Mediterrane Häuser
Mediterrane Dachlandschaft

Im mediterranen Bereich wurde traditionell viel mit Stein gebaut. Geschmiedetes Metall diente als Ersatz für Holz, welches früher im Süden Mangelware war. Durch Gliederung entsteht das südeuropäische Hofhaus. Architekturelemente sind: Mauer, Pergola (Flachdecke), Stützmauern, Terrassen, Gewölbe, Vorhallen aus Stein, Veranda, Loggia, Steinwände mit Putz, Tünche, Stuck oder Malerei. Steinbildnerei, Steinsäulen, Steinstufen, Steinplattenwege, Pflasterung, Zisternen, steinerne Bildstöcke, steinerne Grabmäler usw. Kleinbauten aller Art werden in Stein ausgeführt.

Südlich der Alpen finden wir flache Dachdeckungen und die Vergrößerung der Wohnfläche durch Zusammenschließung in einer Reihe oder einem Ring bei gleichzeitiger Aufgabe der Selbständigkeit des einzelnen Hauskörpers. Durch Gliederung entsteht das mediterrane Hofhaus, das sich als ein komplexer Baukörper nach Innen mit schattenspendenden Säulengängen öffnet und den architektonisch gestalteten Gartenhof im Inneren umschließt. Die künstlerische Entwicklung geht hier bis zum Renaissancepalast (dem "Steinbaustil"), mit dem nach Außen hin abgeschlossenen, architektonischen Renaissancegarten.

Der Garten des Südens ist der Hofgarten, der Patio oder der mit Mauern umfriedete Hausgarten, der selten eine Verbindung zur offenen Landschaft hat. Im mediterranen Garten wird Holz weitgehend durch geschmiedetes Eisen ersetzt, beispielsweise bei den Gartenmöbeln, Zäunen oder Gittern. Doch sei der Materialeinsatz beim Schmiedeisen sparsam und grazil, denn traditionell verwendete man teure Materialien sparsam. Durch das Zusammenspiel all dieser Faktoren entsteht erst das gewünschte leichte, mediterrane Flair, das im optischen Kontrast zur eher erdverbunden südländischen Architektur steht.

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