Schnell wachsende Sichtschutzhecke Bambus
Schnellwachsend und pflegeleicht: Bambus + Gitterzaun.

Eine sich rasch schließende Bepflanzung als Sichtschutz wird oft gewünscht. Doch solltest du dir genau überlegen, ob du mit den Konsequenzen leben willst, d.h. nämlich, Gehölze, die schnell wachsen, tun das auch dann noch, wenn sie später eigentlich nicht mehr kräftig wachsen und pflegeleicht mit wenig Schnitt auskommen sollten. Trotz dieser Tatsachen hätte ich einige Empfehlungen:

1.) Bambushecken, aber kombiniert mit einem Metallgitterzaun

Metallgitterzaun mit BambusheckeScharfkantig geschnittene Bambuspflanzen sind möglich aber nicht Jedermanns Geschmack. Die Lösung hier im Bild (oben) ist da schon besser und zwar Gartenbambus (möglichst Fargesia murielae-Arten, die keine Wurzelausläufer treiben, verwenden) kombiniert mit einem Metallgitterzaun. In zwei Jahren ist diese lockere Hecke blickdicht, und der Zaun macht sie sogar hundesicher.

Diese zügig wachsende, immergrüne Abschirmung aus Bambus wird 2-3 m hoch und kann jederzeit gestutzt werden. Als gute Eigenschaft kommt hinzu, dass Bambus immer heiter aussieht, auch an trüben Regentagen.
Ein weiterer Vorzug besonders für Kindereinrichtungen und Familiengärten ist seine Ungiftigkeit.

2.) Eiben - Universalhecke, anfangs schnell wachsend, später verlangsamt sich das Wachstum

Eibenhecke und SichtschutzzaunDie heimische Eibe (Taxus baccata) wächst in der Jugend relativ schnell. Wenn man Pflanzen kauft, die um die 1,20 m hoch sind, den Boden gut mit Humuserde verbessert und lockert, dann wird die gepflanzte Hecke in zwei Vegetationsperioden fast 2 m hoch.

Die Eiben haben die Eigenschaft, dass sie in der Jugend schnell wachsen und später ihr Wachstum verlangsamen. Von allen Heckenarten macht sie nach 20 Jahren die wenigste Arbeit. Außerdem sind Eiben sehr robust und wachsen sowohl in voller Sonne als auch im Vollschatten gleich gut.

Der einzige Nachteil ist die Giftigkeit der Nadeln und Fruchtkerne. Für Kindergärten ist diese Pflanze daher absolut tabu, weil sie als hochgiftig gelten. Beitag zum Bild (roter Sichtschutz mit Hecke kombiniert).

3.) Thuja, der Lebensbaum

ThujaKurz erwähnt sei auch die beliebte Thujahecke. Sie verhält sich im Wachstum ähnlich der Eibe, doch sie wächst in der Jugend nicht ganz so schnell wie diese und ist im Alter dagegen etwas wüchsiger. Thuja ist leicht giftig und führt beim Verzehr zu Verdauungsbeschwerden, in seltenen Fällen auch zu Leber- und Nierenschäden und ist deshalb auch keine gute Empfehlung für Kindereinrichtungen.
An dieser Stelle sollen auch die Scheinzypressenpflanzugen erwähnt werden, die ich persönlich aber nicht empfehle, weil sie zu stark wachsen und ständig geschnitten werden müssen. Von unten verkahlen sie dabei rasch. Scheinzypressen sind in ihrer Giftigkeit ähnlich dem Lebensbaum.

4.) Sommergrüne Hecken

Neben den immergrünen Schnittgehölzen, die hier aufgezählt wurden, sind noch die sommergrünen Hainbuchen- (Weißbuche, Carpinus betulus) und Feldahornhecken (Acer campestre) zu nennen. Sie wachsen ebenfalls schnell und kräftig, aber konstant sowohl in der Jugend als auch im Alter. Sie müssen etwa zweimal im Jahr geschnitten werden. Das Laub kann, da es klein ist, im Herbst unter der Bepflanzung verbleiben und da verrotten. Die heimisch Insektenwelt wird es danken. Da Buche und Ahorn ungiftig sind, können sie bedenkenlos im Familien- oder Kindergarten zum Eisatz kommen.

Hainbuchen-Hecken in doppelter Reihe

Und auch hier der Tipp: Viel hilft nicht immer viel. Im Bild zu sehen, wurden die Hainbuchensetzlinge in doppelter Reihe gepflanzt. Das bringt zwar schnell Blickschutz, doch mit den Jahren werden die einzelnen Pflanzen mehr und mehr kümmern. Hecken werden immer nur in einer Reihe gepflanzt.