Terrakotta kaufen: Worauf kommt es an – Schnellinfo

Terracottaamphoren

"Terra cotta" ist italienisch und heißt "gebrannte Erde". Das ist diese beliebte, gebrannte Tonware für Balkon und Terrasse. Aus Terrakotta – auch Terracotta oder Cotto – gefertigte Blumentöpfe und Pflanzkübel verbinden wir unweigerlich mit den südlichen Ländern und mit mediterranen Gärten.

Gestaltung und Dekoration mit Terrakotta

Tatsächlich kannst du auf der Terrasse oder auf dem Balkon mit wenigen mediterranen Pflanzen und mit den entsprechenden Pflanzgefäßen die gewünschte südliche Stimmung erzeugen. Es genügt beispielsweise nur eine einzige Sundaville als Blickfang aufzustellen. Die Idee dabei ist, dass wir Balkon oder Terrasse auch ohne viele, pflegeaufwendige Terrassenpflanzen in ein Urlaussparadies verwandeln können. Natürlich kann Terrakotta auch als Pflanzgefäß Verwendung finden. Doch da sollte schon auf Qualität geachtet werden.

Qualität entscheidet tatsächlich

Beim Kaufen von Terrakottagefäßen wirst du schnell bemerken, dass die Preisunterschiede recht groß sind. Teure Produkte sind meistens in der Qualität besser. Der Ton wird mit über 1100 °C gebrannt. Minderwertige Billigware wird oft unter viel niedrigeren Temperaturen gefertigt und hält dann bei uns im Freien und bei Frost nur kurze Zeit. Außerdem wurden hochwertige Pflanzgefäße (etwa aus der Toskana) handwerklich hergestellt und sind somit Unikate.

Terracotta nicht frostfestDas ist Terrakotta-Billigware aus dem Baumarkt

Mit besonders hohen Temperaturen wird das Impruneta-Terrakotta gebrannt. Der Ton wird in der Nähe des Ortes Impruneta gewonnen. Das Besondere des Tonmaterials sind die in ihm enthaltenen Mineralien (Aluminium-, Kupfer- und Eisenoxide). Dadurch wird der gebrannte Ton besonders hart und frostfest. Das ist wohl auch die teuerste Terracotta-Ware. Vorsicht aber vor Plagiaten!

frostfestes Terracotta CottoDas ist frostfestes Terracotta. Äußerlich vom Laien kaum festzustellen. Auf Siegel achen!

Das Besondere an Terrkotta ist die Veränderlichkeit der Oberfläche der Gefäße. Sonne, Witterung und die feuchte Erde der Pflanzen lässt schon nach einigen Monaten die Oberfläche patinieren. Das ist gewollt und kein Mangel. Gerade kleine Topfgärten wirken dadurch natürlicher und nicht steril. Überhaupt hat es einen Vorteil, wenn man sich bei seinen Blumentöpfen und Pflanzgefäßen auf Terracotta spezialisiert. Das Material speichert Feuchtigkeit und heizt sich im Gegensatz zum Kunststoffgefäß nicht so stark auf. Auch ganz verschiedene Waren (z.B. aus verschiedenen Landstrichen wie etwa Nordafrika, Türkei oder Italien) wirken in ihrer Vielfältigkeit nie kunterbunt. Das gleiche Material bringt in der Gestaltung immer wieder die nötige Ruhe, von der das mediterrane Flair geradezu lebt.

Tipp zum Schluss

Wie bei vielen Dingen, die eine gute Qualität besitzen, lange haltbar sind und deshalb auch ordentlich Geld kosten, mein Tipp: Lasse dir doch jedes Jahr so ein Teil zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken.

Video-Notizen zum Terrakotta-Ofen

Den gebrannten Tonwerkstoff kannte man nicht nur im Mittelmeerraum, sondern auch im fernen Osten (bekannt durch die Terrakottaarmee des chinesischen Kaisers [Replikate gibt es zu kaufen]), sondern auch im präkolumbianischen Amerika. Von dort kommt die Konstruktion der sogenannten Aztekenöfen, die heute mehr ein Dekorationselement auf der Terrasse sind. Doch, dass diese Terrakotta-Terrassenöfen auch ihren Zweck erfüllen, etwa zur Beschäftigung der Kinder (unter Aufsicht), zeigt das kurze Video.