Symbole im Symbollexikon
Das Kreuz, aus waagerechter und senkrechter Linie gezogen, ist in seiner Ursprünglichkeit ein universelles, positives Symbol: horizontale und vertikale Linie schneiden sich und ergeben einen Schnittpunkt. In dieser Form ist es ein einfaches Ornament, dem man aber auch einen geistigen Hintergrund zuordnen kann. Die vertikale Linie ist die himmlisch-göttliche, auch als spirituelle und aktiv-männliche gesehen, während die horizontale Linie die erdgebundene und passiv-weibliche ist. Das Kreuz ist in diesem Sinne ein Symbol der Vereinigung – von Himmel und Erde, männlich und weiblich oder anderen dualistischen Gegensatzpaaren.
Das Labyrinth ist ein Symbol der Schicksalswege, die letztlich zu nur einem Ziel führen. Die altchristliche Lehre dazu ist die "Apokatastasis" – Wiederbringung aller Dinge. Schon in der Jungsteinzeit kannte man symbolische Labyrinthdarstellungen, die während der Bronzezeit in den verschiedensten Kulturen weit verbreitet waren.
Dieser Beitrag hier im Symbole-Lexikon nimmt eine Sonderstellung ein und steht im Zusammenhang von Lichtsymbolik und der Verwendung von Licht und Gold zum Beispiel in der sakralen Kunst. In Bezug auf die Gartenkunst finden wir ähnliche Wirkungsweisen sowohl in der Park- und Gartengestaltung als auch in der Grabmalgestaltung.
Die Lichtgestaltung ist heutzutage ein beliebtes Stilelement, doch soll hier vor allem auf die Wirkung von Naturlicht eingegangen werden, welches ich im Sonnen-, Mond- und Kerzenlicht definiert sehe.
Der Löwe gilt als der "König der Tiere". Attribute wie seine eindrucksvolle Erscheinung, seine Mähne, sein durchdringendes Gebrüll und seine Stärke verleihen ihm diese Bezeichnung. Sie wird dem Herrscher gleichgesetzt und ist daher Sinnbild imperialer Macht und häufig gewähltes Wappentier.
Durch Zufall war der Autor (evangelischen Bekenntnisses) in den Marienwallfahrtsort Kevelaer und dort direkt in einen der Pilgerströme geraten. Dabei konnte er in einem Stück verschiedenste Aspekte der katholischen Marienverehrung erfahren, und das weniger mit dem Verstand durch analytische Beobachtung, als mit dem Verstehen des Herzens. Aus diesem Erlebnis heraus sind die folgenden Erläuterungen zur Mariensymbolik, die uns in vielerlei Weise im Alltag begegnet, entstanden. Ein wichtiges Gleichnis war dem Autor bisher recht unbekannt. Es ist die Metapher der heilige Jungfrau Maria für unseren "Pilgerweg" auf Erden:
