Tomaten
Tomaten selber ziehen ist unkompliziert

Tomaten (Paradeiser) selber anzubauen lohnt immer, weil die frisch geernteten und zubereiteten Früchte unvergleichlich besser schmecken, als die gekaufte Ware aus dem Supermarkt. Von samenfesten Sorten lässt sich leicht der Samen selber gewinnen und die Jungpflanzen lassen sich am Zimmerfenster selber ziehen, was den Anbau noch interessanter macht. Die Kultur ist einfach und auch auf dem Balkon möglich. Einige wichtige Regeln sind jedoch zu beachten, wenn die Pflanzen auch im Freiland gesund gedeihen sollen und auf natürliche Art und Weise gegen die allbekannten Pilzkrankheiten resistent bleiben sollen. Der Autor hat mit der folgenden Anbauanleitung beste Erfahrungen gemacht. Das Wichtigste bei all den Bemühungen um einen gelungenen Tomatenanbau ist der Aussaatzeitpunkt, oder entsprechend gute Jungpflanzen aus dem Gartenmarkt. Weiterhin wird wenig gegossen und gedüngt und die treibenden Gewächse müssen fest an die Stäbe angebunden sein.

Tomatenanbau – eine erprobte Anbauanleitung:

Bodenansprüche und Standort

Gewünscht ist Boden, der Wochen zuvor reichlich mit gut verrottetem Kompost oder Mist angereichert sein sollte. Tomaten können mehrere Jahre am selben Platz im Garten stehen. Das ist eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Gemüsepflanzen. Hat man nur einen optimalen Standort (Gewächshaus oder Südmauer), so ist es  nötig, den Boden jährlich mit Kompost und Dung aufzubessern. Auf den Beeten im Freiland sollten wir allerdings den Standort zum Anbau jährlich wechseln, da sonst Pilzkrankheiten überhand nehmen können.

Tomatenspalier

Ein Mangel an Kalk sollte nicht herrschen. Versauerter Boden kann, ähnlich wie beim Kohlgemüse, Krankheiten befördern. Der Standort soll warm, sonnig, frei und luftig sein. Ideal ist er auch an einer südlichen Mauer oder Haus- bzw. Gartenhausfassade, wie im Foto zu sehen. Tomatenpflanzen sind empfindlich gegen Regenperioden und bekommen bei ständiger Feuchtigkeit schnell Pilzkrankheiten. Deshalb werden im Handel auch verschiedenartige Überdachungen oder Folietunnel (Bild unten) angeboten, welche die Tomatenpflanzen vor Regen schützen. Praktischer ist jedoch ein ordentliches Gewächshaus, denn hier reifen die Früchte extra noch eher aus. Wer all diese Hilfsmittel nicht hat, braucht aber auch nicht zu verzagen. Man suche sich nur die sonnigsten Plätze im Garten aus, welche im Sommer vor zuerst die Morgensonne abbekommen, denn dort trocken die Pflanzen nach Regengüssen schneller ab und leiden dann seltener unter Pilzkrankheiten.

Das Säen

Temperatur und Saattiefe

Zum Keimen der Samen ist eine konstante Temperatur von 18 bis 21 °C nötig und diese sollte in der Nacht 15 °C nicht unterschreiten. Gesät wird nur einen halben Zentimeter tief (Lichtkeimer). Das geschieht in einer Saatschale in welcher mindestens 5 cm fein gesiebte Anzuchterde vorhanden sein soll. Der Samen wird vorsichtig mit Erde bedeckt, festgedrückt und noch vorsichtiger angegossen. Dafür ist nur zimmerwarmes Leitungswasser zu verwenden und kein kaltes! Zum Gelingen muss die Schale zudem hell stehen und erdfeucht gehalten werden.

Wann Tomaten säen? Bester Zeitpunkt für die Aussaat:

Der beste Zeitpunkt für das Säen von Tomaten ist der 1. April, denn die Jungpflanzen sollten von der Saat bis zur Auspflanzung ins Freiland maximal sechs Wochen lang in Schale und Topf stehen. Jeder Tag, den die Tiefwurzler länger im Topf zubringen, lässt sie später kümmerlicher wachsen und macht sie anfälliger für Krankheiten. Der Autor hat bereits die verschiedensten Aussaatzeitpunkte erprobt und ist immer wieder zum gleichen, oben benannten, Ergebnis gekommen. Dabei machen Abweichungen von diesem Termin, von ein oder zwei Tagen, natürlich keine Unterschiede – doch der 1. April sollte als Datum ein fester Orientierungspunkt bleiben.

Selber gesät!

Nur bei der Aussaat von Gewächshaus-Tomaten, welche in ein beheiztes Gewächshaus kommen, kann von dem 1. April abgewichen werden. Für die Anzucht dieser Gewächshauspflanzen braucht es sechs Wochen Vorlaufzeit.

Tomaten im Zimmer am Fenster vorziehen?

Das Tomaten anbauen kann komplett ohne besondere Voraussetzungen erfolgen. Die Aussaat geschieht zum Beispiel am Fenster, also an einem hellen Fenster in einem warmen Zimmer. Diese Bedingungen zum Aussäen hat man in der Regel schon in einem leicht geheizten Zimmer an einem hellen Fenster (keinesfalls Nordseite). Günstig sind auch schräge Dachfenster, weil dort das Licht auch von oben her einwirkt.

Direkt ins Freiland säen?

Wenn man die Möglichkeit nicht hat, die Tomatenpflanzen in der Wohnung am Fenster vorzuziehen, dann ist das auch kein Problem. Der eigene Anbau funktioniert auch mit einer Direktsaat im Freiland, nur ist dann der Erntebeginn vier Wochen nach hinten verschoben. Die Paradeiser kannst du Mitte Mai direkt ins Freiland auf ein Saatbeet aussäen. Die Jungpflanzen wachsen draußen sehr schnell. Sollen sie verpflanzt werden, so lässt man sie dafür aber nicht zu groß werden. teil ist, dass man die umgesetzten Tomatenpflanzen im Idealfall später auf abgeerntete Beete (z.B. Salat, Früherbsen, Frühkartoffeln) umsetzen kann. Um vieles besser ist es jedoch für die Pflanzengesundheit und den Ertrag, wenn die aufgegangenen Setzlinge gar nicht verpflanzt werden. Wir sähen also an Ort und Stelle. Bei dieser späten Kultur macht es sich erforderlich, dass die Pflanzen nach dem zweiten oder dritten Blütenansatz geköpft werden (siehe unten), damit diese Früchte im Sommer dann alle ausreifen. Sonst zeichnen sich diese Pflanzen durch eine hervorragende Gesundheit aus. Es gibt Anbaumethoden, nach welcher prinzipiell ein in Töpfen gezogener Satz gepflanzt wird und dann ein zweiter durch Direktsaat in Kultur gebracht wird. Dieser zweite Satz kommt zu der Zeit die Ernte, wenn die frühen Tomaten eventuell schon mit der Kraut- und Braunfäule befallen sind und entfernt werden müssen.

Pikieren und in Töpfe verpflanzen

Junge Pflänzchen sollten bald pikiert und öfters umgetopft werden, denn sie sollten anfangs nicht in zu großen Töpfen stehen – in diesen wiederum auch nicht zu lange. Die Jungpflanzen vertragen das Umpflanzen ohne Probleme. So lange die Tomaten in den Töpfen stehen, werden sie regelmäßig gegossen, wobei die Erde aber nicht zu nass werden soll.

Tomatenjungpflanzen

Die Behältnisse dürfen nicht ständig in einem mit Wasser gefüllten Übertopf stehen, sie mögen "keine nassen Füße!" Es wird nicht gedüngt!

Weitere Kulturanleitung

Tomatenpflanzen kaufen und einpflanzen

Die Tomaten pflanzen wir zwischen 12. und 20. Mai ins freie Land. Die sogenannten Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sollte man allerdings abwarten, weil aus Erfahrung in dieser Zeit oft mit einem Kälteeinbruch zu rechnen ist. Jungpflanzen vertragen Kälte (unter +5 C°) gar nicht gut. Bei Frost erfrieren sie und bei einigen Graden darüber gerät das Wachstum der Pflanzen sofort ins Stocken. Sind Mitte Mai noch kalte Nächte zu erwarten, werden die Tomatensetzlinge besser erst später gesetzt. Etwas später gepflanzte Tomaten überholen im Wachstum schnell die zu zeitig gesetzten Pflänzchen, wenn diese sich mit kalter Witterung herumschlagen mussten. Wir kaufen die Setzlinge erst kurz vor der Pflanzung, damit sie nicht zu lange in den Töpfen stehen. Bereits beim Einkauf der Jungpflanzen ist darauf zu achten, dass die Ware nicht überaltert ist. Die Gewächse sollten eine gesunde grüne Farbe aufweisen, 20 bis 25 cm hoch sein und einen gedrungenen Wuchs besitzen.

Das Einpflanzen

Vor dem Tomaten pflanzen sind die Wurzelballen der Jungpflanzen noch einmal zu wässern. Dann setzen wir sie, am besten mit einer Pflanzschaufel, in den Boden ein. Das erfolgt so, dass die Setzlinge mindestens einen Zentimeter unter Niveau in die Erde kommen. Manche Gartenfreunde pflanzen auch bis 5 cm unter die Beetoberfläche, was wohl weder schadet, noch nützt. Anschließend wird der Boden um die Edelgemüse etwas angedrückt. Es ist übrigens ganz sinnvoll, bei der Pflanzung auch die Stäbe (bei Stabtomaten) gleich mit einzusetzen, damit später die Wurzeln bei diesen Arbeiten nicht beschädigt werden. Nach diesen Arbeiten werden die Pflanzen noch einmal gut angegossen. Damit ist die Pflanzung abgeschlossen. Es wird kein Dünger zugegeben.

Richtiges Gießen

Das Gieße der Tomatenpflanzen ist nur im Gewächshaus nötig. Das Wasser sollte keinesfalls kalt aus der Wasserleitung verwendet werden sondern etwas temperiert sein. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass die Blätter nicht nass werden! Man gießt vorsichtig mit der Kanne nur im Wurzelbereich. Die günstigste Zeit dafür ist morgens oder im Laufe des Tages. Wird am Abend gewässert, trocknen befeuchtete Blätter schlecht ab. Wird zu heftig oder mit einem Schlauch gegossen, dann spritzt Erde hoch an die Blätter. Das ist aber unbedingt zu vermeiden, denn im Erdboden befinden sich die Krankheitserreger, welche dann auf die Pflanzen übertragen werden. Daher ist es auch günstig, die unteren Blätter der Tomatenpflanze zu entfernen. Eine empfohlene Methode, die Pilzübertragung vom Boden her zu verhindern, soll auch das kräftige Mulchen des Beetes sein, wozu z.B. Rasenschnitt verwendet werden kann.

Tomaten Folientunnel

Im Freilandanbau werden nur die Jungpflanzen mit Wasser versorgt. Sind sie angewachsen und haben sie weitere Wurzeln ausgebildet (Tiefwurzler), wird gar nicht mehr gegossen!

Das Geizen und Anbinden im Juni

In der Regel bauen wir im Garten Stabtomaten an. Buschtomaten sind ein eigenes Thema. Erste müssen gestäbt, angebunden und beschnitten werden, was aber recht einfach ist. Jede Pflanze erhält einen Pfahl, an dem sie mit einem Bindfaden, der in Form einer 8 um Stängel und Stab gewunden wird und damit stabilisiert wird. Im Handel gibt es dafür auch spezielle, in sich gedrehte Stangen aus Metall. An ihnen finden die Pflanzen ohne Bindfaden Halt. Es bilden sich später aus den Blattwinkeln Seitentriebe, die wöchentlich ausgebrochen werden (ausgeizen) müssen. Man verwendet dazu keine Messer und keine Schere, weil durch die Werkzeuge Krankheiten übertragen werden können. Unversehrt bleiben die großen Blätter des Haupttriebes. Die Verlängerung des Haupttriebes wird wiederum am Pfahl angebunden. Das Anbinden ist eine Hauptarbeit im Juni, wird diese versäumt, können die Pflanzen bei einem Gewittersturm Schaden nehmen (umkippen, abbrechen) und dadurch wierderum Anfällig für Krankheiten werden oder sich am Boden liegend, mit Pilzen infizieren. Der Autor achtet sehr auf den festen Stand am Stab und vertritt die Meinung, dass diese recht oft fixierten Pflanzen dann auch um vieles gesünder gedeihen, als bei entsprechend vernachlässigtem Anbinden. Es besteht auch die Möglichkeit die Pflanzen nicht nur mit einem Trieb, sondern auch zweitriebig wachsen zu lassen. Diese zweitriebige Kultur ist separat beschrieben.

Das Köpfen

Der unverzweigte Stamm der Tomate wird hierauf in seiner ganzen Länge Früchten ansetzten. Anfang August hat der Mitteltrieb der Pflanzen meist eine Höhe weit über anderthalb Meter erreicht. Spätestens jetzt wird seine Spitze gekappt, damit die Kraft dann nur noch in die Früchte geht. Das Köpfen der Pflanzen hat auf jeden Fall einen Einfluss auf das Reifen der Früchte. Je früher gestutzt wird, um so früher beginnt die Ernte. Stabtomaten werden in der Regel über dem 5. oder 6. Blütenstand gekürzt. Will man zeitiger ernten (Stutztomaten), so schneidet köpft man über dem 3. oder 4. Blütenstand ab. Im Gewächshaus hat man den so genannten Langzeitanbau und köpft erst über dem 8. bis 10. Blütenstand, wenn genügend Platz vorhanden ist. Seltener ist im Kleingarten die Kultur von Buschtomaten. Diese werden nicht so hoch, benötigen aber größere Abstände untereinander.

Tomaten düngen

Am Anfang der Kultur braucht man (und sollte man) nicht düngen, aber der Boden sollte vorher schon gut mit Nährstoffen angereichert sein. Gedüngt wird erst, und wenn überhaupt, wenn die angesetzten Früchte zu schwellen beginnen. Im einfachsten Fall nimmt man dazu handelsüblichen Flüssigdünger. Ein Zuviel und ein zu zeitiges Düngen ist meist eine Ursache für Pilzkrankheiten (Kraut- und Braunfäule). Wollen wir diese auf natürliche Art vermeiden, so düngen wir besser nicht!

Die Ernte und Verarbeitung

Zur Technik der Ernte ist nichts besonderes zu sagen. Die ersten Früchte reifen im Freiland auf frühen Sorten Ende Juni, von spätere Sorten erst Mitte Agust. Mit dem ersten Herbstfrost erfrieren die Früchte. Vor dem ersten Nachtfrost gepflückt, reifen grüne Tomaten in einem warmen Raum nach und dort röten sie etwas nach. Besser ist es, die Pflanzen vor dem Frost aus der Erde zu nehmen und sie auf dem Dachboden oder in der Gartenlaube kopfüber aufzuhängen. So können noch weitere Früchte ausreifen.

Tomaten selber trocknen

Die Haupterntezeit beginnt im Juli und reicht bis Ende September. In dieser Zeit hat man oft mehr Früchte, als man sofort verbrauchen kann. Ein häufiges Problem beim Tomatenanbau für Selbstversorger ist nämlich weniger die Kultur derselben. So mancher Gartenfreund ist mit einer reichen Ernte überfordert, da sich die reifen Früchte nicht sehr lange lagern lassen. Deshalb sind Tipps zur Verarbeitung und Haltbarmachung der Früchte ebenso wichtig wie die Anleitung zum Anbau. Sie kann man als ganze Früchte oder zu Tomatensoße verarbeitet einwecken oder trocken (Link unten). Ebensogut kannst du Saft oder eigenes Ketchup herstellen. Weniger bekannt ist die einfache Möglichkeit der Trocknung der Früchte im Sommer und dann das Einlegen in Öl. Wenn du also die Verarbeitung im Griff hast, dann kannst du getrost viele von dem Gemüse in deinem Garten wachsen lassen und dann für den Winter konservieren.

Krankheiten

Das Hauptproblem beim erfolgreichen Tomaten pflanzen und kultivieren ist die Kraut- und Braunfäule und ähnliche Pilzkrankheiten, welche vor allem die Früchte befallen. Braunfäule tritt besonders in feuchten und kühlen Sommern auf. Die Pilzkrankheit ist an graugrünen Flecken auf den Blättern und später am Verfaulen oder Vertrocknen der Blätter und an braunschwarzen Flecken auf den Früchten zu erkennen. Die problematischen Pilzkeime befinden sich quasi überall in der Luft. Die Pilzsporen kommen meist von erkrankten Kartoffelbeständen im Garten oder in der Kleingartenanlage. Sie siedeln sich dann auf den Pflanzenteilen der Tomate an, die ständig feucht sind, oder wo durchs Gießen hochgespritzte Erde an den Pflanzen haftet. Deshalb sollte prinzipiell verhindert werden, dass die überirdischen Pflanzenteile Kontakt zur Erde bekommen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die untersten Blätter bis auf 30 cm Höhe wegzuschneiden.

Eine meist gut funktionierende Methode, um die Pilzübertragung einzudämmen ist das kräftige Mulchen des Beetes z.B. mit Rasenschnitt. Ich selber teste momentan den Anbau auf Terra-Preta-Erde, also auf Erde, die mit Holzkohle versetzt ist. Die Holzkohle absorbiert dann quasi die Pilzkeime (die sich im Erdboden befinden), weil diese sich vorzugsweise in der verkohlten Zellstruktur der kleinen Holzkohlepartikel einnisten und weniger die Pflanzenteile befallen. Daneben hab ich auch einen Versuch laufen, bei dem ich den Boden mit etwas Holzasche mulchen. Eine Alternative zum Freilandanbau ist das Tomaten anbauen im Gewächshaus oder im Folietunnel. Oder man wählt irgendeine andere Form einer Tomatenüberdachung, weil dort die Pflanzen vor Regen geschützt stehen. Doch auch hier kann der Pilz vom Boden auf die Pflanzen übertragen werden, wenn z.B. hastig gegossen wird oder wenn sehr feuchtes Wetter herrscht.

Mit Chemie: Die Bekämpfung der Kraut- und Braunfäule ist durch frühzeitiges, mehrmaliges Spritzen (alle drei Wochen) mit einem Kupfermittel (1%ig) möglich. Die Spritzung hilft gleichzeitig gegen einige andere Blattfleckenkrankheiten.

Black Plum resistente Tomate

Braunfäuleresistente Tomaten: Es werden immer wieder braunfäuleresistente Sorten im Handel angeboten. Ob sie wirklich diesen Ansprüchen gerecht werden, ist mir nicht bekannt. Oftmals sind diese Sorten außerdem geschmacklich nicht besonders hochwertig.

Pilzbefall duch Überdüngung und zu zeitiges Düngen.

Junge Pflänzchen sollen auf mit organischem Material angereichertem Boden gepflanzt werden, welcher erst einmal genügend Nährstoffe enthält, um die Gewächse zu versorgen. Dann darf aber auch bis zur Fruchtausbildung nicht gedüngt werden. Erst wenn die grünen Früchte zu schwellen anfangen, wird vorsichtig flüssig gedüngt.

Spritzmittel

Es bleibt natürlich am Ende auch die Behandlung der Fruchtgemüse mit Spritzmitteln, welche für die menschliche Gesundheit in der Regel auch unbedenklich sind, wenn die Hinweise des Herstellers befolgt werden. Spritzmittel, also Fungizide gegen Pilze, basieren meist auf einer Kupferverbindung. Die Bekämpfung ist also durch frühzeitiges, mehrmaliges Spritzen (alle drei Wochen) mit einem Kupfermittel (1%ig) möglich. Die Spritzung hilft gleichzeitig auch gegen einige andere Blattfleckenkrankheiten. Es ist angeraten, immer mal wieder das Spritzmittel zu wechseln, also immer einmal wieder diese von einem andern Hersteller zu kaufen.

Letzter Tipp

Eine weitere Idee, ohne viel Aufwand eine gute Ernte im Freiland zu bekommen, ist die Verwendung von sehr zeitigen Sorten, weil die Pilzkrankheiten oft erst spät im Jahr zuschlagen. Mit den Früh reifenden Sorten hat man dann bereits wenigstens die Haupternte eingeholt.