Blüten Frühlingskirsche Prunus subhirtella 'Fukubana' Baumschulgärtner sind sich einig – Fukubana ist die schönste Subhirtella-Kirschsorte!
Baumschulgärtner sind sich einig – Fukubana ist die schönste Subhirtella-Kirschsorte!

Die Frühlingskirsche 'Fukubana' ist ein Blütengehölz, welches außerordentlich reich blüht und dessen üppiger Flor auch immer garantiert ist. Dieser erscheint im April zu einer Zeit, wo sonst noch nicht all zu viel vom Frühlingserwachen in der Natur zu sehen ist. Das Besondere dieser Zierkirsche sind die gefüllten Blüten und dazu die ausgefransten Kronenblätter. Der Flor ändert im Aufgehen seine Farbe. Anfangs ist er dunkelrosa und hellt später auf.

Botanik

Prunus subhirtella 'Fukubana' ist eine Ziersorte der Higan-Kirsche (Prunus subhirtella), einer Wildkirsche, die auf der Insel Hondo beheimatet ist. Die Sorte 'Fukubana' ist von Natur aus ein lockerästiger sommergrüner Großstrauch, der selten 5 bis 6 m hoch wird.

Prunus subhirtella Fukubana HochstammFrisch treibendes Grün ist ein optimaler Rahmen für das Blütenfeuerwerk

In den Baumschulen wird die Sorte auch auf Hochstamm veredelt. Die Blätter sind schmal eiförmig bis elliptisch, gesägt, doch nicht so stark gesägt, wie die Blätter der Art. Das Laub hat ein gesundes Grün und verfärbt sich im Herbst gelb-orange. Die tiefrosa Blüten werden bis 2 cm groß, sind gefüllt und tief eingeschnitten und gekraust. Die Blüte beginnt vor dem Austrieb der Blätter im April, ist aber im Verhältnis zu den anderen Subhirtella-Sorten ist sie die späteste, bzw. die erscheint eine Woche später, als die Art. Ein Fruchtansatz wurde noch nicht beobachtet

Standortansprüche, Verwendung

Die Zierkirsche gedeiht auf jedem normalen Boden, nur Staunässe und gelegentliche Überschwemmungen werden nicht gut vertragen. Sandboden wird toleriert, kalkhaltige Standorte sind optimal. Volle Sonne ist gewünscht.

Prunus subhirtella Fukubana Blüten rosa gefülltDie Fernwirkung ist prächtig, doch auch aus der Nähe betrachtet, ist der Flor eine Besonderheit

In den Baumschulkatalogen wird die Frühlingskirsche 'Fukubana' immer wieder als die schönste unter den Subhirtella-Arten gepriesen, doch nach meinen Erfahrungen hat jede dieser Sorten bestimmte Vorzüge und nicht allein die Blütenfülle sollte ein Kriterium sein. Wie schon erwähnt, ist die Frühlingskirsche eigentlich ein Strauch, doch meist wird diese Kirsche auf Hochstamm veredelt und als kleiner Alleebaum verwendet. Ganz ähnlich ist das auch bei der Gefüllten Frühlingskirsche Prunus subhirtella 'Plena' der Fall. Diese ist ebenfalls gefüllt, doch nicht gefranst. Beide sind als Strauch und besonders als hochstämmiger Baum ideal für die Einzelstellung und für kleinere Gärten geeignet. Sie können im Vorgarten Platz finden, doch auch am Garagenvorplatz stehen sie ideal, weil man beim täglichen Gebrauch des PKWs dann auch die volle Blütezeit des Gehölzes miterlebt.

Prunus subhirtella Fukubana blühende BaumkroneHier kann der Flor auch von der Balustrade her betrachtet werden. Die Forsythien setzen einen Komplementärkontrast.

Hier im Foto habe ich einen ganz besonderen Standort entdeckt, wo der Baum (Hochstammveredlung) einerseits einen Zufahrtsweg am Landschloss begleitet und andererseits die blühende Baumkrone oben von der Sandsteinbalustrade ganz aus der Nähe betrachtet werden kann.

Kaufen und Pflanzen

Die Sorte ist recht alt und weit verbreitet, sodass sie in jeder Baumschule zu kaufen oder bestellbar ist. Natürlich sind nie alle Größen in einer Gärtnerei sofort verfügbar, sondern können geordert werden. Die Frühlingskirsche kann als Strauch sehr preiswert bereits ab Größen von 30 bis 50 cm gekauft werden. Ideale Höhen zum verpflanzen sind 125 bis 150 cm. Eine andere Kategorie sind die hochstämmigen Varianten, die von einjährigen Veredlungen bis zu den Starkbäumen reichen, welche nach Stamumfang gemessen und eingepreist werden. Diese sogenannten Starkbäumen, allesamt mit verdrahteten Erdballen, besitzen Stammumfänge von 8 bis 25 cm. Bei der Pflanzung ist nichts besonderes zu beachten. Allerdings sind Kirschen Flachwurzler und sollten nie tiefer gesetzt werden, als sie vorher gestanden haben – eher zwei Zentimeter höher. Aus diesem Grunde ist es nicht ratsam die Pflanzgrube sehr tiefgründig zu lockern, weil sich in ihr später aller Boden senkt und damit auch der neu gepflanzte Baum.