Duftlavendel am Gartenweg
Eine Lavendelhecke am Gartenweg.

Duftpflanzen – natürlich pflanzt du sie dorthin, wo sie deine Nase auch erreichen! Es nützt der beste "Duftgarten" nichts, wenn du die Blüten beständig auf den Knien beschnuppern müsstest. Alternativ könntest du Hochbeete anlegen, doch ich schlage zunächst die preiswertere Variante vor: Pflanze duftende Gehölze in die Nähe des Hauseinganges, der Terrasse oder entlang oft begangener Wege.

Chimonanthus praecox duftende WinterblüteDas sind vorzugsweise die Gartenplätze, wo du dich oft aufhältst oder wo du oft vorbeikommst. Für die duftenden Blüten der Wintermonate und die Vorfrühlingsblüher gilt das besonders. Für sie ist oft der Platz im Vorgarten neben dem Hauseingang der beste, weil man sich im Winter halt selten im Garten oder auf der Terrasse aufhält.

Unten gibt es noch den Tipp, die Duftpflanzen auf Hochbeete zu pflanzen, damit die Blütendüfte näher an der Nase sind. Im Vorgarten rate ich jedoch, wie schon erwähnt, zu Sträuchern, die ihre duftenden Blüten in Nasenhöhe präsentieren. Interessanterweise gibt es recht zahlreiche duftende Blütengehölze, die im Vorfrühling blühen. Vermutlich weil der Duft die wenigen Insekten, die in der kühlen Jahreszeit unterwegs sind, zur Bestäubung anlocken soll.

Einen kleinen Duftgarten anlegen: Ideen.

Hohlweg in einen SteingartenPrinzipiell sind Hochbeete interessante Gestaltungselemente und heutzutage auch in Mode, denn man empfiehlt sie auch gern als bequem zu erreichende Beete, insbesonders Kräuterbeete. Und bequem sind sie auch tatsächlich. Doch noch genialer, als den Garten mit einzelnen Hochbeeten zu bestücken, ist es, Hohlwege oder abgesenkte Gartenbereiche anzulegen, wodurch der gleiche Effekt entsteht. Gestalterisch bringen abgesenkte Bereiche, Terrassen oder Sitzplätze mit "Hochbeeten" am Rand viel mehr Atmosphäre, als "aufgesetzte" Beete.

Für solche Anlagen, in denen auch viel mit Hang- und Trockenmauern gestaltet wird, bietet sich bestens das Motiv eines Steingartens an. Ein weiteres Gestaltungsthema wäre die Anlage eines Rosengärtchens. Um dort den Rosenduft zu unterstützen, solltest du Rosenbegleitpflanzen dazusetzen. Von ihnen habe ich eine ganze Liste erstellt, die solche eine Gartenanlage mit ihren Blüten bereichern können.

Spalier oder Pergola

Die oben empfohlenen "Senkgärtchen" kann man mit Spalieren oder mit Pergolen noch perfektionieren, bzw. in einem Reihenhausgarten könntest du dir auf diese Art und Weise sogar einen kleinen "geheimen Duftgarten" anlegen, der von den Nachbargrundstücken kaum einsehbar ist.

Lonicera heckrottii, Feuer-GeißschlingeAuch für die Spaliere gibt es rankende Duftgehölze, wobei natürlich die Rosen zuerst zu nennen sind. Doch bei diesen solltest du darauf achten, duftende Sorten auszuwählen, denn nicht alle modernen Rosensorten besitzen die erwünschten angenehmen Gerüche. (Rankrosen-Tipp: 'Compassion', 'Morning Jewel', 'Veilchenblau')

Eine zweite Gruppe duftender Schlinger für Rankgitter sind die Geißblätter, bekannter als "Jelängerjelieber", die besonders in den Abendstunden ihre betörenden Aromen verbreiten. Man kaufe hier die Sorten von Jelängerjelieber und zwar von den Arten:

  • Lonicera japonica
  • Lonicera similis var. delavayi
  • Lonicera heckrottii (Bild)
  • Lonicera caprifolium

Stämmchen und duftende Kübelpflanzen

Im Schatten einer Brugmansia aurea, Datura, EngelstrompeteNatürlich sollen hier auch die Rosen-Stämmchen erwähnt werden. Und auch da ist der Hinweis wichtig, dass nur Sorten verwendet werden sollten, die auch wirklich duften. Um auf Nummersicher zu gehen, kannst du die sogenannten Englischen Rosen kaufen, denn diese besitzen alle die erwünschten Rosendüfte.

Für die Terrasse gibt es Kübelpflanzen in Stämmchen-Form oder mit höherem Wuchs. Hier kannst du beispielsweise Duftpelargonien, Engelstrompeten (Datura suaveolens) oder entsprechende Sorten von Oleander (Nerium oleander) mit Vanillie-Aromen verwenden.