Hakonechloa macra, Japanisches Berggras
Hakonechloa macra, Japanisches Berggras

Natürlich ist mir klar, dass man zu diesen Gräser-Pflanzungen eigentlich auch Rasen sagen könnte, doch es gibt auch einige Ziergräser, die mehr wie Stauden verwendet werden. So kann man sie durchaus auch an die schattigen Ränder von Rasenflächen pflanzen, wo der gesäte Rasen versagt und die grüne Fläche unter Bäumen nicht abrupt enden soll.

Teppichbildende Schatten-Gräser

Interessant für halbschattige Partien ist das Japan-Berggras (Hakonechloa macra). Dieses Ziergras wird gut 40 cm hoch. Es könnte schon fast als Blattzierstaude bezeichnet werden, denn die Wirkung entsteht durch die leuchtend grüne oder panaschierte Belaubung. Man kann mit dem Japan-Berggras größere Flächen eingrünen, besonders auf halbschattigen Plätzen oder an Hängen. Dieses Gras ist nicht immer grün.

Carex morowii 'Variegata' JapanseggeWer einen immergrünen Bodendecker wünscht, der auch noch dichteren Halbschatten verträgt, der kann dagegen die sehr ähnliche Japansegge Carex morrowii verwenden. Diese Gräser können dichte Bodendeckerschichten bilden und bleiben auch im Winter grün. Die meisten Sorten dieser Art haben panaschierte Blätter, etwa mit grüner Mitte und gelbem oder weißem Rand.

Es gibt auch eine spezielle Bodendeckersorte:
Carex morrowii ssp. foliosissima 'Icedance', die Teppich-Japan-Segge. Sie wird etwa 50 cm hoch und hat außen breite, weiße, ins Gelbliche gehende Streifen.

Es gibt auch einige dieser Seggen speziell für den Vollschatten:

Luzula sylvatica WaldmarpelCarex hachijoensis 'Evergold', sie zählt auch als Japansegge. Die Blätter sind grün-weiß gestreift (Außenrand grün), doch im Winter sterben die Blätter ab (nicht überall frosthart), sie trocknen ein und werden vom neuen Austrieb überdeckt. Man schneidet also das alte Laub nicht ab. Höhe etwa 30 cm. Pro m² benötigt man 5-7 Pflanzen.

In der grünen Blattfarbe vielleicht etwas matter, dafür aber immergrün ist Carex umbrosa, die Schatten-Segge (C. longifolia). Sie wird bis 20 cm hoch und zählt zu den heimischen Pflanzen.

Ebenfalls eine heimische Gräserart und guter Bodendecker im Halb- und Totalschatten ist Luzula sylvatica, die Waldmarbel. Sie verwendet man vor allem dort, wo neben Schatten auch noch Trockenheit herrscht.