Gartenwege anlegen

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Nicht selten verlaufen in Gärten und Parkanlagen die Wege in Kurven, weil sie praktischen Zwängen gehorchen. Aus der Sicht des Gartengestalters sind solche Biegungen weniger schön. Im Gegensatz zur Meinung mancher Gartenarchitekten bilden Biegungen keine gestalterischen Höhepunkte und sind auch nicht "das Besondere" beim Anlegen eines Weges. Man hat halt einen Weg mit einem Bogen, doch die Gartengestaltung wird dadurch nicht gesteigert.

Gartenweg mit Pflaster-Schnur.

Die Wegekante ist nicht nur der optische Abschluss des Gartenweges, sie hält vor allem im Untergrund die Aufbauschichten zusammen. Dadurch bleibt der ganze Aufbau stabil. Je mehr Belastung eine Pflasterung aushalten muss, umso ordentlicher und solider muss diese Randbefestigung sein.

Splittweg

Einen Kiesweg kannst du ganz einfach anlegen. Und wenn du ein paar grundlegende Regeln einhältst, dann hast du auch deine Freude daran. Gleich zu Anfang sei gesagt, dass ein Kies- oder Splitt-Belag durchaus nichts Minderwertiges ist. In Parkanlagen läuft es sich auf solch einem Untergrund sogar um vieles angenehmer als auf Pflasterstein. Hier nun meine Bau-Tipps:

Wassergebundene Wegedecke, Aufbau

Beispiel: Aufbau eines sogenannten wassergebundenen Wegebelages für Park- und Gartenwege.

Deckschicht 2 cm 0/8 mm*
Ausgleichsschicht 6 cm 0/16 mm
Tragschicht 20 cm 0/32 mm
Untergrund verdichtet (Planum)
*0= Feinanteile in der Mischung bis Korngröße 8 mm

Sinnloser Schlängelweg im Park.

Den gewundenen Weg kennen wir meist als Teil des Landschaftsparks. In großen, geschwungenen Bogen führen sie meistens zu einem Ziel oder um ein Hindernis herum. In kleineren Gartenanlagen wirken grundlos vorgenommene Wegkrümmungen jedoch meist kitschig, denn geschwungene Wege müssen in einer Anlage liegen, die eine gewisse Mindestgröße haben. Selbst bezüglich großer Parkanlagen gab es Kritiker, die gewundene Wege grundsätzlich ablehnten.