Konischer Heckenschnitt
Konischer Heckenschnitt nach Lehrbuch.

In den Lehrbüchern wird von alters her gefordert, Hecken – besonders Koniferen – konisch zu schneiden (also abgeschrägt unten breiter als oben), damit diese am Fuß nicht kahl werden. Durch die abgeschrägten Seiten bekommen sie dann bis zum Fuß ordentlich Licht und bleiben bis unten grün. Allerdings finde ich diese konisch geschnittenen Hecken nicht besonders "sexy".

In der Praxis findet man auch kaum diese Heckenform. Außerdem ist es doch auch nicht so schlimm, wenn dann doch mal eine Hecke untenherum etwas kahl wird - oder? Man kann dieses Problem natürlich von Vornherein ausschließen, wenn man Heckengehölze verwendet, die für ihre Entwicklung nicht viel Licht benötigen und die sich von Natur aus leicht von unten her bestocken*. Zu diesen Gehölzen zählen die Eibe, die Hainbuchenhecken sowie die Berberitze (Berberis vulgaris).
*Bestocken heißt: Gehölze treiben leicht auch kurz über dem Boden neue Triebe.

Wer dennoch seine Hecken schräg schneiden möchte, der halte sich an diese Maßgabe:

"Als Faustregel gilt, dass Schnitthecken an ihrer Krone schmäler sein sollten als an der Basis. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Hecken später infolge Lichtmangels von unten her verkahlen. Die Heckenwände sollten etwa eine Neigung von 5 bis 10 % aufweisen. Eine 5 %-ige Neigung z.B. bedeutet, dass bei einer 2 m hohen Hecke mit einer 1 m breiten Basis die Krone 80 cm breit ist."


Quelle: http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/gartengestaltung_ziergarten/12817/