Sträucher, Ziersträucher, Blütengehölze

Kirschlorbeer erfroren

Es gibt mehrer Gründe, warum immergrüne Gewächse Frostschäden erleiden können. Entweder sind sie generell frostempfindlich und sie vertragen keine Temperaturen um oder gar unter dem Gefrierpunkt. Auch wenn zu viel gedüngt wurde, kann das zu Frostschäden führen. Des weiteren können Pflanzen mit immergrünem Laub im Winter Vertrocknungsschäden bekommen. Das erkennt man an schwarzbraun verfärbten Blättern. Was wie erfroren aussieht, ist lediglich vertrocknet. Und nicht zuletzt führt die Herbstpflanzung häufig zu Schäden an den Pflanzen. Die Wurzeln konnten sich noch nicht genügend erneuern und ausbreiten, beispielsweise in die Tiefe wachsen, um in frostfreien Bodenschichten an Wasser zu kommen.

Hamamelis Zaubernuss

Die Zaubernuss ist meist ein Winterblüher. Die Sträucher ähneln ein wenig unserer heimischen Haselnuss, doch sie sind nicht so starkwüchsig, wie diese. Hamamelis erreicht als Strauch drei bis fünf Meter Höhe, seltener wird sie als Baum gezogen, doch ist das durch Schnitt recht leicht zu bewerkstelligen. Duch Schnittkönen die Büsche auch so niedrig gehalten werden, das sie in jeden Garten passen. Die Blüten der meisten Hamamelis-Sorten duften sehr angenehm, deshalb pflanze ich die Zaubernuss möglichst immer in die Nähe des Hauseingang oder an Plätze im Garten, die auch im Winter frequentiert werden. Das Angebot an verschiedenen Arten und Sorten ist groß und so möchte ich unten die verschiedenen Varianten auf einfach Art und Weise näher erläutern.

Kerria japonica Goldkerrie gelbe Blüte

Die Goldkerrie, Kerria japonica, auch Ranunkelstrauch oder Japanisches Goldröschen genannt, mit einfachen gelben Blüten ist sicher nicht so bekannt, wie die gefüllte Sorte Kerria japonica 'Pleniflora'. Sie hat aber besondere Vorzüge, welche viel zu wenig bekannt sind. Das Ziergehölz ist ein robuster, verhältnismäßig kleiner Strauch, der nicht viel Pflege braucht.

Zaubernuss Hamamelis intermedia Arnold Promise

Hamamelis intermedia ist die "Hybrid-Zaubernuss". Die Zaubernuss (engl. Witch hazel = Hexen-Hasel) hat ihren Namen wegen der außergewöhlichen Winterblüte erhalten. Der oft recht üppige Flor entfaltet sich manchmal schon im Januar. Und das mag uns wie Zauberei erscheinen. Es ist aber nicht nur die Blüte, die uns bezaubert, sondern auch der Blütenduft vieler Sorten, der besonders an sonnigen und windstillen Tagen intensiv wahrzunehmen ist. Von dem Blütengehölz gibt es zahlreiche Sorten, deren Flor von rot über orange bis hin zu verschiedenen gelben Farbtönen variieren. In aller Kürze möchte ich hier die wichtigsten Varianten vorstellen. Der Tipp, welcher in der Seitenüberschrift versprochen wurde, bezieht sich auf die Wahl einer Sorte mit der richtigen Blütenfarbe. Dazu unten mehr ...

Kerria japonica 'Pleniflora' Blüte

Kerria japonica ist die Goldkerrie (Kerrie) mit einfacher gelber Blüte. Die Sorte 'Pleniflora' hat hingegen dicht gefüllte, kugelige Blüten (etwas wie Ranunkeln) und ist bekannter als die einfache Art. Der Blütenstrauch ist in den 90er Jahren recht beliebt geworden, und so findet sich dieses Ziergehölz als Busch heute in vielen Vorgärten. Doch auch die Verwendung als Blütenhecke ist möglich. Die Besonderheit des Gehölzes ist, dass sich der goldgelbe Flor oft über mehrere Wochen lang hinzieht, selbst im Halbschatten noch zur Entfalltung kommt und damit düstere Gartenecken aufheitert.