Taxus baccata Fastigiata
Interessante Pflanzung mit Taxus baccata 'Fastigiata' (Säuleneibe).

Oft wird nach schmalen Sichtschutzhecken mit wenig Wurzeln und geringem Platzverbrauch gesucht, wobei das verschiedene Paar Schuhe sind. Es gibt Gehölze, die schmale Pfahlwurzeln ausbilden (Wacholder), aber ausladend wachsen. Anders herum hat man Pflanzen, wie beispielsweise Bambus, die verhältnismäßig schmal wachsen aber häufig Wurzelausläufer bilden. In diesem Fall allerdings kann man die Rhizome durch eine Wurzelsperre im Zaum halten und bekommt einen pflegeleichten immergrünen Sichtschutz. 

Wer sich weiter über geeignete Bambusarten informieren möchte, der kann das hier tun: Bambushecken, zumal dort auch Arten zu finden sind, die nicht in die Breite wuchern.

Tipp: Vier Immergrüne Gehölze

Was die klassischen Gartenhecken betrifft, so will ich hier Beispiele nennen, die sowohl wenig breites Wurzelwerk ausbilden als auch relativ pflegeleicht sind.

Zuerst ist der Buchsbaum (Buxus) zu nennen, den man gewöhnlich nur als kleine Einfassungshecke kennt, doch man kann die gängigen Sorten auch ohne Probleme auf 1,2 m Höhe wachsen lassen. Daneben gibt es Sorten für Wuchshöhen bis über zwei Meter, zum Beispiel Buxus sempervirens 'Handsworthiensis'. Buchsbaum wird allgemein gern für grüne Blumen- oder Kräuterbeeteinfassungen verwendet, eben weil die Wurzeln in die Tiefe gehen und Pflanzennachbarn nicht stören.

Ein ähnliches Wachstumverhalten weist die Eibe (Taxus) auf, die deshalb in der Gartengestaltung in gleicher Weise verwendet wird. Die Konifere ist ausgesprochen robust und schattenverträglich. Achtung! Eibe ist in fast allen Teilen giftig. Mancher Gärtner schwört bezüglich schmaler Hecken auf die Säuleneibe (Taxus baccata 'Fastigiata'), doch lassen sich auch alle herkömmlichen Eibensorten, wenn sie nicht gerade zu den speziellen, ausladenden Formen (Bodendecker) gehören, leicht im Schnitt halten. Besonders für sehr schmalen Schnitt sind sie bestens geeignet.

Die dritte Gehölzempfehlung ist der Feuerdorn (Pyracantha coccinea), welcher als Pfahlwurzler gilt. Er ist ein immergrüner Zierstrauch mit buntem Beerenschmuck im Herbst. Als Hecke ist der Feuerdorn interessant, weil sein Geäst dornenbewehrt und damit undurchdringlich für ungebetene Gäste ist. Die Nachteile sind der unbequeme Schnitt (mit festen Handschuhen aber kein Problem) und die Frostanfälligkeit in harten Wintern. Allerdings erfriert dann nur das Blattwerk und er sieht nur bis zum Neuaustrieb unansehnlich aus.

Efeu (Hedera helix), am Matten- oder Drahtzaun gezogen, ist eine weitere Empfehlung für undurchdringliche Abgrenzungen. Mit dem Efeu gedeihen pflegeleichte und immergrüne Sichtschutzzäune auf sehr schmaler Fläche. Besonders in Mietwohnanlagen kommen sie häufig zur Anwendung.

Ein sehr ähnliches Rankgehölz, das noch robuster als Efeu ist, ist die Kriechspindel (Euonymus fortunei), doch wächst sie etwas langsamer als der bekanntere Hedera-Kletterer. Vom Euonymus gibt es spezielle Zaunberankungs-Sorten wie zum Beispiel Euonymus fortunei 'Sheridan Gold'.

Feuerdorn
Feuerdorn
Efeu
Efeu
Euonymus fortunei 'Sheridan Gold'
Euonymus fortunei 'Sheridan Go...

Blütenhecke

Die hier empfohlenene Gehölze und der Bambus, das sind rein zufällig auch immergrüne Arten. Doch ich will auch noch auf ein sommergrünes Blütengehölz verweisen, welches für schmale Sichtschutzbepflanzungen gut geeignet ist. Es ist der Ranunkelstrauch (Kerria japonica), der nur in der Breite beschnitten werden muss. Der Zierstrauch blüht zwei Mal im Jahr mit rundlichen, dicken gelben Blüten. Zwar wurzelt das Gehölz auch in die Breite, doch sind die Rhizome nicht aggressiv. Treibt es Ausläufer in Richtung Rasen, so kann man dessen Ausbreitung ohne Probleme mit dem Rasenmäher eindämmen.