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Heckenpflanzen und Heckengehölze

Schnellwachsende Hecken (immergrüne Heckengehölze)

Schnellwachsende Hecke Bambus.

Eine schnell wachsende Hecke wird oft gewünscht, doch solltest du dir genau überlegen, ob du das wirklich willst. Gehölze, die schnell wachsen, tun das meist auch dann, wenn sie später eigentlich nicht mehr kräftig wachsen sollten und pflegeleicht mit wenig Schnitt auskommen sollten. Trotz dieser Schwierigkeiten hätte ich zwei Empfehlungen:

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Themen

  • Immergrüne Hecken

    immergrüne Hecken, KirschlorbeerGeeignete immergrüne Heckengehölze: Immergrüne Hecken sind beliebt, weil sie immer frisch und grün aussehen und weil sie so auch im Winter guten Sichtschutz im Garten bieten. Einzig problematisch ist, dass immergrüne Hecken im Winter bei starken Dauerfrost (besonders im Februar) stark leiden. Dies verursacht vor allem die Wintersonne, weil durch sie die grünen Pflanzenteile zur Transpiration angeregt werden, aber der Wurzelballen noch gefroren ist. So erfrieren die Pflanzen nicht, aber sie vertrocknen, weil über die Wurzeln keine Feuchtigkeit mehr aufgenommen werden kann. Doch Frostschäden (z.B. im Kirschlorbeer) sehen meist schlimmer aus, als sie sind. Man schneidet Stellen oder die ganze Hecke etwas weiter zurück und wartet auf den Mai. Die gängigsten immergrünen Heckengehölze sind: Lebensbaum (Thuja), Kirschlorbeer, Eibe (sehr robust, aber giftig), Hemlocktanne, Rotfichte und Bergkiefer, immergrüner Liguster, Feuerdorn, Rhododendron, Bambus, sowie Buchsbaum.

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  • Blühende Hecken

    blühende Hecken BlütenheckengehölzeBlühende Heckengehölze für den Ziergarten: Blühende Hecken benötigen meist etwas mehr Platz, als gewöhnliche Gartenhecken. Blühhecken bekommen keinen so scharfen Schnitt, weil sie sonst nur spärlich Blüten ansetzen würden und die Strenge der Form würde so gar nicht zur Heiterkeit der Blüten passen. Die Ausnahme bestätigt natürlich die Regel, wie es uns das Bild zeigt. Forsythien kann man schon etwas mehr schneiden. Beim kaufen der Heckenpflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Blüten eine gewisse Fernwirkung besitzen. Gelb, orange, Weiß und helles Rot sind weithin sichtbar. Eine Rosenhecke oder eine Blütenhecke aus Rhododendron mit karminroten und ins dunkle Lila gehenden Blüten währe eine totale Fehlinvestition - so meine ich.

  • Ungiftige Hecken

    ungiftige Hecken Pflanzen Gehölze sind Alpenjohannisbeeren, Ribes alpinumUngiftige Hecken für Spielplätze, Hausgärten oder Kindertagesstätten (Kitas): Wer auf Nummer sicher gehen will, der verwende als Heckengehölze die heimische Hainbuche (Carpinus betulus, auch Weißbuche) oder die Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum). Die Alpenjohannisbeere ist vor allem dort empfehlenswert, wo die Hainbuche wegen zu viel Schatten versagt. Außerdem ist der Schnittaufwand geringer, als bei der Hainbuche. Garantiert nicht giftig sind auch Hecken, die aus diversen Zieräpfeln bestehen, aus Rotfichten (Picea abies) oder auch Bambushecken. Wer etwas für den Naturschutz tun möchte, der kann auch Schlehen (Prunus spinosa ) pflanzen oder mehr oder weniger wilde Rosenhecken. Eine interessante Heckenrose ist die im Frühjahr gelb blühende Chinesische Goldrose (Rosa xanthina hugonis)
     

  • Koniferenhecken

    Koniferenhecken Koniferenhecken, Hecken aus Nadelgehölzen: Die am meisten gekauft wird sicher die Thujahecke (Lebensbaum) und dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden. Aus dem Lebensbaum können sehr schmale Hecken geschnitten werden. Der Hecken-Thuja ist auch eine sehr robustes Heckengehölz, was nur nicht mit dem mir ganz ungeliebten Scheinzypressen (Chamecyparis) verwechselt werden sollte. Letztere verkahlen unten am Fuß und wuchern oft zu sehr. Sehr schöne immergrüne Hecken und Formgehölze (bis hin zu Heckenfiguren) lassen sich mit Eiben (Taxus) schneiden. Eibenhecken wachsen auch im tiefsten Schatten und sind in dieser Beziehung unschlagbar. Allerdings ist die Eiben sehr giftig. Eine ähnliche, aber ungiftige Hecke kann man aus der Kanadischen Hemlocktanne (im Bild, Tsuga canadensis) ziehen.

  • Laubabwerfende Hecken

    Labholzhecken die wichtigen laubabwerfenden HeckengehölzeLaubhecken, sommergrüne laubabwerfende Heckenpflanzen: Die wichtigsten Hecken in dieser Kategorie sind die Hainbuchehecken, Rotbuchenhecken und Feldahornhecken. Diese Hecken sind die gebräuchlichsten und sehr robust. Überhaupt ist es der Vorzug der Laubholzhecken, dass sie viel besser durch frostige Wintermonate kommen, als die immergrünen Heckenpflanzen. Wo tiefer Schatten herrscht und der Wurzeldruck alter Bäume, ist die Alpenjohannisbeere ein heißer Tipp. Sonst wäre noch zu sagen, dass sich im Prinzip fast aus jedem Laubgehölz eine Hecke schneiden lässt. Ein Teil der Empfehlungen ist unter der Kategorie der Blütenhecken zu finden.

  • Buchsbaum

    Buchsbaum BuchsbaumheckenBuchsbaum, Buxus-Formschnitte und Buchbaumhecken gibt es in der Gartengestaltung schon seit Menschengedenken. Von den Gärten der alten Römer ist der Buchsbaum über die Kloster- und Renaissance-Gärten in unserer Bauerngärten und moderne Gartengestaltung gelangt. Der Buxus (Buxus sempervierens) bietet viele Vorteile in der Gartengestaltung: Buchsbaum wächst in Sonne und Schatten gleich gut. Durch Schnitt ist Buchbaum leichter zu formen, als andere Gehölze und Buchsbaumhecken haben auch ein gutes Breitenwachstum. Sie werden also bei richtiger Pflege untenherum nicht kahl. Buchsbaum kann leicht verpflanzt werden, auch ältere Pflanzen. Man setzt sie einfach ein Stück tiefer in die Erde, als sie vorher standen. das macht ihnen gar nichts aus.

  • Thuja, Lebensbaum

    ThujaheckenThuja (Lebensbaum) ist es als Heckengehölz wert, mit seinen Sorten separat behandelt zu werden (siehe sonst Kategorie Koniferenhecken) Die Lebensbaumhecke ist beliebt und man bekommt sie auch überall zu kaufen. Es ist zwar so, dass junge Pflanzen besser anwachsen, als alte Ware (wo die Topfballen schon zu verfilzt sind) aber um 1,0m bis 1,2m hoch sollten die Heckenpflanzen schon sein. Der Pflanzabstand liegt dann bei 60 bis 80cm. Das Besondere einer Thuja-Hecke ist, dass sie im Prinzip nur einmal im Jahr geschnitten werden muss und das man aus dem Lebensbaum notfalls auch extrem schmale Hecken schneiden kann. Thujahecken sind sehr robust und kaum anfällig für Krankheiten. Wenn man im Internet etwas über Winterschäden über Lebensbaumhecken sucht und findet, dann sind das meist keine Lebensbäume. Es handelt sich dort vermutlich zu 100% um Scheinzypressen (Chamecyparis). Die sehen zwar wie Thuja aus, aber es ist eine andere Koniferenart.

  • Hecken, buntes Herbstlaub

    ABerberitzenhecke mit oranger Herbstfärbunguf buntes Herbstlaub wird in der Gartengestaltung sicher noch viel zu wenig Wert gelegt, dabei kann man es im Oktober farblich noch einmal so richtig knallen lassen. Man fragt sich, warum das Heckengehölz im Bild links "Grüne" Heckenberberitze heißt (Berberis thunbergii, auch Thunbergs Berberitze). Noch knallroter sind im zeitigen Herbst die Hecken aus dem Japanischen Spindelbaum (Euonymus alatus), aber auch die heimische Geldahornhecke hat eine sehr schöne gelbe Hersbtfärbung.

  • Wildobsthecken

    WildobstheckenWildobsthecken und Öko-Hecken anzulegen ist sehr sinnvoll, denn so könnte man ohne viel Aufwand viel für den Naturschutz tun und hätte nebenher noch Wildfrüchte für interessant schmeckende Fruchtgelees oder Wildobstweine. Außerdem kannst du eine Wildobsthecken auch etwas schärfer schneiden und dann ist der Unterschied zur gewöhnlichen Gartenhecke gar nicht so groß. Diese Hecken passen auch sehr gut in die Gestaltung von Landgärten (Bauerngärten, Cottagegärten) oder Naturgärten. Man kann auch ein dominantes Heckengehölz, wie Weißdorn, Schlehen oder Kornelkirschen als Leitpflanzung einsetzten und dann andere Gehölzarten beimischen. Wir pflanzen neben den genannten Arten: Heckenrosen, Felsenbirnen, Aronienbeeren, Zieräpfel. Erwähnenswert ist an dieser Stelle ist Lonicera xylosteum, die Rote Heckenkirsche. Sie verträgt Sonne und trockenen Schatten und ist Salzresistent und sie ist eine Futterpflanze für die seltene Schmetterlingsart Limenitis camilla (Kleiner Eisvogel).

  • freiwachsende Hecken

    freiwachsende Hecken aus Spirea HeckenpflanzneDie schönsten freiwachsenden Hecken, also Heckenpflanzungen mit einem sehr lockerem Schnitt, sind unter den Spirea-Gehölzen zu finden: Spirea x arguta ist die breit wachsende, weiße Schnee- oder Brautspiräe (um 1,5m hoch und trockenresistent). Spirea x bumalda Sorten sind niedriger. Sie vertragen Sonne und Schatten. Spirea nipponica (Nippon-Spiäe) wächst mehr aufrecht und wächst noch auf den schlechtesten Böden. Spirea thunbergii, um die 1,5m hoch - sie ist kaum zu schneiden. Spirea x vanhouttei ist die höher wachsende Spiräen-Art. Sie wird bis 2m hoch. Weitere schöne so genannte freiwachsende Hecken können mit Strauchrosen, Kerria japonica (Ranunkelstrauch) oder mit Rhododendren gepflanzt werden. Allerdings ist es ein Irrtum, wenn man denkt, dass diese Hecken nicht geschnitten werden brauchen. Es ist ein regelmäßiger Pflegeschnitt nötig, der allerdings über Winter geschehen kann und nicht im Sommer, wenn im Garten viel zu tun ist.

  • niedrige immergrüne Grabhecken

    Grabhecken BuchsbaumheckenEigentlich braucht es um ein Grab keine Hecke, doch dort, wo kleine immergrüne Grabhecken üblich sind, sollte man die ortsüblichen Heckenpflanzen verwenden. Traditionell ist das der Buchsbaum. Nun gibt es leider diesen berüchtigten Buchsbaum-Pilz, der die Hecken braun werden, oder absterben lässt. Als Alternative (Buchsbaumersatz) wäre zuerst die Lonicera nitida 'Elegant' zu nennen, eine immergrüne Heckenmyrte, die nicht mit der wuchernden Lonicera pileata (Böschungsmyrte), verwechselt werden sollte. Weniger stark wachsende und kleine Hecken können aus Ilex crenata gezogen werden, zum Beispiel aus der Sorte 'Convexa' - sie ist für den Laien nicht vom Buchsbaum zu unterscheiden. Mir wachsen diese kleinblättrigen Ilex-Arten aber zu unregelmäßig. Ganz niedrige, sehr robuste Grabhecken (Vollschatten, Trockenheit) pflanzt man Euonymus fortunei. Von ihnen gibt es panaschierte (grün/weiß, gelb/grün) und grünblättrige Sorten.
     

  • Hecken als Bienenweide

    hecke als Bienenweide, ZierkirscheDu wirst sicher schon bemerkt haben, dass es Gartenhecken für die verschiedensten Zwecke gibt und wer sich der Imkerei verschrieben hat, der kann sich durchaus eine nützliche Bienen-Hecke pflanzen. Zu nennen sind Berberitzen-Hecken, Kornelkirschen, Forsythien, Mahonien, Zieräpfel-Sorten, Potentilla, Alpenjohannisbeere, Sorbaria und Flieder als Heckengehölze. Im Bild sind die Blüten der Zierkirsche Prunus 'Hillerii Spire' abgebildet. Mit diesem Gehölz können Hecken, ähnlich dem Flieder, gepflanzt werden. Es gibt noch einige Gartengehöze mehr, welche sich als Bienenfutterpflanzen eignen.

  • Vogelschutzhecken

    VogelschutzheckeVogelschutzhecken können auch im Hausgarten gepflanzt werden. Zum einen dienen die Früchte der Vogelschutzgehölze den Singvögeln als Nahrungsgrundlage und zum anderen als Brutplatz. Der Natur nach sind die in der Kategorie Wildobsthecken schon eine ganze Reihe von empfehlenswerten Heckengehölzen genannt. Eine weitere Nahrungsquelle für die Vögel sind Insekten. Die Insekten leben wiederum vom Blattwerk der heimischen Gehölzarten und auch in Staudenpflanzungen und Wiesen. Neben der Hecke als Nahrungsquelle ist sie Lebensraum und Nistplatz. So eignen sich alle Hecken mit dornigem Geäst. Bei meinen Gehölzlisten sind vorzugsweise diejenigen Heckenpflanzen genannt, die sich für geschnittene Hecken (auch in der Stadt) eignen. Empfehlenswert sind: Wildrosenhecken, Weißdorn, Rotdorn, Berberitzen-Arten, Zierquitten, Feuerdorn und Schlehen. Bild: Rosa omeiensis pteracantha, die Stacheldrahtrose.

  • Bambushecken

    BambusheckeBambushecken: Auch in dieser Kategorie taucht der Bambus auf, die Universalpflanze aus dem fernen Osten. Bambus kann man als immergrüne Hecke pflanzen und mehr oder weniger stark schneiden. Allerdings muss man bei der Auswahl der Pflanzen beachten, dass es Bambus-Arten gibt, welche start Ausläufer treiben. Andere tun das wiederum nicht. Hier im Bild ist eine schmal geschnittene Hecke (am Hamburger Botanischen Garten) aus Phyllostachys aureosulcata zu sehen, wo die Wurzeln durch eine Rhizom-Sperre im Zaum gehalten werden.