Weidenblättrige Sonnenblume Helianthus salicifolius var. orgyalis
Dies ist die Varietät Helianthus salicifolius var. orgyalis, die für kleinere Gärten geeignet ist

Eine Riesenstaude ganz merkwürdiger Natur ist die Weidenblättrige Sonnenblume (Helianthus salicifolius). Aus der Ferne ähnelt sie wohl mehr einer Bambuspflanze, als einer Zierstaude. In die Nähe von Terrassen gepflanzt vermittelt sie ein mediterranes Flair und kann gleichzeitig als Sichtschutz fungieren, denn die Pflanzen werden übermannshoch. Neben der gewöhnlichen Art Helianthus salicifolius, die sich etwas mehr in der Breit ausläuft, gibt es noch die Varietät "var. orgyalis". Letztere wächst straffer aufrecht und beleibt so insgesamt schmaler. In kleinen Gärten ist diese Form sicher die empfehlenswertere Staude mit weniger Platzverbrauch.

Wollen wir im Garten ein Flair von sommerlicher Leichtigkeit und Unbefangenheit verbreiten und dabei auf das Außergewöhnliche setzten, so ist die Wahl dieser "Weidenblättrigen Sonnenblume" die erste. Allein der deutsche Name klingt etwa holprig und entspricht wenig dem Wesen dieser Schmuckstaude. Bleibt noch die Frage, ob denn so eine Großstaude den vielleicht kleinen Reihenhausgarten noch mehr einengt? Nein – eher das Gegenteil ist der Fall. Pflanzen, welche sich großzügig entfalten können, scheinen den kleinen Gartenraum optisch zu vergrößern, weil unser Auge damit auch eine großzügige Anlage vermutet. Zumal die Wuchsform und der ganze Habitus der Weidenblättrigen Sonnenblume auf Heiterkeit getrimmt ist. Ihre Üppigkeit wirkt nie einengend, sondern vermittelt eine Urlaubsstimmung tropischer Landschaften.

Helianthus salicifolius

Hier im Bild ist die Art Helianthus salicifolius gepflanzt, bei welcher die schmalen Laubblätter mehr überhängen, als bei der Varietät. In architektonisch angelegten Gärten oder nahe an Terrassenanlagen, kommen die Büsche oft besser zur Geltung, als in Naturgärten.

Seit den 1990er Jahren gibt es auch noch eine niedrig wachsende Sorte: Helianthus salicifolius 'Low Dawn' ®. Sie wird aber nur 80 cm hoch und soll hier nur am Rande erwähnt sein.

Zwar blühen die genannten riesigen Staudensonnenblumen vom September an bis in den November hinein, doch der Schmuck sind nicht die 5 cm breiten und gelben Blüten, sondern das malerische Laub.

Standort und Pflege

Der Standort kann sonnig und trocken sein, denn die Heimat der Pflanze ist der mittlere Westen der USA bis Texas, wo sie in trockenen Prärien und in hügeliger Landschaft auf Kalkboden gedeiht und Kalkböden sind in der Regel sehr trocken und sie sind auch am an Nährstoffen. Aus diesem Grunde geben wir der Art nur mageren Boden als Untergrund. Düngen wir die Blumen, so werden sie nur noch größer und fallen dann beim ersten kräftigen Wind im Hochsommer um. Die Pflanzung der Stauden sollte im Frühling erfolgen. Was die Pflege betrifft, so ist abgesehen vom Rückschnitt alter Stängel im Herbst das Weglassen aller Pflegemaßnahmen die beste Pflege. Mitunter macht sich auch ein Anbinden der Riesenstauden notwendig, da sie bei heftigen Regengüssen und Sturm auseinanderfallen können, doch das würde dem Flair dieser Zierstauden erheblich schaden und so lassen wir auch das und verwenden die weitgehend standfeste Variante Helianthus salicifolius var. orgyalis.

Botanik

Helianthus salicifolius var. orgyalis ist eine ausgelesene Spielart der Weidenblättrigen Sonnenblume (Helianthus salicifolius). Letztere ist ein Art der Pflanzengattung der Sonnenblumen (Helianthus) und diese ist eine Unter-Unterfamilie (Tribus) der Heliantheae. Die Heliantheae wiederum sind eine Unterfamilie der Asteroideae. Sie gehören zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae) und diese zur Ordnung der Asternartigen (Asterales). Der Name der Gattung leitet sich aus der griechischen Sprache ab und heißt übersetzt helios = Sonne und anthos = Blume. Der Zusatz salicifolius heißt übersetzt "weidenblättrig" und vergleicht die Blattform der Gattung mit denen unserer Weidenbäume.

helianthus salicifolius var orgyalis

Helianthus salicifolius var. orgyalis wird bis 2,5 m und besitzt glatte, meist rotbraun angelaufene Stiele, die in leichtem Bogen gerade nach oben streben. Sie sind fast bis zur Spitze mit den an Weidenlaub erinnernden Blättern besetzt. Diese schmal-lanzettlichen Blätter werden 15 bis 30 cm lang und weisen einen nur sehr kurzen Stiel auf. Die Triebe verzweigen sich erst an den Enden, wo sie dann auch ihren Flor in lockerer ausbilden. Die Sonnenblumen sind anfangs gelbgrün und später rein gelb. Das betrifft die Mitte, wie auch die Zungenblüten. Die Herkunft der Pflanzen wurde bereits oben beschrieben.