Black Plum Eiertomaten
Sie haben eine dunkle rote Farbe, welche das Licht aufzusaugen scheint und so sind sie eigentümlich angenehm matt auf der Oberfläche

Die Stabtomate 'Black Plum' ist ein eine alte, frei handelbare Sorte, oder besser Sortenlinie für Gartenfreunde, welcher gern ihre eigene Tomatensorte selber züchten wollen. 'Black Plum' (übersetzt Schwarze Pflaume)ist nämlich eine Varietät, welche sehr variabel in Größe und Färbung ist. Unter den freien Tomatensorten kursiert auch eine mit Namen 'Braune Pflaume', welche offensichtlich der hier beschriebenen Zuchtlinie zugehörig ist. Eine Besonderheit der 'Black Plum' ist, dass sie von den Gartenfreunden als resistent gegenüber der Kraut- und Braunfäule beschrieben wird. Sicher wird niemand eine hundertprozentige, derartige Resistenz bei dieser alten Sorte garantieren können, doch auf jeden Fall ist sie von Hause aus weniger anfällig gegen die besagten Pilzkrankheiten, als manch andere Hochzuchtsorte.

Resistente gegen Kraut- und Braunfäule?

Was die Unempfindlichkeit gegenüber dem Schadpilz Phytophthora infestans betrifft, so muss hier erinnert werden, dass die robuste Sorte nur ein Teil eines Maßnahme-Mixes ist, der zum Erfolg führt. Da die Pilzsporen hauptsächlich durch Regen- oder Gießwasser übertragen wird, indem vom Boden her Erde und Sporen an die Pflanzen spritzen, so ist zum Beispiel eine der wichtigsten Maßnahmen das Gießen nur in Ausnahmefällen. Das wird möglich, wenn die Jungpflanzen erst Anfang April gesät, getopft und rasch ab Mitte Mai ausgepflanzt werden.

Black Plum Braumfäule resistente Tomate

Standen die Setzlinge zuvor nicht zu lange im Topf, dann bilden sie tief gehende Wurzeln aus und machen zum Beispiel das Gießen überflüssig. Eine andere Maßnahme, gesunde Pflanzen und resistente Pflanzen zu bekommen ist, dass wir sie jedes Jahr aus selbst gewonnenem Samen ziehen. Auf diese Art und Weise passen sich die Tomatenpflanzen generativ an ihren jeweiligen Standort an und werden von Generation zu Generation robuster. das ist übrigens das Geheimnis der Fruchtbarkeit alter Landsorten, welche durch die Eigenzucht besser werden, aber als Handelsgut kurzfristig einen besonderen Wert besitzen. Da heute Landwirtschaft und Gartenbau zum Großteil nur noch Objekt des Handels und der Spekulation ist, wird jedem Einleuchten, warum die Lobby an alten Landsorten kein Interesse mehr hat und daran arbeitet auch noch diese aus dem Verkehr zu ziehen.

Sortenbeschreibung

Die hier vorgestellte Sorte ist ein mittelstark und gesund wachsende Stabtomate. Die Früchte haben die Form von Pflaumen und werden zur Gruppe der Eiertomaten gezählt. Die Tomaten haben je nach Auslese eine Länge von 3,5 bis 6 cm und besitzen eine rote bis olivbraune, matte Farbe. Diese matte Färbung ist eigenartig und scheint das Licht der Umgebung in sich aufzusaugen. Auch das Innere der Tomaten ist farblich olivbraun durchsetzt und wechselt im Kerngehäuse zu grün. Durch die längliche Form sind die Früchte in der Küche schnell verarbeitet. Die "Schwarze Pflaume" ähnelt etwas der italienischen San-Marzano Eiertomate, was den Gebrauch in der Küche betrifft. Auch lassen sich gepflückte Früchte lange lagern. Nur wenn wir beide Sorten für das Trocknen der Tomaten zur Verfügung haben, ist die San-Marzano der hier vorgestellten Landsorte vorzuziehen. Was das Aroma beim Frischverzehr betrifft, so zieht der Autor die 'Black Plum' der San-Marzano vor. 'Black Plum' ist ausgewogen würzig.

Anbau und Samengewinnung

Der Anbau der 'Black Plum' geschieht wie bei jeder anderen Stabtomate auch. Aussaatzeitpunkt und Auspflanzung ist oben bereits erwähnt. Der Autor zieht die Pflanzen zweitriebig, was mit dieser Sorte recht gut funktioniert. Bei dieser Art der Kultur kann der Abstand der Pflanzen auf dem Beet 70 bis 80 cm betragen. Die Samen nehmen wir Anfang September von den Mutterpflanzen die absolut gesund sind. Im September ist nämlich bereits absehbar, welche Tomatenpflanzen und Früchte im Garten von der Kraut- und Braunfäule befallen sind und welche nicht. Die getrockneten Samen bleiben 5 Jahre und länger keimfähig. Sie können in der Gartenlaube an einem trockenen Platz gelagert werden, auch wenn es dort im Winter weit unter 0°C kalt wird.