Crimson Rambler von Turner 1894
'Crimson Rambler', die erste Ramblerrose?

Die Bezeichnung Rambler-Rosen, so kann man in Lexika nachlesen, wird vom englisch Wort "ramble" abgeleitet, was mit "umherschweifen" übersetzt werden kann. Doch nach meinen Recherchen ist das nicht ganz korrekt. Zwar gibt es dieses Wortspiel, doch wurde der Begriff der Ramblerrose vermutlich aus der Umgangssprache heraus geboren.

Ursprünglich hatte man vermutlich den Sorten-Namen einer einzigen Kletterrose (einer sogenannten Schlingrose) auf eine ganze Sortengruppe übertragen. So schreibt Elly Petersen in ihrem "Gelben Gartenbuch" (München 1929): "Bis vor ein paar Jahren hörte man, wenn man von Schlingrosen sprechen hörte, stets den Namen Crimson Rambler. Der Name war förmlich ein Begriff geworden. Der Laie nannte schließlich jede Kletterrose "Crimson Rambler". Und wenn man auf ihn hörte, gab es sogar weiße, rosa, gefüllte und offene Crimson Rambler." Schauen wir uns einmal diese mysteriöse Crimson Rambler an, so ist diese eine wirklich beeindruckende Züchtung mit üppiger Blütenfülle, die von Turner 1894 eingeführt wurde.

Crimson Rambler ist eine Züchtung, bei der vermutlich die chinesischen Rosa multiflora und Rosa wichuraiana untereinander gekreuzt wurden. Wie auch immer, nach obenstehender Recherche wäre also die 'Crimson Rambler' von 1894 die erste Ramblerrose, wobei es sicher früher schon ähnliche, aber weniger begehrte Züchtungen in dieser Richtung gab.

Allgemein sind Rambler Kletterrosen, die mit langen, weichen und biegsamen Trieben je nach Sorte bis 10 m hoch ranken können. Es sind meist einmalblühende Rosen, welche mit Blütenbüscheln aus kleineren, wildrosenartigen Blüten überreich blühen und auch recht oft angenehm duften.

Pflege und Schnitt

Rambler-Rosen, besonders die alten Sorten, sind manchmal anfällig für den Befall mit Sternrußtau. Das ist meist nicht schlimm. Man schneidet einfach die befallenen Triebspitzen aus. Ein Grund für diese Anfälligkeit mag manchmal der ungünstig gewählte Standort sein. Diese Rosen mögen keine heißen Gartenstandorte, wie etwa südliche Hauswände.

Man soll die Schlingrosen nicht im Frühjahr schneiden, sondern nur die Stellen, die vom Frost geschädigt wurden, fortnehmen. Erst nach der Blüte wird das abgeblühte Holz, also ganze Ranken, abgeschnitten. Neutriebe, aus dem Wurzelstock heraus, werden angebunden. Wenn eine Rambler-Rose in einem kalten Winter völlig ausgefroren ist, dann wird sie zurückgeschnitten. Sie treibt garantiert wieder.