Blütenstauden

Präriesonnenhut Ratibida pinnata

Der Präriesonnenhut (Ratibida pinnata), der wohl eher zu den Wildstauden zählt, ist in unseren Gärten kaum zu finden und noch wenig bekannt. Die mehrjährige Staude benötigt volle Sonne und da es eine Prärie-Pflanze ist, auch eher trockenen Boden – und keinesfalls stauende Nässe. Haben wir Flächen, wo wir solche speziellen Pflanzungen anlegen können, bereichert der Präriesonnenhut in jedem Falle unser Zierpflanzensortiment. Die etwa einen Meter hoch werdende Art entwickelt ihren Flor von Juni bis August.

Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea

Der Purpur-Sonnenhut ist eine wunderschöne Rabattenblume des beginnenden Hochsommers. Die Blüten der Zierstaude durchlaufen eine interessante Metamorphose , was die folgenden Bilder zeigen werden. Und der Flor besitzt einen merkwürdigen mediterranen Schimmer kühler Patinafarben. Er wandelt sich noch einmal von der verwelkten Blume im September hin zur Optik einer Distelblüte. In den Gärten finden wir diese winterharte Staude seltener. Der Grund hierfür ist, dass sich die Pflanzen oft auf die Dauer nicht halten. Nicht jeder Standort behagt ihr und so verschwindet diese Blume mit ihrem sommerlichen Flair plötzlich wieder aus dem Garten – doch ein Versuch sollte es Wert sein, diese Variante des Sonnenhutes zu pflanzen.

Raublatt-Aster

Die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) ist eine winterharte, mehrjährige Staude und Gartenblume. Sie beginnt ihre Blüte im Spätsommer, wenn üppige Hochsommerstauden wie Sonnenbraut und Staudensonnenblumen ihren Flor langsam beenden. In dieser Zeit wechseln auch die sommerlichen Farben der Blumen vom leuchtenden Gelb zum weiß, rosa, violett und violettrot der hier beschriebenen Sorten. Es kommen mit ihnen also die kühleren Farbtöne in die Gärten, welche aber sofort durch die ersten warmen Herbstlaubfarben aufgefangen werden. Diese Nachsommer- und Herbstastern sind unkomplizierte und sehr vitale Stauden für sonnige Plätze. Wenn sie einmal angesiedelt sind, dann kann man sie bald durch Teilung vermehren und Gartenfreunden weiter verschenken.

Garten-Sonnenauge heliopsis helianthoides)

Die Garten-Sonnenaugen ähneln sehr den Staudensonnenblumen. Es sind mehrjährige Schmuckstauden, die bei uns völlig winterhart sind. Die Büsche bekommen eine etwas steife und säulenartige Form. Christian Grunert bemerkt in seinem Buch "Gartenblumen von A bis Z", dass man genau abwägen solle, was man neben diese Stauden pflanzen möchte. Arten mit gleichem Habitus sollte man nur ausnahmsweise daneben pflanzen, da die Rabatte sonst zu steif wirken könnte. Abgesehen davon ist das Garten-Sonnenauge eine nützliche Zierpflanze, besonders für Vor- und Naturgärten. Neben dem lange währenden Flor liefert es uns Schnittblumen für die Vase. Die Blüte wärt von Juni bis September.

Anaphalis triplinivernis und Stipa tenuissima

Es gibt nicht allzuviele von ihnen, doch die wenigen sind sehr interessant für die Gartengestaltung, für Blütenrabatten und auch für die Grabbepflanzung. Besonders dort, wo man sich Pflanzungen oder Rabatten wünscht, die nicht immer jährlich neu bepflanzt werden müssen, wird nach diesen dauerblühenden Zierstauden gesucht. Im richtigen Konzept ist dies möglich, doch Wunder solltest du von diesen Pflanzen auch nicht erwarten.