Weidenzaun
Weidenzaun, vertikal geflochten. ©2014

Das Flechten von Zäunen mit Hasel- und Weidenruten ist eine alte Handwerkstechnik, die bis heut überlebt hat und interessant und vielseitig zugleich ist. Neben Flechtzäunen stellte man ebenso Gerätschaften des täglichen Bedarfs her. Auch diese finden heute wieder mehr und mehr Käufer und das sicher nicht nur wegen der unschlagbar günstigen Ökobilanz.

Man unterscheidet bei der Anfertigung von Weidenzäune (aus Hanfweide) verschiedene Techniken. Und es können durchaus auch lebende Weidenruten verarbeitet werden.

  • Senkrechte Weidenflechtzäune - in ihrer Urform sind sie austriebsfähig und werden zu grünen Zäunen
  • Rautenflechtzaun - auch sie sind austriebsfähig, wenn sie mit Weidenruten gesteckt werden
  • Waagrechte Flechtzäune - wegen des fehlenden Erdkontakts treiben die Weiden nicht aus.

Lebender WeidenzaunDer Flechtzaun war in seiner Ursprungsform vermutlich eines der ersten zaunartigen Gebilde. Senkrecht, horizontal oder fischgrätartig wurden sie vorwiegend aus Weidenruten, runden oder gespaltenen Haselzweigen oder Fichtenästen geflochten.

Theoretisch ist es möglich, dass Weidenzäune auch als "grüne Zäune" gebaut werden können, d.h. Weidenruten werden in die Erde gesteckt und mit weiteren Ruten verflochten. Doch das ist mehr eine romantische Vorstellung, denn in wenigen Jahren hat man nichts anderes als eine Weiden-Hecke, die unsäglich stark wuchert.

Wer also eine gewisse Öko - Romantik sucht, der verwende besser fertig geflochtene Zäune aus verarbeiteter Korbweide. (Ebenso empfielt es sich auch für die beliebten Weiden-Tipis im Kindergarten)

WeidenzaunelementDerartige oder ähnliche Sichtschutzelemente werden bei kleinen Hausgärten häufig als Abschirmung zur oft sehr nahe liegenden Terrasse des Nachbarhauses verwendet. Zusätzlich fungieren sie noch gut als Windschutz.

2 Fotos: © Bildrechte bei naturgeflechte.24 

Diese Weidenzaunelemente können hervorragend mit Klettergehölzen wie Rosen oder Geißblatt berankt werden. Einjährige Kletterpflanzen wie  Feuerbohnen, Zierwinden (Ipomoea purpurea, Trichterwinde), Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata) und  Mandevilla (die heute beliebten Sundavillen mit großen roten Trichterblüten) können kurzfristig eine grazile Wirkung erzielen.