Einfache Rezepte für Selbstversorger: Kochen mit selbstangebauten Lebensmitteln -– Einkochen – Haltbarmachen
Hier und da finden sich in alten Gartenbüchern neben Anbauanleitungen auch interessante Rezepte für die Zubereitung der Gemüse. Damals, wie heute ist es so, dass von den Kleingärtnern und Selbstversorgern allerhand angebaut wird, doch bei der Verarbeitung hapert es dann. Also sind entsprechende Tipps, jederzeit angebracht, um dem abzuhelfen. In einem Buch von 1879 fand der Autor also folgendes Rezept für das Einlegen von Gurkenscheiben in Öl. Man könnte auch sagen, dass es ein vorgearbeiteter Gurkensalat ist, der auf diese Art und Weise bis zu acht Monaten haltbar gelagert werden kann. Die Gurkenscheiben, wie auch das Öl, sind anschließend zu verwerten.
Wer sich schnell einmal eine Gemüsemahlzeit mit interessantem Geschmack zubereiten möchte, der sollte in der Lage sein, unkompliziert eine Sauce Hollandaise bereiten zu können. Da ich der Meinung bin, wir sollten als Selbstversorger das Augenmerk nicht nur auf die Produktion von Obst und Gemüse legen, sondern unsere Produkte auch rasch und einfach zubereiten können, gehören nicht zuletzt Rezeptempfehlungen zu meinem Konzept des Selbstversorgergartens. Mit Hilfe von Sauce Hollandaise ist es möglich, die verschiedensten Gemüse in kürzester Zeit idealerweise direkt vom Beet in ein schmackhaftes Gericht zu verwandeln und auf den Mittagstisch zu bringen.
Ein Übersichtsartikel von Thomas Jacob, 12.4.2019 (1/2024 aktualisiert)
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Der Autor hat hier eine recht umfangreiche Liste fermentierter Lebensmittel zusammengestellt, welche zeigt, wie umfangreich und vielseitig diese Nahrungs- und Genussmittel doch in unserer Küche vorkommen. Treffender wäre sicher die Formulierung "in unserer Küche vorkommen könnten".
Bekannt ist sicher die durchaus schmackhafte Fertigrezeptur vom Unilever-Konzern, der unter dem Markennamen Unox und "Kartoffel einmal anders" Fertigrezepturen für Kartoffel-Gratins in den Supermärkten anbietet, beziehungsweise angeboten hatte. Es handelt sich dabei um eine Art dicke Sahnemischung*, welche man über geschälte und geschnittene, rohe oder gekochte Kartoffeln auf einem Backblech verteilt, dann in den vorgeheizten Backofen schiebt und nach der vorgegebenen Garzeit einen fertigen Kartoffel-Sahne-Auflauf erhält.
Salzgurken selber herzustellen ist im Grunde sehr einfach. Man braucht nur Kochsalz (Natriumchlorid, NaCl), Wasser, ein Gefäß und natürlich: Gurken, die im Sommer oft in großen Mengen verarbeitet werden müssen. Diese werden – ähnlich wie bei der Herstellung von Sauerkraut – in eine milde Lake gelegt und abgedeckt. Schon nach 4 Tagen gibt es erste Kostproben. Am besten schmecken sie jedoch nach etwa 5 – 6 Wochen. Dazu nachfolgend mehr. In manchen Gegenden wird die besagte Zubereitung auch "Gewürzgurken" genannt. Da kann es zu Verwechslungen kommen, denn eigentlich werden diese durch einen Essig-Kräuter-Sud haltbar gemacht und nicht mittels Salz. Doch weil man die Salzgurken zusätzlich auch mit Kräutern ansetzten kann, entstand vermutlich diese Namensdoppelung.
