Holzdeck ebenerdig verlegt
1.) Das Gartendeck vergrößert diesen Reihenhausgarten optisch.

Mit sogenannten Terrassendielen lassen sich in Haus- oder Biergärten sowie in den unterschiedlichsten öffentlichen Bereichen (Kindergärten, Innenhöfe) Holzdecks schaffen, die im Vergleich zu anderen Flächenbelägen meist pflegeleichter sind. Auf solch einem Deck wächst beispielsweise kein Unkraut und kleinere Schmutzpartikel rutschen durch die Fugen hindurch. Ein weiterer wichtiger Grund, diese Bauweise zu verwenden ist, dass die Flächen Regenwasser aufnehmen und entsprechend keine Kommunalgebühren anfallen.

Holzdecks ermöglichen es, am Éigenheim Veranda und Garten miteinander zu vereinen. Denn ich empfehle in meinen Beiträgen prinzipiell, einen großzügigen Terrassengarten entstehen zu lassen, statt Rasen + kleine Terrasse (wie  z.B. im 1. Bild oben zu sehen). Holzterrassen, die ebenerdig verlegt sind, eigenen sich dazu bestens. Zudem ist es mit dieser Technik möglich, von der rechteckigen Terrassenform abzugehen und geschwungene Holzdecks anzulegen.

Ebenerdig bedeutet aber keinesfalls auf den blanken Erdboden. Ein fester, gut belüfteter Unterbau ist für diese Materialien unerlässlich. Lockeres, wasserdurchlässiges Material wie beispielsweise Kies lässt Regenwasser rasch abfließen und verhindert Staunässe, die wiederum zu Schimmelbildung und Fäulniss führen kann.

Garten mit Holzdeck

Entwässerung, Neigung

Beim Bau solcher Decks muss das Oberflächenwasser anders abgeleitet werden, als etwa bei einem Steinbelag. Damit der Regen von den Riffelholzbrettern ablaufen kann, bekommen diese eine ganz leichte Neigung: 0,5 bis 1 % = ca. 0,5 bis max 1 cm auf einen Meter. Haltbareres Material wie Thermoholz oder WPC bedürfen nach meiner Auffassung eigentlich gar kein Gefälle, wenn es so montiert wird, dass Wasser nach unten gut abgeleitet wird und versickern kann.

Günstig ist, wenn unter dem Gartendeck ein sickerfähige Bodenschicht aufgebracht wird (Packung aus grobem Kies oder Splitt ohne Feinanteile in der Mischung). Oder der Boden hat von Natur aus eine Neigung, welche das Wasser seitlich ableitet. Etwa 5 cm Splitt genügt als Bett, wenn das Oberflächenwasser leicht versickert oder abläuft. Ist das nicht der Fall, sollte eine 40 cm dicke Schicht möglichst grober Kies aufgebracht werden.

Material

Für diese ebenerdigen Verlegungen ist es wichtig, ein dauerhaftes Material zu verwenden, denn einige Hölzer, die vom Hersteller zwar auch als für den Außenbereich geeignet bezeichnet werden, halten nur 7 bis 10 Jahre. In die engere Auswahl sollte kommen:

Das zuletzt gelistete Holzpolymer (WPC) ist mittlerweile ein bewährter Baustoff im Garten- und Landschaftsbau. Auch der Heimwerker kann das Material leicht bearbeiten, denn es lässt sich beinahe genauso wie Naturholz bearbeiten und gebrauchen. Vorteile sind zudem die Dauerhaftigkeit und die einfache Verarbeitungsmöglichkeit. Besonders im Unterbau ist WPC eine Alternative zu Kanthölzern.

Unterbau - drei Varianten

Unterbau einer WPC-Terrasse für schwimmende Verlegung auf Splitt.
Unterbau einer WPC-Terrasse fü...
Ein Möglichkeit: Lattenkonstruktion zusätzlich auf Platten.
Ein Möglichkeit: Lattenkonstru...
Das ist ein spezielles Schraubfundament.
Das ist ein spezielles Schraub...

Montage, Bauanleitung in Bildern

Die Montage der Dielen ist relativ einfach. Die Beläge werden schwimmend auf einer befestigten Oberfläche verlegt. In den Beispielbildern ist das verwendete Material WPC. Eine komplette Bauanleitung für das Verlegen der Terrassendielen kannst du bei den entsprechenden Herstellern anfordern bzw. herunterladen z.B. bei der Firma NATURin FORM.

Einfache Bearbeitung von WPC mit Stichsäge.
Einfache Bearbeitung von WPC m...
Befestigung mit Krallen oder Schrauben.
Befestigung mit Krallen oder S...
Idealer Bodenbelag im Außenbereich von Restaurants.
Idealer Bodenbelag im Außenber...

Biergarten mit Terrassendeck

Video-Notizen zum Bild Nr. 2