Lohnenswertes Kleingewächshaus.
Lohnenswertes Kleingewächshaus.

Lohnt sich ein Gewächshaus oder ein solides Frühbeet in der Anschaffung? Das ist eine oft gestellte Frage. Wer nun berechnet, wie viele Gurken, Radieschen ect. er in seinem Gartengewächshaus ernten muss, damit sich die Investition geldlich rentiert, und dabei den Kaufpreis dagegen stellt, der rechnet meiner Meinung nach falsch. Ich behaupte, dass ein Selbestversorgergewächshaus 250 Euro Gewinn pro Jahr bringen kann – und zwar folgendermaßen gerechnet:

1.) Zum Einen kannst du in deinem Kleingewächshaus, auch wenn es unbeheizt ist, fast das ganze Jahr Gemüse anbauen. Im Vorfrühling und Frühling ist das vor allem Salat, Radieschen und Frühkohlrabi. Ab Mai sind es Gurken oder Tomaten und im Herbst wieder Salat (Wintersalat).

2.) Als Zweites hast du die Möglichkeit der Jungpflanzenzucht verschiedenster Blumen- und Gemüsearten.

3.) Der dritte Hauptgrund für die Anschaffung eines Gewächshauses oder eines Folietunnels (Foliegewächshaus) im Zusammenhang mit einer intensiven Gartenbewirtschaftung für die Selbstversorgung ist folgende: Wenn du reiche Ernten aus deinem Kleingarten herausholst, dann wist du automatisch seltener im Supermarkt einkaufen gehen.

Ist der Garten direkt am Haus, so sind meine eigenen Erfahrungen die, dass man regelrecht zu faul zum Einkaufen wird. Im Schnitt gehst du dreimal in der Woche zum Supermarkt und dreimal kaufst du auch ganz sicher viel mehr ein, als du ursprünglich wolltest. Im Schnitt sind das mindestens 10 Euro pro Ladenbesuch. Hast du einen ertragreichen Selbstversorgergarten, dann kauft du nur noch 2 x die Woche ein und sparst dann jedes mal die gewohnheitsmäßigen Mehrausgaben. Das sind nach meiner Rechnung 10 Euro x 52 Wochen = 520 Euro pro Jahr. Wenn du mit dem PKW fährst, dann entstehen zusätzliche Kosten. Real sind 35 Cent Fahrzeugkosten für einen PKW-Kilometer. Rechne dir mal aus, was hier zu sparen ist.

4.) Dazu kommt aber noch, dass sich auch dein Essverhalten durch die Selbstversorgung ändert. Statt Wurstbroten "futterst" du am Abend schüsselweise Gurken- und Tomatensalat oder frischen Kopf- oder Pflücksalat. Auch die frisch geernteten Kartoffeln, Zucchini oder Bohnen bringen schmackhafte Gerichte auf den Tisch. Der Fleischkonsum wird sich ganz automatisch senken, und du kaufst viel mehr unveredelte Lebensmittel, die dazu dienen, die geernteten Gemüse aus dem Garten anzurichten. Ähnlich kauften unsere Großeltern ein. Man kann das an dieser sehr schönen Einkauf-Merktafel aus Großmutters Zeiten ablesen, was damals so zugekauft wurde, als Selbstversorgergärten noch die Regel waren.

Kurz gesagt, ich rechne bei einer 5köpfigen Familie heute mit einer Kostenersparnis von gut 1.000 Euro im Jahr, wobei des Gewächshaus einen Anteil von gut 1/4 haben mag.

Noch ein anderes Rechenbeispiel >>

Alte Merktafel für den Einkauf von 1920