mubus, Natursteinmauer
Cottage mit einer typischen Natursteinmauer.

Als Einfriedung eines Cottage-Gartens pflanzt man traditionell eine hohe Weißdornhecke. Zur Straße zu ist als Begrenzung des Geländes auch ein schlichter Holzlattenzaun möglich. Oder eine Natursteinmauer wie noch häufig im Norden Englands zu finden. Waren Holz und Natursteine Mangelware, kamen Backsteine zum Einsatz, um einen Cottage-Garten zu umfrieden.

Welche Hecken verwenden?

Weissdornhecken am CottageDoch ursprünglich und typisch, wie oben schon erwähnt, ist die Heckenumpflanzung aus Weißdorn. Dieses Gehölz fand häufig auch aus einem anderen Grund Verwendung: Im Aberglauben der Menschen vermag das dornige Gehölz böse Geister vom Hause fernzuhalten.

Da Weißdorn, wie der Name schon sagt, recht dornig ist und zudem häufig von Schädlingen befallen wird, kann man natürlich auch ein anderes Gehölz als Hecke pflanzen. Dabei sind Mischpflanzungen durchaus möglich, d.h. verschiedene ähnlich wachsende Gehölze bilden eine Hecke. Häufig mischen sich ohnehin andere Pflanzen, die mit ihren Samen durch Vögel angesiedelt werden, in eine Hecke so z.B. Ahorn, Buche, Eibe, Johannis- und Schneebeere. Werden sie nicht entfernt, bilden sie mit den gepflanzten Gehölzen bald eine dichte Umfriedung. Um alte Gehöfte auf dem Land ist das oft ganz normal, und man legt keinen Wert auf 100 % exakte und sortenreine Formhecken.

Du kannst aber auch gleich bei der Neuanlage eine gemischte Hecke pflanzen. Doch achte darauf, dass es kein kunterbuntes Durcheinander wird! Nicht alle Gehölze passen zueinander. Am Ende sollte es doch so aussehen, als hätten sich einzelne wilde Sämlinge von selbst angesiedelt. Mische also in das Hauptgehölz zum Beispiel einzelne Pflanzen von Berberis thunbergii (Berberitze) oder von der Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum) ein.

Wege anlegen

Gartenweg und Heckentor im Cottage-GartenDer Cottage-Garten ist trotz seiner Zwanglosigkeit als eine architektonisch gegliederte Anlage zu betrachten, denn die Blumen- und Gemüsebeete sind, ähnlich wie im Schrebergarten, innerhalb eines wohlgeordneten, geradlinigen Rasters angeordnet. Vom Eingangspförtchen verläuft der Weg schnurgerade zur Eingangstür des Hauses, wo eine Bank zum Ausruhen einlädt.

Plane den Weg nicht zu schmal, da sonst die üppig wachsenden Blumen im Sommer den Hauptzugang zu sehr einengen. Und auch im Winter, wenn viel Schnee beräumt werden muss, ist ein ausreichend breiter Weg von Vorteil.

Wegebelag

Fischgrätenmuster CottagegartenDer Belag des Weges sollte schlicht sein. Örtlichen, historischen Materialien ist der Vorrang zu geben. In England verwendet man traditionell als Wegebelag oft Backsteine, welche im Fischgrätenmuster verlegt werden (Klinkerpflaster).

Wer einmal einen solchen gepflasterten Weg anlegt, der sollte ihn auch solide bauen (Anleitung und Tipps.). Wenn das Geld fehlt, kannst du solch ein Projekt auch auf spätere Jahre verlegen. Mitunter ändert sich bei einem Bauprojekt auch noch einmal die Wegestruktur oder die Art der Entwässerung und so sind einfache Kiesbeläge am Anfang eine sinnvolle Alternative.

Rosenbögen 

Formschnitt Eibenfiguren PflanzenfigurenDen Weg zum Haus können einfache Spalierbögen überspannen, welche mit nicht zu starkwüchsigen kletternden Rosen bepflanzt werden. Verwende dafür duftende Sorten. Beachte: Nicht alle Rosen duften auch.
Natürlich sind andere Kletterpflanzen ebenso möglich wie z.B. Glyzinien, Clematis x jackmanii, Clematis flammula oder Clematis montana. Das sind alles Duftpflanzen.

Der Weg kann mit Polsterstauden eingefasst werden - nie aber mit einer geschnittenen Buxushecke. Diese ist nur typisch für deutsche Bauerngärten. Rundgeschnittene oder in andere spielerische Form gebrachte Buchsbäumchen dürfen als Paar am Eingangstor stehen (auch Formschnitte des Buchsbaum sind möglich: Ars tropiaria).


Literatur & Quellen:

  • Christopher Lloyd, Richard Bird: Kleine Gartenparadiese, Köln 1990
  • Bildrechte: Beitragsbild oben - © mubus - Fotolia.com