Gartenhaus massiv
Idee: Gartenhaus (Massivbau) im Grundstück als Gästezimmer nutzen.

Was bei Eigenbau der Gartenlaube oder eines entsprechenden Hauses zu beachten ist, wird auf diversen Baumarktseiten von der technischen Seite ausführlich behandelt, sodass ich hier auf diese Dinge nicht weiter eingehen muss. Hier geht es um die lebenspraktischen Dinge beim Gartenhaus bauen und da ist einiges zu beachten. Zu Beginn habe ich die allgemeinen Tipps kurz umrissen, und zum Ende hin dann die Aspekte behandelt, die bei der Planung und beim Bau oft vergessen werden.

Planung und Genehmigung

Bereits vor dem Bau des Gartenhauses muss ein weiterer Schritt erfolgen. Denn in Deutschland läuft bekanntlich fast nichts ohne Genehmigung, was ab einer gewissen Größe auch für Gartenhäuser gilt. Am Anfang steht die Information über die örtlich geltenden Vorschriften, die je nach Gemeinde Landkreis stark variieren können, denn Bauordnungen sind Ortsgesetze.

Massives Gartenhaus

Wird keine Genehmigung eingeholt, erstattet vielleicht ein unliebsamer Nachbar Anzeige, die böse Folgen haben kann. Drückt das Amt kein Auge zu, so kann es sogar den Rückbau der Anlage fordern, was eine etwas schönere Umschreibung für den kompletten Abriss darstellt. Die grobe Vorgehensweise beim Bau sollte dem Amt dabei schon skizziert werden können. Sind die groben Pläne erstellt und ein entsprechender Antrag formuliert, sollte in der Regel eine entsprechende Genehmigung leicht zu holen sein. Ist keine Baugenehmigung zu bekommen sind mobile Gartenhäuser, also Zirkuswagen eine Alternative.

Fehler: Zu klein bauen, um die Genehmigung zu sparen

Häufig will man das Gartenhaus ohne Baugenehmigung errichten, denn bei einer geringen Grundfläche sind diese Bauten oft genehmigungsfrei. Die Folge ist, dass die Gartenhäuschen am Ende dann wirklich nur winzige Hütten werden, und schon nach kurzer Zeit vollgestellt und unbenutzbar sind. In der Praxis ist es aber so, dass ein doppelt so groß errichtetes Gartengebäude nicht selten nur 1/4 bis 1/3 mehr Kosten und nur 1/4 mehr an Eigenleistung erfordert. Diesbezüglich büßt man an Komfort erheblich ein und hat sehr grob und vereinfacht gesagt den gleichen Aufwand.

Romantisches Gartenhaus

Wer gezwungen ist, ein kleines Gartenhäuschen zu bauen und dies wohnlich machen möchte, der sollte wenn irgendwie möglich die Fenster so konstruieren, dass sie nach Außen zu öffnen sind, oder aufschiebbar sind und in der Wand verschwinden. Auf diese Weise wird der Innenraum der Laube nicht durch offene Fenster blockiert. Schiebefenster sind bei uns leider kaum zu haben und wenn, dann sind sie teuer. Bei den amerikanischen Holzhäusern sind sie merkwürdigerweise ein Muss. 

Anbau (Erweiterung) vorher einplanen

Oben habe ich dafür geworben, das Bauprojekt gleich größer anzulegen, doch mir ist auch klar, dass dieses nicht immer so umgesetzt werden kann. In diesem Falle ist es eine clever e Alternative, wenn du doch erst klein baust und ein Modell wählst, welches später erweiterungsfähig ist. Mitunter ist es auch praktisch zuerst ein Gartenhaus zu kaufen und daran später einen Erweiterungsanbau anzubringen. In diesem Falle ist es sehr zweckmäßig das Fundament bereits für den vollständigen Bau vorzusehen und zu fertigen, das spätere Fundamentalstückelungen bergen immer ungleichmäßige Setzungen das Bauwerks – auch wenn es nur ein Laubenprojekt ist. Die ungenutzte Fundamenterweiterung kann man zunächst als Terrasse nutzen, später überdachen und wieder später eine Holzdielung verlegen. Am Ende fehlen dann nur noch die Wände und der Gartenhausanbau ist vollbracht.

Lauben, welche sich gut für einen Anbau eigenen sind auf jeden Fall Gartenhäuser mit Pultdach. Weiter Tipps zur Thematik habe ich im Zusammenhang mit erweiterungsfähigen Eigenheimen gegeben, welche dort nachgelesen werden können.

Bauelemente

Die Materialauswahl

Auch ein Gartenhaus soll möglichst lange Freude bieten und dabei einen guten optischen Eindruck machen. Bei Wind und Wetter und in jeder Jahreszeit ist das kleine Häuschen der Witterung ausgesetzt, was besondere Maßnahmen fordert. Bereits die Auswahl der Materialien ist daher ein wesentlicher Schritt. Werden größere Mengen benötigt, kann beispielsweise der Baustoffhandel im Hochbau die entsprechenden Angebote vorweisen.

Kleines Gartenhaus

Holz ist dabei nicht gleich Holz, was Laien oftmals nicht bewusst ist. Minderwertige Bretter und Dielen führen schnell zu unschönen Rissen, welche auf das ständige Quellen und Schwinden zurückzuführen sind, denen das Holz ausgesetzt ist. Um es vor den äußeren Einflüssen besser zu schützen, sollte jeder das Gartenhaus richtig streichen und mit einer Schutzschicht versehen. Je nach Geschmack kann dabei auch ein Klarlack verwendet werden, um das natürliche Aussehen des Holzes zu erhalten. Weitere Materialien sollten wir durchaus in Erwägung ziehen. Auch ein Gartenhaus aus Wellblech wäre denkbar, denn es werden heutzutage auch Architektenhäuser aus diesem modernen, haltbaren und pflegeleichten Material errichtet.

Der Schwachpunkt Dach

Für aufgeweichtes Holz, quellendes Material oder gar eindringendes Regenwasser ist häufig das Dach verantwortlich. Zunächst gilt es die Frage zu beantworten, ob ein Flach- oder Satteldach vorgezogen werden soll. Letzteres verlangt eine kompliziertere Konstruktion, lässt allerdings kein stehendes Wasser zu. Die richtige Auskleidung des Holzes trägt ebenfalls einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Feuchtigkeit keine Chance hat. Zunächst sollte das Holz zumindest mit herkömmlicher Dachpappe geschützt werden, die den Regen nicht eindringen lässt. Wahlweise kann diese Maßnahme noch durch das Decken des Dachs mit Dachziegeln verstärkt werden.

NadinLisa buntes Gartenhaus aus Wellblech

Weiter wichtige Tipps

Solide gebaute, massive Gartenhäuser sollte man durchaus als Wohnraumerweiterung sehen und daher möglichst nahe am Eigenheim platzieren. Das Gartenhaus kann vielfach genutzt werden, wenn es praktisch geplant ist: für Familienfeiern und Partys, als kleine Gartenbibliothek oder als Nachtquartier für Gäste. Deshalb sollte der Weg zwischen ihm und dem Wohnhaus möglichst kurz sein.

Wenn man sich eine Checkliste zur Planung des Gartenhauses anlegt, so sollte, wie schon gesagt, der Zweck genau bedacht sein und dieser Punkt ganz oben auf der Listen stehen. Ich finde es praktisch, die Laube so geräumig zu bauen, dass dort auch mal Gäste oder die Enkelkinder übernachten könnten. Oder man nutzt das Häuschen gelegentlich als Arbeitszimmer (Gartenstudio), denn dort hat man relativ viel Ruhe und kann gegebenenfalls das Telefon ignorieren. Wer für den Notfall mal ein Nebeneinkommen in Betracht zieht, der könnte es sogar als Ferienwohnung planen.

Mit all diesen Beispielen will ich sagen: Wenn du vorhast, ein Gartenhaus zu bauen, sei es im Wochenend- oder Hausgarten, dann scheue dich nicht, den Bau solide zu planen. Der Aufwand ist etwas höher, als mit der Billigvariante aus dem Baumarkt, doch die Möglichkeiten der Nutzung sind anschließend vielfältiger.

Plane den Bau eines Gerätehauses gleich mit, denn ohne separaten Geräteschuppen wird die Wohnlaube schnell mit allerlei Gerätschaften und Gartnmöbeln zugestellt sein. So manches malerische Gartenhaus ist nach kurzer Zeit nur noch ein teurer Geräteschuppen.

Gestaltung

Gartenlauben müssen nicht immer wie zu klein geratene Alpenhütten aussehen. Es gibt viele moderne, klare Formen welche im Garten am Haus durch ihre neutrale Form auch gut zum Wohnhaus passen. Garten und Haus sollten ja wie aus einem Guss wirken und gerade die Dachform und Dachdeckung sollte miteinander harmonieren. Meist kann man die Laube aber nicht im selben Stil errichten, so wie es das Haus vorgibt. Und in diesem Falle sind dann solche neutralen Stilformen, wie die Rechteckform die richtige Entscheidung. Egal, ob man so eine Finnkota als Grillhütte, als Sauna oder als Badehaus mit eingebautem Whirlpool nutzt, man hat immer ein schönes Blickziel im Garten und dies sollten alle Architekturen im Grundstück sein.


Matrial Anbieter https://www.baustoffe-ruhr.de/hochbau.html