Gemüsegarten im Dezember
Winterruhe.

Im Januar gibt es draußen im Gemüsegarten nichts zu säen und zu pflanzen, da Frost und ungünstige Witterung dies nicht gestatten. Wir säen höchstens jeweils im Abstand von 10 Tagen eine Schale Gartenkresse oder Kerbel, welche wir an das helle Küchenfenster stellen. Die Gartenkresse keimt bei Zimmertemperatur schon nach 2 Tagen und kann nach 10 bis 12 Tagen geschnitten werden.

Wer es wirklich nicht erwarten kann, und wenn der Januarmonat außergewöhnlich mild ist, der säe auf abgetrockten Beeten Spinat und Winterportulak aus. Sonst hat man nun Zeit selbstgeernteten Gemüsesamen zu reinigen und vorjährigen Samen auf seine Keimkraft zu prüfen. Keimt nur die Hälfte des Saatguts, dann keimt er im Freien noch schlechter. Solchen Samen verwendet man besser als Vogelfutter. Zähes und bindiges Gartenland wird mürbe und fruchtbar, wenn wir es bei Frostwetter schollern, das heißt, den gefrorenen Boden mit der Spitzhacke aufreißen und die Schollen möglichst hoch oder dachförmig aufstellen, damit sie gründlich durchfrieren.

Ende des Monats können aber schon die Frühkartoffeln vorgetrieben werden, die Anleitung dafür findest du bei den Infos über den Frühkartoffelanbau. Am Fenster kann Ende Januar schon Paprika gesäte werden und wer ein sehr helles Fester hat, der mag auch Tomaten oder Kohlrabipflänzchen vorziehen.

Tipp: Wenn der Weihnachtsbaum entsorgt wird, ist es zweckmäßig die Äste nicht mit wegzuwerfen, denn sie können im Frühjahr als Stützen für die Zuckererbsen dienen. Man kann mit dem Reisig auch die frisch eingesäten Erbsenbeete abdecken, bis die Samen aufgegangen sind, als Schutz gegen Tauben, die gern die Erbsensamen aus den Reihen picken.


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