Hydrangea aspera Hecke im AugustHydrangea aspera Hecke im August
Hydrangea aspera Hecke im August

Streng geschnittene Hecken haben den Vorteil, dass sie sehr wenig Platz brauchen. In der Nähe des Hauses oder als Einfriedung beispielsweise einer Terrasse sehen Hecken auch nie spießig aus. Doch je mehr man sich vom Haus und vom Sitzplatz entfernt, um so mehr darf der Garten natürliche Züge bekommen und sollten demzufolge Hecken "wilder" wachsen dürfen..

Auch zu einem Naturgarten passen mehr die freien Formen, wie etwa die sogenannten freiwachsenden Hecken. Für diese Pflanzungen eignen sich zum Beispiel verschiedenen Spiraea-Arten, Ranunkelstrauch (Kerria japonica), Rotholziger Hartriegel (Cornus alba Sibirica), Forsythien, Zierquitten, Rhododendren oder Strauchrosen.

Vor- und Nachteile

Das Pro für geschnittene Hecken ist der schon erwähnte viel geringere Platzanspruch. Bei einer ausladenden Spiraea-Pflanzung ist schnell mal ein Streifen von 4 m Breite weg – für kleine Gärten also völlig ungeeignet.
Dagegen sind die freiwachsenden die schöneren Blütenhecken. Ein weiterer Vorzug ist, dass sie nicht regelmäßig und auch nicht im Sommer geschnitten werden müssen.

Wann schneiden?

Freiwachsende Hecken werden in der Regel nur im Winter geschnitten. Für öffentliche Anlagen (Parkanlagen, Friedhöfe, Grünanlagen in der Stadt) ist das von großem Vorteil, weil das Pflegepersonal im Sommer mit Rasenschnitt, Pflanzarbeiten und dem Gießen ausgelastet bzw. durch die Urlaubssaison personell ausgedünnt ist.

Es wird auch nicht problematisch, wenn ein oder zwei Jahre mal kein Schnitt erfolgt. Doch ganz ohne Pflege geht es nicht. Nur Spiraea x vanhouttei und Rhododendren benötigen fast gar keinen regelnden Eingriff.

Wie schneiden?

Für diese, sich frei entfaltenden Hecken gelten die gleichen Schnittregeln wie für die der Blütensträucher. Überalterte Triebe werden herausgenommen und nur überlang treibende Äste etwas gekürzt. Gehölze, die aus Wurzeln junge Triebe treiben (Ranunkelstrauch) sollten regelmäßig eingeschränkt werden, da sie sich sonst ausbreiten, festsetzen und nur noch schwer auszudünnen sind.

Bei Gehölzarten, die sich gut regenerieren (Forsythie, Ranunkelstrauch, Spiraea x bumalda, Hartriegel) kannst du auch radikal vorgehen und die Hecke aller 4 bis 5 Jahre auf 10 cm Höhe zurücksetzen und sie völlig neu austreiben lassen.

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