Heckenschnitt

Hecken sind natürliche, grüne Mauern, die nicht nur vor Lärm und neugierigen Blicken schützen. Sie bieten zudem Tieren Unterschlupf- und nistmöglichkeiten. In üppiger Stärke und der richtigen Höhe sind sie zudem ein undurchdringlicher Schutz sowohl gegenüber dem Betreten durch Unbefugte als auch vor ungewolltem Besuch von Tieren.
Die Heckenpflanzen werden im Spätsommer meist noch einmal gestutzt, um sie in der kommenden Saison zu einem kräftigen Austrieb zu animieren. Das Bundesnaturschutzgesetz §39 gibt zwar vor, dass bestimmte Pflanzen zwischen dem 01. März und dem 30. September nicht geschnitten werden sollen, weil verschiedene Vogelarten in dieser Zeit brüten. Allerdings sind Gartenhecken von diesem Verbot ausgenommen, wie ich hier erläutert habe.

Wann kann man schneiden?

spielerische HeckenformDamit beim Schnitt keine Fehler unterlaufen, sollten unter anderem Holzart und Witterung beachtet werden. Die Büsche werden stets bei Temperaturen über 5 °C geschnitten – Frostwetter ist genauso ungeeignet wie große Hitze und knallige Sonne.

Frühlingsblühende Hecken, beispielsweise die Wildrose, werden im Frühjahr vor dem Neuaustrieb bearbeitet. Dagegen eignet sich der Frühsommer zum Verschneiden laubabwerfender Gehölzarten. Neupflanzungen vom vorhergehenden Herbst können beispielsweise im Juni zurückgeschnitten werden. Im Spätherbst folgt ein zweites Stutzen.
Immergrüne können den ganzen Sommer über gestutzt werden. Während im August der brütenden Vögel wegen nur ein Form- bzw. Pflegeschnitt erlaubt ist, erfolgt hier der zweite Durchgang im Winter.

Nadelgehölze, Liguster oder Rotbuche benötigen lediglich einen Schnitt im Herbst.
Nach diesen Arbeiten ist eine spezielle Wundpflege nicht erforderlich. In der Regel verschließen sich die Schnittwunden schnell. Wichtig ist die sachgemäße Entsorgung des Schnittgutes, um einem eventuellen Pilzbefall entgegenzuwirken. Das Material offensichtlich kranker Pflanzen gehört nicht auf den Kompost. Weitere hilfreiche Informationen auf wohnenundgarten.org helfen, den richtigen Zeitpunkt für den Schnitt zu finden, um die Pflanzen nicht unnötig stark zu belasten.

Wie man schneidet

Hainbuchenhecke in WellenformNeben der richtigen Jahreszeit zum Verschneiden der Hecke ist auch das passende Werkzeug wichtig. Man benötigt zwei Pfosten und zwei Seile - und natürlich eine Heckenschere. Neben den üblichen Scheren bieten sich Schneidgeräte an, die entweder mit Benzinmotoren, über das Stromnetz oder mit Akkumulatoren angetrieben werden. Mit einem abwinkelbaren Heckenschneider erreicht man schwer zugängliche Stellen unproblematisch.

Schrittweise schneiden und mit Bedacht:

  • Die Pfosten markieren die beiden Enden des Heckenbereichs, der gestutzt werden soll. Übersichtlich sind Abstände von etwa zwei Metern.
  • Nach dem Einschlagen der Pfosten wird zwischen ihnen ein Seil gespannt. Es verläuft geringfügig unterhalb der Buschoberkante und markiert die gewünschte Schnitthöhe.
  • Kurz über dem Boden wird das zweite Seil gespannt. Es dient der Orientierung beim Zuschneiden der Flanken.
  • Mit dem Absetzen der sogenannten Krone wird begonnen. Man schneidet parallel zum ersten Seil, um eine gerade Oberfläche zu erreichen.
  • Danach werden die beiden Flanken bearbeitet. Dabei orientiert man sich am unten gespannten Seil. Beim beliebten und bewährten Trapezschnitt, der den Lichteinfall auch in die unteren Partien gewährleistet, wird die Hecke nach oben hin um etwa die Hälfte schmaler. Die Schnittbewegung der Schere soll stets in einem Bogen von unten beginnend nach oben hin erfolgen. Nach dem Schnitt hat die ganze Form mit beispielsweise 100 cm Breite an ihrem Fuß - 50 cm Breite an der Krone.
  • Auf die gleiche Weise wird an der anderen Seite vorgegangen.

Am Ende angekommen

Wenn das Buschwerk gleichmäßig bis zum Ende gestutzt wurde, hat alles eine rundum schöne Trapezform. Im Lauf der Zeit erreicht auch der Ungeübte im Formschnitt seine Perfektion.

Bildrechte, Eingangsbild © Marina Lohrbach - Fotolia.com
weiter Infos - www.soellner-motorgeraete.de/fehler-die-sie-beim-heckenschneiden-vermeiden-sollten/