Lucullus Schnittmangold
Gekraustes Laub der Sorte 'Lukullus'.

Mangold (Beta vulgaris, mit Rüben verwandt): Man kennt ihn – auch unter den Namen "Schnittmangold", "Römischer Kohl", "Beißkohl", "Krautstiel" oder "Blattmangold" – als einen Spinatersatz im Sommer, denn Spinat schießt in den Sommermonaten nur in den Samen. Von diesem Gemüse werden die Blätter wie Spinat und die Rippen wie Spargel und Schwarzwurzeln zubereitet, und so gibt es auch Sorten mit dickeren Blattrippen ("Rippenmangold", "Stielmangold", man pflanzt ihn weiter auseinander) für den zuletzt genannten Gebrauch. Die Blätter können beständig geerntet werden. Nach der Ernte treiben die Pflanzen immer wieder aus.

Mangoldanbau - Für und Wider

Mangold ist frosthart, und man kann ihn auf dem Beet überwintern lassen. So hat man im Frühjahr sehr zeitig frisches Blattgemüse. Allerdings schmeckt der Mangold nicht genau wie Spinat, und Kinder mögen ihn deshalb nicht so gern. Da liegt es nahe, im Frühjahr oder Herbst besser herkömmlichen Spinat anzubauen und im Sommer den Neuseeländer Spinat, der geschmacklich von besserer Qualität ist.

Ziermangold Sorte Bright LightsDer Vorteil der Mangoldkultur im Selbstversorgergarten ist auf der anderen Seite der, dass dieses Gemüse im Anbau unkompliziert, schnellwachsend und robust ist. Die Ansprüche an Boden und Düngung sind gering. So gibt es natürlich auch viele Gartenfreunde, die den Mangold dem Spinat vorziehen. Das Blattgemüse ist auch das ideale Zubrot für Meerschweinchen. "Bunte" Mangoldsorten sind etwas fürs Auge. Die Sorte 'Bright Lights', ein essbarer Ziermangold, wird gern in Blumenrabatten gepflanzt!

Kulturanleitung

Boden: Mangold wächst auf allen Böden. Er liebt düngerreichen, tief gelockerten Boden, doch er bringt auch ohne Düngung seinen Ertrag. Höchstens auf sehr schweren oder sehr leichten Böden ist der Anbau schwierig, und der Boden muss entsprechend aufgearbeitet werden.

Aussaat: Tiefe etwa 2-3cm. Man sät im April in Reihen, später werden die Pflanzen auf 40 cm Abstand verdünnt, falls die Rippen des Mangolds Verwendung finden sollen. Sonst genügen nach meinen Erfahrungen 15-20 cm Abstand.

Pflege: Die Pflege besteht lediglich im häufigen Behacken.

Ernte: Es werden die einzelnen Blätter mit Stiel unter Schonung der Herzblätter abgepflückt. Will man die Blätter als Spinat zubereiten, so werden diese am besten geschnitten, so lange sie jung und zart sind. Die Ernte fällt in den Zeitraum von Juli bis zum Spätherbst (November) und dann noch einmal von März bis Anfang Mai. Spätestens dann werden die Pflanzen untergegraben (als Nachkultur können dann z.B. Bohnen, Tomaten oder Gurken angebaut werden). Überwinterter Mangold wird nur noch im Frühjahr geerntet. Die Kultur sollte dann jedoch erneut erfolgen.

Sorten: Eine Universalsorte ist 'Lukullus', weiterhin sind noch 'Walliser' (ein Stielmangold), 'Bright Lights' (ein verschiedenfarbiger, essbarer Ziermangold) und 'Rhubarb Chard' (mit seinen knallroten Stielen und Blattrippen) zu nennen.

Die Mischkultur ist mit Buschbohnen, Grünkohl, Karotten oder Rüben möglich.

Ertrag: Pro m² etwa 3 kg. (Spinat 1-1,25 kg, Neuseeländer Spinat 3 kg)

Verarbeitung und Kochezepte

Mangold verwendet man für frisch-würzige Salate, gedünstet oder gebraten als Beigemüse oder als Gratin, Quiche, Lasagne, Nudel-Sauce usw.

'Rhubarb Chard', rote Blattadern.
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Stielmangold 'Walliser', ein guter Spinatersatz.
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Beta vulgaris 'Bright lights' mit lechtend gelben Blattadern.
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Besonders zierend: 'Bright lights' mit roten Adern.
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Mangold in Mischkultur mit Grünkohl.
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Beta vulgaris 'Lukullus'.
Beta vulgaris 'Lukullus'.