Grabbepflanzung mit Viola, Stiefütterchen und Einfassung aus Euonymus
Einfassung: Euonymus fortunei 'Emerald'n Gold'.

Warum wächst nichts ordentlich auf dem Grab? Vielleicht wurde zu viel gegossen. Oder die Blumen wurden zu weit auseinander gepflanzt. Die Regel ist hier: Die Pflanzfläche sollte lieber etwas kleiner gewählt  als zu mager bepflanzt werden! Weniger ist mehr! Blumen sollte man nicht zwischen Hecken versenken. – Einige praktische Tipps zur Bepflanzung und zur Pflege der Grabstelle.

Boden locker halten und Blumenerde nutzen

Grabgestaltung Begonien SommerpflanzungEgal, ob du nun Stiefmütterchen pflanzt oder Sommerblumen, es ist praktisch auf der Pflanzfläche des Grabes die alte Wechsel-Blumenpflanzung mit dem Spaten auszugraben (besser eine kleine Pflanzfläche wählen). Dann lockert man mit dem Spaten gleich noch den Boden etwas auf und bringt reichlich neue Blumenerde auf. Man tauscht also den Boden der Pflanzstelle regelmäßig aus. Besonders wichtig ist das, wenn Großgehölze in der Nähe stehen. Von denen wächst nämlich beständig Wurzelfilz in die Pflanzfläche und das aus dem Grunde, weil hier häufig gegossen wird. Regelmäßige Wasserzufuhr zieht die Wurzeln der Bäume förmlich an.

Nicht zu viel gießen

Das zu viele Gießen des Grabes ist oft der Grund, warum man so manchen Grabstelleninhaber klagen hört: "Bei mir wächst nichts [auf dem Grab]". In meiner langjährigen Tätigkeit als Friedhofsverwalter habe ich das sehr oft gehört. Der Grund ist meist, dass zu viel gegossen wird, was die Pflanzennährstoffe im Boden auswäscht. Hinzu kommt der Wurzelfilz von Bäumen. Eine viel wichtigere Pflegemaßnahme ist, bei Wechselpflanzungen (die man dann besser einschränkt), vor den Pflanzarbeiten regelmäßig den Boden umzustechen und weitgehend auszutauschen. Dann wird in der Folge moderat und regelmäßig gedüngt. Das ist wichtiger als viel zu gießen.

Bodendecker halten den Boden kühl und feucht

ImmergrünEin weiteres Manko: wird die Fläche zu dünn bepflanzt und bleibt viel Platz mit dunkler Erde dazwischen frei, dann heizt die Sonne den Boden stark auf. Die Folge ist, dass sich die Pflanzen überhitzen (bspw. Stiefmütterchen mögen das gar nicht) und die obere Bodenschicht trocknet zudem aus. Deshalb predigen die Gärtner auch immer: Bodendecker pflanzen und Blumen nicht zu breit auseinander pflanzen. Bodendecker und das Pflanzengrün beschatten und kühlen den Boden. Man will es nicht glauben, aber es ist so: trotz  mehr an Pflanzenwuchs bleibt der Platz feuchter.