Rudbeckia laciniata Goldball
Es ist ein schöne Schnittblume, die an anspruchslosen Plätzen wächst

Dieser gefüllte Sonnenhut (Schlitzblatt-Rudbeckie) mit seinen markanten gelben Ranunkelblüten, wurde 1894 als eine Mutation der Wildform gefunden. Die Art stammt aus dem südlichen Nordamerika, ist aber auch bei uns als Neophyt weit verbreitet und das besonders als Ufervegetation. Die üppig wachsende Zierstaude liebt etwas Halbschatten und leicht feuchten Boden. Dort steht sie in Garten dann auch viele Jahre ohne viel Pflege. Diese Pflanzen lassen sich leicht durch Teilung vermehren und aus diesem Grunde finden wir sie in vielen Hausgrundstücken und traditionell besonders in den Bauerngärten. In der Regel hat man die Staude an einem Zaun stehen, wo die Blüten eine gute Fernwirkung haben. Der wirkliche Nutzen liegt jedoch in der Verwendung als Schnittblume.

Botanik

Der Gefüllte- oder Schlitzblättrige Sonnenhut (auch Schlitzblatt-Rudbeckie), botanisch: "Rudbeckia laciniata" ist eine Art der Gattung der Rudbeckia (Rudbeckien). Rudbeckia ist ein Tribus (Unter-Unterfamilie) der Unter-Familie Heliantheae. Die Heliantheae sind wiederum eine Unterfamilie der Asteroideae und die Asteroideae fügen sich in die Familie der Korbblütler (Asteraceae) und diese zur Ordnung der Asternartigen (Asterales). Der Pflanzenname Rudbeckia bezieht sich auf den Botaniker Olaus Rudbeckius (1630 – 1702). Der Zusatz "laciniata" besitzt den lateinischen Wortstamm "láncea", was übersetzt Lanze heißt. Dies bezieht sich auf die schmalen Blätter der Art. In Gärtnerkreisen nennt man dies "geschlitztblättrig".

Es werden nur Sorten verwendet:

Die älteste Sorte, die oft auch allgemein für die Gartenform steht ist Rudbeckia laciniata 'Goldball'. Diese Sorte wird manchmal auch nur mit dem botanischen Namen Rudbeckia laciniata verkauft. Gemeint ist dann die älteste Sorte 'Goldball'.

Rudbeckia laciniata Wildform Neophyt

Eine ungefüllte Form verkaufte man in den Gärtnereien anfangs noch nicht. 1951 kam die niedrig wachsende Sorte 'Goldquelle' auf den Markt und später noch die Sorte 'Goldkugel':

  • 'Goldball' – ca. 1,2 m hoch, gefüllte Blüten, zitronengelb
  • 'Goldquelle' – nur 80 cm hoch werdend, gefüllt, zitronengelb (siehe unten)
  • 'Goldbrunnen' – ähnlich der 'Goldquelle', leicht hängenden Strahlenblättern und zylinderförmigen Knopf, eine Karl Foerster-Sorte (hat sich nicht durchgesetzt)
  • 'Goldkugel' – ca. 1,4 m hoch, gefüllte Blüten, kräftigeres gelb

'Herbstsonne' ('Autumn Sun') ist eine ungefüllte Form und Sorte. Diese wird nach Auffassung des Autors aber auch oft mit Rudbeckia nitida verwechselt, oder es sind zwar zwei Namen für ein und die selbe Sorte.

Sorte 'Goldquelle'

Die Sorte 'Goldquelle' des Schlitzblättrigen Sonnenhut ist sicher die beste für die Verwendung im Garten. Sie wird nur 80 cm hoch und wächst straff aufrecht. Die Blüten kippen nicht um, wie das bei der alten Sorte nach Regengüssen und Windböen der Fall sein kann. Die gefüllten, goldgelben und ziemlich großen Blüten entfalten sich im August und können bis in den Oktober hinein blühen – länger, als bei 'Goldball'.

Standort und Pflege

Rudbeckia lanciniata Goldball spizblättriger SonnenhutDer Standort sollte nicht zu trocken sein. Frischer, normaler Gartenboden ist gewünscht, der sonnig oder halbschattig liegt (von den vielen Sonnenhut-Arten ist es ohnehin nur der Goldsturm-Sonnenhut, der volle Sonne benötigt).

Der gefüllte Sonnenhut in meinem Garten er hat sich hier unter einem Pflaumenbaum breit gemacht, was weder mich, noch den Pflaumenbaum stört – nur ist er hier schnell trocken und muss oft gewässert werden (Bild).

Die etwas wuchernden Büsche werden in der Blütezeit fast zwei Meter hoch und müssen deshalb angebunden werden. Ist die Staude verblüht, dann werden sofort die alten Blüten herausgeschnitten, was eine neue Blüte bis in den Herbst hinein fördert. Wie schon erwähnt, können wir diesen Sonnenhut als Schnittblume verwenden. Und da die Staude durch Wind und Regen umkippen kann, scheiden wir die Blumen für die Vase besser sehr zeitig (auch gut 90 cm lang für Bodenvasen).

Im Herbst nach der letzten Blüte, werden die Büsche bis über den Boden zurückgeschnitten. Eine Düngung der Staude braucht nicht vorgenommen zu werden.

Verwechslungsmöglichkeit?

Eine gewisse Ähnlichkeit heben die Blüten der Staude mit dem Ranunkelstrauch: Kerria japonica 'Pleniflora'. Letzterer ist jedoch ein Blütengehölz und die Blüten erscheinen bereits im April. Allerdings kann dieser im Sommer eine kleinere Nachblüter hervorbringen und dann mag man beide Ziergewächse vielleicht auch einmal miteinander verwechseln.