Garten mit Heidelandschaft
Verschiedene Arten und Sorten der Heide.

Häufig kommt es vor, dass frisch gepflanztes Heidekraut (Calluna vulgaris, Erica carnea, Daboecia cantabrica) schnell braun wird. Das ist unschön und verärgert jeden Gärtner. Das Vertrocknen der Blütenstände kann verschiedene Ursachen haben, denen man aber schon beim Kauf der Pflanzen aus dem Wege gehen kann.

Ursachen für das Braunwerden der Heidekraut-Pflanzen

Calluna vulgaris - Besenheide, Heidekraut 1. Eine Ursache für das schnelle Braunwerden kann sein, dass die Heidekrautpflanzen beim Händler mal kurze Zeit ausgetrocknet waren. Der torfhaltige Topfballen der Erica darf nie trocken werden. Sind die Wurzeln einmal durch Trockenheit geschädigt, dann war's das. Also: Schaue Dir die Ware genau an. Oder kaufe nur in der Gärtnerei beim wirklichen Fachmann und nicht im Supermarkt. Wer billig kauft, kauft doppelt, dann lieber wenige aber schöne Pflanzen kaufen!

2. Blühendes Heidekraut (Besenheide) wurden von Insekten bestäubt und verblühen zunächst auf ganz natürliche Weise. Hier sind die sogenannten Knospenblüher zu empfehlen. Sie blühen nicht völlig auf und können so auch nicht von Bienen oder anderen Insekten bestäubt werden.

3. Die eng verwurzelten Topfballen nehmen schwer Wasser auf. Der Boden ringsherum wird nass, aber die Ballen bleiben trocken. Vor der Pflanzung müssen die Topfballen gut gewässert werden. Dann werden die verfilzten Wurzel vorsichtig etwas aufgerissen und ein kleines Stück tiefer als der Topfballen gepflanzt. Frisch gepflanzte Blumenkästen oder Beete dürfen nie völlig austrocknen. Im Winter sollte als Schutz etwas Torf aufgeschüttet und, wenn möglich, mit Reisig abgedeckt werden. Als Torfersatz kannst Du auch angerotteten Rindenmulch verwenden.

4. Du hast Ericapflanzen gekauft, die nicht winterhart sind, und der erste Frost hat sie dahingerafft. Erica gracilis ist die schönste herbstliche Glockenheide, aber leider ist sie nicht frostfest.

5. Der Standort ist ungeeignet. Das Heidekraut will auf sandigem, etwas humosen, aber nicht zu nährstoffreichen (also torfhaltigen), kalkfreiem Boden in sonniger Lage stehen.

Der optimale Boden

Schneeheide mit rosa BlüteGrundsätzlich ist es so, dass die meisten Probleme bei der Pflege von Heidekraut, besonders von Dauerpflanzungen im Garten oder auf Gräbern durch ungünstige Bodenverhältnisse entstehen. Der optimale Heideboden ist sandig, leicht sauer und etwas humosen, aber nicht zu nährstoffreich (also torfhaltig) und kalkfrei. Die Nährstoffarmut ist dabei besonders wichtig. Auf normalem Gartenboden mickert vor allem Heidekraut oft jammervoll dahin, weil viele Böden zu nährstoff- und zu kalkhaltig sind. Auch Piris (Lavendelheide) oder viele Ginstersorten müssen auf einem eher dürftigen Boden stehen.

Die einzige Heidekrautpflanze, die auf Kalkböden und Gartenböden sicher gedeiht, ist die winterblühende Schneeheide.

Eine sonnige Lage als Standort wird bevorzugt.