Reihensaat Buschbohnen
Tümpel- und Reihensaat bei Buschbohnen.

Buschbohnen werden in sogenannte Tümpel oder Horste (5-10 Körner pro Saatloch) gesät. Bei dieser Anbaumethode, Tümpelsaat genannt, ist das Saatloch eine tellerartige Vertiefung mit einer Tiefe von 2-3 cm. Die meisten Sorten sät man mit einem Pflanzabstand von 30 cm, Frühsorten benötigen nur 25 cm Abstand, kräftigere Spätsorten dagegen 40 cm. Sät man von Reihe zu Reihe versetzt (sogenannte Stufensaat) kann der Pflanzabstand auch geringer sein. Der Reihenabstand beträgt in allen Fällen 40 cm. Diese Anbaumethode ist in trockener Jahreszeit zu empfehlen, weil das Gieswasser in den tellerartigen Vertiefungen bleibt und nicht wegfließen kann. Bei sehr leichten, trockenen Böden bietet sich die Tümpelsaat ebenfalls an.  

Buschbohnen SamenEine andere Anbaumethode ist die Reihensaat, wie sie oben in der Skizze zu sehen ist. Die Bohnensamen (jeweils 3 Körner) werden in ein Loch von 3-4 cm Tiefe in einer Reihe mit einem Pflanzabstand von 5-8 cm ausgesät. Der Reihenabstand beträgt auch hier 40 cm. Diese Anbaumethode eignet sich besonders bei schwerem, feuchtem Boden oder in einer feuchten Witterungsperiode. Bohnensamen vertragen keine Dauernässe. So ist es günstig, wenn Regen- und Gießwasser rasch abfließen. Außerdem durchstoßen die eng beieinander oder gar übereinander liegenden Körner gemeinsam den schweren Boden. Die Reihen lassen sich zudem leichter anhäufeln. Beim Ernten erweist sich die Reihensaat ebenfalls als vorteilhaft, weil die Pflanzen fester verwurzelt sind und nicht so leicht herausgerissen werden.

Es gibt bei jeder Anbaumethode Befürworter und Skeptiker.Ich selber bevorzuge die letztere Methode.
Fakt ist, dass man bei der Reihensaat die gleiche Menge an Saatgut benötigt wie bei der Tümpelsaat.

Zeitige Sorten nur flach legen

Die Aussaat der Bohnen erfolgt in der Regel nach dem 10. Mai. Dann hat der Boden die erforderliche Temperatur. Außerdem ist nach dem Aufgehen der Samen nicht mehr mit Spätfrost zu rechnen. Es gibt aber auch schon ganz frühe Sorten, die bereits Ende April in den Boden können. Die alte Sorte 'Eisbohnen' zählt dazu. Erfahrene Gärtner empfehlen, diese zeitigen Sorten besonders flach zu legen (1 cm Tiefe) bzw. nur mit wenig Erde zu überdecken. Die Bohnenkörner benötigen zur Keimung relativ hohe Temperaturen (9 °C), und die sind in tieferen Schichten noch nicht erreicht.

Weitere Tipps

Buschbohnen benötigen nicht unbedingt volle Sonne. Sie können auch im Halbschatten angebaut werden und gedeihen dort gut.

Buschbohnen gelbe BlätterBohnen sind Schmetterlingsblütler und haben als solche an den Wurzeln haftende Knöllchenbakterien, die dem Boden Stickstoff zuführen (50 bis 100 kg/ha). Als Starthilfe sollte man ihnen dennoch etwas Komposterde oder Stickstoffdünger (Startstickstoff) zukommen lassen (150-200 g Schwefelsaures Ammoniak oder ähnliche Dünger auf 10 m²), weil das Wurzelwachstum und somit die Bildung der Knöllchenbakterien erst in Schwung kommen muss.

Hier im Bild haben die Buschbohnen, so meine Beobachtung, gleich nach dem Aufgehen der Saat gelbliche Blätter bekommen, was ich auf den vorläufigen Nährstoffmangel zurückführe. Schon mit etwas Stickstoffdünger oder Blaukorn treiben die weiteren Blätter mit gesundem frischem Grün aus.

Literatur & Quellen:

  • Dr. Manfred Ernst: Gemüsebau im Garten, Berlin 1981.
  • Bildquelle oben, altes Gartenbuch