück Waldgarten können meine Hühner rennen, picken und nach Herzenslust scharren. Quasi als Nebeneffekt liefern die Robinien meinen Bienen wertvolle Nahrung und bereiten mir damit unvergleichlichen Honiggenuss. Deshalb sollte auch die Bienenhaltung in einem Selbstversorgergarten keine Utopie sein.

Die Robinie (Robinia pseudoacacia, Baum des Jahres 2020) ist zwar kein heimisches Gehölz, dafür liefert sie im Frühsommer aber Nektar für den beliebten flüssigen Akazienhonig in Massen. Wer keine Bienen hat, kann die Blüten auch selber zu Akaziensirup verarbeiten. Als Schmetterlingsblütler sind Robinien zudem in der Lage, Luftstickstoff im Boden zu binden. Sie gedeihen auf trockensten und kärglichsten Böden, und einen Hang schützen sie mit ihren Wurzeln vor Erosion. Das schnellwachsende Hartholz kann zu haltbaren Pflöcken verarbeitet werden. Als Spaltholz liefert es zudem sehr langlebige Zaunlatten, welche keinerlei Oberflächenbehandlung bedürfen. Nicht zuletzt ist es ein nachwachsender Rohstoff, und als Kaminholz zeichnet es sich mit einem hohen Brennwert aus.

Doch kommen wir nun wieder zurück auf die Thematik der Hühnerhaltung in Bezug auf die Grundstücksgröße. Ein zu großes Areal, selbst mit gutem Gartenland versehen, kann eine Last für den Besitzer sein. Also nutzen wir nur das, was wir ohne Not pflegen können. Den Rest geben wir den Hühnern zur extensiven Bewirtschaftung. Wir umzäunen die entsprechende Fläche und können sie beispielsweise noch hainartig mit Walnussbäumen (Edelsorten) und Hochstammobst bepflanzen. Und dann überlassen wir es den Tieren, ihr Areal zu pflegen, was bedeutet, dass sie es recht gut frei von Unkraut halten und die Bäume durch ihre Ausscheidungen düngen. Wie intensiv die Fläche dann von den Hühnern genutzt wird, hängt sowohl von der Größe des Areals als auch von der Anzahl der Tiere ab. Meine ersten Hennen, mit denen ich meine Geflügelzucht vor Jahren begann, kaufte ich bei einem solchen Grundstücksbesitzer. Ihm war es von Nutzen, und das Federvieh lebte im Hühnerparadies – die freie Vermehrung mit eingeschlossen. Und übrigens: Der Arbeitsaufwand für die Haltung von 20 oder 30 Hennen ist nicht viel größer als der von fünf Tieren.

Mehr Gemüse anbauen. Spargel pflanzen!

Viele der Gartenanfänger wollen mit ihrem Eigenanbau vor allem das Angebot aus dem Supermarkt ergänzen. Sie bauen überwiegend Beeren, Stein- und Kernobst an, da die meisten Obstsorten für den Handel unausgereift geerntet werden und wenig Geschmack und Inhaltsstoffe besitzen. Aus diesem Grunde wird in den Kleingärten verhältnismäßig viel Obst produziert.

Wer jedoch auf Selbstversorgung umstellen will, der nutzt den Garten nicht mehr als Ergänzung zum Supermarkt, sondern geht genau in die andere Richtung. Eingekauft wird nur noch, was als Ergänzung zum Angebot des Gartens benötigt wird. Unser Gartennutzungsprizip ist damit vom Kopf auf die Füße gestellt, und wie der Leser sicher schon vermutet, wird unser Hauptaugenmerk dann nicht mehr so stark auf das Obst gelenkt. Nun steht der Gemüseanbau im Mittelpunkt der Betrachtung. Ernährungsphysiologisch ist das Gemüse ohnehin um vieles wichtiger als Obst. Des Weiteren können wir davon ausgehen, dass Gemüsearten, welche lange auf den Beeten stehen, für unseren Körper wertvoller sind, als die schnell gewachsenen. Die Schwarzwurzel ist demzufolge wertvoller als Radieschen, Salat und Zucchini. Bisher beliebte Gemüsearten, die von Kleingärtnern favorisiert wurden, weil sie raschen Erfolg versprechen, gehören nun nur noch am Rande zu unserem Anbaukonzept. Ausgenommen von diesem Prinzip ist der Spargel:

In Sachen Kalorien und Eiweißversorgung ist der Spargel zwar nicht von sehr hohem Wert, doch in seiner Erntezeit kann er das einzige, sicher verfügbare Gemüse für den Selbstversorger sein. Selbstverständlich setzt das eine ausreichend große Anlage im Hausgarten voraus. In meinem Garten sind das ca. zehn Meter Bleich- und drei Meter Grünspargel. Ich ernte pro Saison um die 30 bis 50 Kilogramm von diesem begehrten Gemüse. Diese Menge reicht für den Eigenverbrauch, und um die erwachsenen Kinder zu beschenken. Bei Außenstehenden, die für ihren Spargel mittlerweile beträchtliche Preise bezahlen müssen, weckt das mitunter Begehrlichkeiten. Um den Neider zu beruhigen, sage ich dann immer mit heiterernster Miene, dass ich aus Armutsgründen gezwungen bin, zwei Monate lang jeden Tag Spargel zu essen. Natürlich kommt bei uns das Edelgemüse nicht jeden Tag nur mit Sauce Hollandaise auf den Tisch, denn Spargel allein ist für eine gesunde Ernährung tatsächlich nicht besonders wertvoll. Ergänzend liefert der Garten in dieser Zeit aber reichlich Kräuter, Lauchgemüse, Kohlrabi, Brokkoli, Zuckerschoten und den sogenannten Spargelsalat, dessen kräftige Stängel neben den Blättern essbar sind. Zusammen mit Kartoffeln aus dem Keller, Spargelkartoffeln [6], täglich frischen Eiern und hin und wieder einem Suppenhuhn ist die vollwertige und abwechslungsreiche Küche damit auch in der Spargelzeit garantiert. Ein Fundus an nützlichen Kochrezepten ist dafür natürlich Voraussetzung.


Quellen und Hinweise

[1] Hausangestellte, deren Bezahlung der Hausvater noch durch seinen Beruf erwirtschaften musste und auch konnte. Des Weiteren arbeiteten die Menschen unweit ihrer Wohnung bzw. auf dem eigenen Grundstück (Schmied, Bäcker, Müller). Selbst der Kolonialwarenhändler hatte seinen Laden häufig gleich im eigenen Haus. So fielen weite Wege von und zur Arbeit mit den damit verbundenen Kosten und dem entsprechenden Zeitfaktor weg. So konnte man jede frei Minute am Tage nebenher dem Garten widmen. Und da man sich mehr daheim aufhielt, als heute (weil man z.B. auch weniger verreiste), war genügend Zeit vorhanden, die Hauswirtschaft zu unterhalten.
Bild unten: Gemüsegarten in früheren Dimensionen (nach Boettner)
[2] Es handelt sich um die Preußische Rentengesetze vom 27. Juni 1890 und vom 7. Juli 1891. Hierzu ist zu bemerken, dass damals zahlreiche privat organisierte oder berufsständische Rentenkassen existierten und der preußische Staat nur ergänzend tätig wurde. Zudem konnte ein unbelastetes Grundstück als Rentengut für eine Leibrente zu nutzen war. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 16.; Leipzig 1908; S. 807–808. http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Rentengüter
Man sah das Modell in vielen der deutschen Kleinstaaten als vorbildlich an und es prägte sich der Begriff des „Siedlers“ (vormals Häusler) für den sich selbst versorgenden einfachen Landesbürger.
[3] Horst Koehler; Das praktische Gartenbuch; Lengerich 1955; S. 23
[4] Ich bewirtschafte nicht mehr als 150 Quadratmeter Gemüseland, jedoch in Tiefbeetkultur und ernte in der Regel die doppelte Menge.
[5] Die Hühnerhaltung möchte ich hier explizit erwähnen, denn sie ist wegen ihrer Effizienz für die grundlegende Selbstversorgung absolut ungeschlagen. Die Tiere liefern jeden Tag mit ihren Eiern für uns können selbst auf dem unfruchtbarsten Land oder Ödland leben. Wer Menschen notwendige Eiweiße und Fette mehr als jedes Gemüse und ungenutztes Gartenland hat, aber kein Geflügel halten möchte, der kann auch einen Teich anlegen und eine Teichwirtschaft betreiben. Ein gebauter Naturteich mit Fischen bewirtschaftet ist nach Sepp Holzer im Ertrag pro Quadratmeter rentabler, als ein gleich großes Stück Ackerland. (Holzer, S.; Der Agrar-Rebell; Graz 2004)
[6] Sogenannte Spagelkartoffeln sind Frühkartoffeln, die bei uns aber niemals so früh geerntet werden können, sondern aus wärmeren Ländern stammen.