Blütenstauden
Die Staude aus dem Mittelmeerraum, welche erst seit den 2000er Jahren als Zierpflanze gezüchtet wird, bereichert das Spektrum der vielen zierenden Salbeiformen, welche als Sommerblumen in Gärten, Rabatten und als Balkonbepflanzung Verwendung finden.
Der Quirlblütiger Salbei (Salvia verticillata) ist eine absolut frostharte Salbeiart und nur wenige Zierstauden vermögen so lange und anhaltend zu blühen, zudem die meisten der Blühstauden ihren Flor im Frühling verschwenden. Mit diesen Eigenschaften ist es ein Gewächs, welches ideal für mediterrane Gärten und Terrassen eignet, da diese unbedingt die sommerlichen Blüten brauchen.
Doronicum caucasicum (Syn. Doronicum orientale), die Frühlingsmargerite, die auch Gämswurz (früher Gemswurz), Balkan-Gämswurz oder Kaukasus-Gämswurz genannt wird, ist eine ganz besondere Gartenblume. Sie ist im Frühjahr die erste Blume mit richtigem Blütengesicht, denn sie beginnt bereits im April zu blühen. Die robuste, frostharte, mehrjährige Staude eignet sich hervorragend für zeitig blühende Blumenrabatten. Die weithin leuchtenden gelben Blüten lassen sich zu Frühlingssträußen binden und halten lange in der Vase.
Das Tränendes Herz hat die botanische Bezeichnung Lamprocapnos spectabilis, ist aber unter dem Synonym Dicentra spectabilis bekannter und wird oft auch unter dieser Bezeichnung im Handel angeboten. Zudem hat es vielerlei volkstümliche Namen, wie Herzblume, Hohe Herzblume, Flammendes Herz, Herzerlstock, Frauenherz oder Marienherz. Sie ist eine bekannte, mehrjährige Schmuckstaude für bunte Stauden- und Blumenrabatten. Auch zählt sie zu den typischen Pflanzen des Bauerngartens, wo sie zur Zierde, aber auch als Schnittblume dient. Für diesen Zweck liegt ihr Blütenzeitpunkt besonders günstig. Im Mai und Juni, zu einer Zeit, wo im Garten nur wenige Blumen blühen, denn die Frühblüher sind verwelkt und die Sommerblumen lassen noch auf sich warten, erfreut sie uns mit ihrem Flor.
Das Besondere dieser Zierstaude ist, dass zwei Arten denselben Namen tragen. Sie werden beide Zwerg-Herzblume (auch Zwergige Herzblume oder Doppelsporn) genannt, sind aber unter den lateinischen Namen Dicentra eximia, im Bild 2) zu sehen, und Dicentra formosa zu finden. Das Außergewöhnliche dieser unauffälligen, mehrjährigen Blütenstauden wird oft übersehen, weil sie im Gegensatz zum Tränenden Herz, im Bild 3) dokumentiert, kleiner und unscheinbarer sind. Sie werden nur 30 Zentimeter hoch, sind aber anspruchsloser im Standort. Sie wachsen sowohl in voller Sonne, als auch im Halbschatten und sogar noch auf schattigen Arealen. Sie können den Wurzeldruck großer Bäume tolerieren und werden von Schnecken gemieden. Als Dauerblüher erfreuen sie uns von Anfang Mai bis September mit ihren hängenden Herzblüten in tiefem Purpurrot, über helle Rottöne und Rosa bis hin zu reinem Weiß.
Der Goldfelberich, Lysimachia punctata, auch Felberich oder Punktierter Gilbweiderich genannt, ist in unseren Gärten eine der wenigen krautigen Pflanzen, welche bereits im Juni zu blühen beginnen, dann jedoch eine lange Zeit, bis in den Sommer hinein, uns mit ihren gelben Blüten erfreuen. Die zeitige Blüte bietet uns eine Schnittblume zu einer Zeit, wo im Garten noch nicht viel anderes für die Vase zu finden ist. Die Frühlingsblüher sind schon vergangen, und die typischen Sommerblumen brauchen noch ein paar Wochen, bis auch sie uns mit ihren Flor beglücken.
