Goldener Oktober bunte LaubbäumeEschen und Spitzahorn in der Oktobersonne.
Eschen und Spitzahorn in der Oktobersonne.

Als Goldenen Herbst bezeichnet man im Deutschland trockenes, mild-sonnigen Herbstwetter welches mit einer besonders schönen Herbstlaubfärbung der Wälder und Landschaften zusammentrifft. In der romantischen Literatur mag der Begriff Goldener Oktober vielleicht entstanden sein. und In Nordamerika spricht man von dem dort ausgeprägteren Indian Summer (Indianersommer). Wanderfreunde sollten diese Tage besonders nutzen, denn es sind die angenehmsten vom Klima her, die uns die Natur im mittleren Europa bietet.

In der Gartengestaltung kann man durch die gezielte Auswahl von Gehölzen mit besonders intensiver Herbstlaubfärbung den Effekt des Goldenen Herbstes verstärken. Der Indian-Summer-Garten ist ein wenig in Mode gekommen, doch das gestalterische Potential ist in dieser Richtung noch lange nicht ausgeschöpft. Luftige Gräser in Herbstfarben, sowie Gehölze mit malerischem Oktoberlaub, aber auch einige interessante Stauden stehen für die entsprechende Gestaltung unserer Gärten zu Verfügung, die in ihrer Aufmerksamkeit sonst mehr auf das Frühjahr und den Sommer ausgerichtet sind.

Doch auch für den Kleingärtner (wie dem Landwirt) hat der Goldene Herbst seine Vorzüge. Obst, Wein und Gemüse kann in diesen milden Tagen noch an Reife gewinnen, bzw. die Erntebedingungen sind optimal, etwa wie beim sogenannten Bohnenwetter.

In der Kunst und besonders in der Dichtkunst spielt der Goldene Herbst ein große Rolle, wenn auch der Begriff, etwa in den klassischen Romantikergedichten seltener vorkommt. Es ist die leicht melancholische Stimmung, welche diese letzten Sonnentage das Jahres verbreiten und welche aufgegriffen werden. Vergleichsweise kannten schon die alten Griechen dies und Ovid drückte diese Gemütsstimmung, die sogenannten Halkyonischen Tage, mit dem Mythos von dem Liebespaar Halkyone und Keyx aus.

Herbstgedichte zur Thematik