Feldsalat
Feldsalat am 1. August säen, oder noch eher.

Zur Winterzeit gibt es nicht viel zu ernten, doch Feldsalat (Rapünzchen, Ackersalat, Feldlattich) kann an milden, schneefreien Tagen geschnitten werden. Auch noch im zeitigen Frühjahr hat man so eine recht ordentliche Salaternte. Weiterhin ist der Anbau unter Glas möglich, aber dafür gibt es eigentlich wertvolleres Treibgemüse.

Bodenansprüche

Der Feldsalat stellt an Boden und Klima keine besondern Ansprüche. Man sät ihn auf abgeerntete Beete, die im Juli frei werden, also zum Beispiel nach Frühkartoffeln und frühen Erbsen.

Samen, Aussaat

Es wird empfohlen, bei Trockenheit vor der Aussaat den Boden etwas zu wässern.

Der Samen des Feldsalates ist 3 bis 4 Jahre lang keimfähig. Die Keimdauer beträgt 8 bis 12 Tage. Ein Gramm Feldsalatsamen sind etwa 1000 Korn. Auf einen Quadratmeter Beetfläche benötigt man etwa 1,5 g.

geernteter FeldsalatUm große Salatpflanzen zu bekommen, sät man in Reihen mit einem Abstand von 20 cm und verzieht dann auf 3cm. Die Saattiefe beträgt nur 0,5 bis 1cm. Auch die breitwürfige Aussaat ist auf Beeten möglich, wenn diese relativ frei von Unkraut sind. Dabei sät man auf das frisch gelockerte Beet, harkt den Samen etwas ein und klopft das Beet flächig ein wenig fest.

Zweckmäßig ist es, den Feldsalat nur als Beeteinfassung in 10 cm breiten Streifen zu sähen, denn das erleichtert die Ernte enorm. Denn es ist oft schwierig, die winzigen Salate von der Mitte eines breiten Beetes zu pflücken.

Aussaat Zeitpunkt

Will man ordentlich ausgebildete Feldsalate im Winter und zeitigen Frühjahr ernten, so muss nach meiner Erfahrung in der Woche um den 1. August gesät werden. In vielen Gartenbüchern liest man, dass bis Ende August, Anfang Oktober gesät werden kann. Doch dann bleiben die Pflanzen recht klein und eine Winterernte lohnt sich nicht. Wenn sie dann im Frühjahr wieder loswachsen, kann nur innerhalb weniger Tage geerntet werden, weil die Pflanzen schnell schießen und ungenießbar werden.

Eigener Samen

Der Feldsalat-Anbau lohnt eigentlich nur, wenn man ihn in großen Mengen anbaut. Für diese Zwecke wäre selbst hergestellter Samen natürlich optimal, und dieser ist auch ausgesprochen leicht zu gewinnen. Man lässt beispielsweise eine oben erwähnte Beeteinfassung stehen, durchtreiben, blühen, schneidet dann Ende Mai die Pflanzen ab und trocknet sie in einer flachen Kiste. Die ausgefallenen Samen werden trocken gelagert.

Sorten

Altbewährte Sorten sind: 'Deutscher' oder 'Dunkelgrüner Dunkelherziger', 'Holländischer Breitblättriger'. Eine Besonderheit ist die Sorte 'Verte de Cambra', der kleine Köpfe bildet. Er ist für den Unterglas-Anbau geeignet.

Zu erwartende Erträge: 0,7 bis 0,8 kg pro m².


Literatur & Quellen:

  • Buro/Meißner/Reinhold/Vaniceck: Freude am Garten, Berlin 1978.